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CO-Melder Rettungsdienst
Dieser CO-Melder gehört mittlerweile zur persönlichen Schutzausrüstung beim Rettungsdienst im Lankreis. Foto: Mario Obeser

Ichenhausen: Schlimmeres dank Kohlenmonoxid-Melder gerade noch verhindert

Zu einem größeren Rettungsdienst und im weiteren Verlauf auch einem Einsatz der Feuerwehr kam es am Sonntagmorgen, den 11.08.2019, in der Günzburger Straße in Ichenhausen.
Ursprünglich wurde der Rettungsdienst gegen 05.24 Uhr in ein Reihenhaus gerufen, da die 4-jährige Tochter der Familie benommen war und über Kopfschmerzen klagte. Als der Rettungsdienst eintraf, schlugen bereits beim Betreten der Wohnung die mitgeführten Kohlenmonoxid-Melder Alarm. Zwischenzeitlich wurde auch der Vater der Familie vermisst, der sich ungewöhnlich lange bereits im Keller befand, um dort nach der Heizung zu schauen. Einer der Sanitäter ging nach draußen, um über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller darüber zu informieren, dass vermutlich Kohlenmonoxid im Spiel ist und die Feuerwehr nachzufordern. Der zweite Sanitäter schaute nach dem Mann im Keller und fand diesen stark benommen am Boden liegend vor. Unter größter Gefahr packte er den Mann und brachte ihn aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit. Er lief dabei Gefahr, selbst das farb- und geruchslose Gas einzuatmen, was im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben kann.

Die Feuerwehrkräfte evakuierten acht Personen aus den beiden Reihenhäusern, die eine gemeinsame Heizung nutzen. Sie belüfteten die Räumlichkeiten. Der hinzugezogene Kaminkehrer stellte ein Problem mit dem Kamin fest. Rußpartikel hatten sich wohl durch den Starkregen mit dem Wasser verbunden, worauf sich ein Klumpen bildete, was zu einer Verstopfung des Kamines führte, der das Abziehen der Rauchgase verhinderte und sich so Kohlenmonoxid im Gebäude sammelte.

Der Familienvater und das Mädchen wurden vom Rettungsdienst in Kliniken gebracht.

Welche Gefahr birgt Kohlenmonoxid?
Bei erhöhter Konzentration kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Sehstörungen. Steigt der Wert weiter folgen Verwirrtheit, plötzlich einsetzende – kurz andauernde Bewusstlosigkeit, Brustschmerz, Atemstörungen, hoher Puls, erhöhte Atemfrequenz und Schwäche. Ist die Konzentration noch höher, kommt es zu Symptomen wie Blutdruckabfall, Atemstillstand, Lungenödem, Krampfanfälle und Herz-/Kreislaufstillstand, bis hin zum Tod.

Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswägen des BRK aus Günzburg und Jettingen, sowie der JUH Kötz, einem Notarztfahrzeug und einem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Ichenhausen rückte mit mehreren Fahrzeugen und 21 Kräften an. Mehrere Streifen der Polizeiinspektion Günzburg und der Autobahnpolizei Günzburg waren im Einsatz. Bericht: Mario Obeser

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