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Symbolfoto: Pixabay

Kreis Neu-Ulm: 13-Jährige von 12-Jähriger über soziales Netzwerk erpresst

Im August diesen Jahres erstattete eine 13-Jährige aus dem Kreis Neu-Ulm mit ihren Eltern bei der örtlichen Polizeiinspektion Anzeige wegen Erpressung.
Die 13-Jährige wurde auf ihrem Profil einer Internetplattform eines sozialen Netzwerkes von einem angeblichen Jungen mit dem Namen „Leon“ kontaktiert. Nach einer kurzen elektronischen Konversation wurde die 13-Jährige aufgefordert, an einem bestimmten Ort zu erscheinen und dort 100 Euro zu übergeben, ansonsten werde sie zu Hause aufgesucht und vergewaltigt. Um diesem Nachdruck zu verleihen, schrieb der vermeintliche „Leon“ auch der 13-Jährigen ihren Namen und Adresse.

Die weiteren Ermittlungen nach der Anzeigenerstattung wurden vom Kommissariat „Cybercrime“ der Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen. Über eine Anfrage an den Betreiber des sozialen Netzwerkes konnte die IP-Adresse und eine angegebene Mobilfunknummer des angeblichen „Leon“ erlangt werden.

Mädchen arbeitete mit mehreren Fake-Profilen
Die weiteren Nachforschungen vor Ort führten zu einem 12-jährigen Mädchen, welches über ihr Handy drei sehr gut aufbereitete Fakeprofile betrieb und sich unter anderem als „Leon“ ausgab. Die 12-Jährige leugnete zunächst jede Tatbeteiligung und übergab sogar ihr Handy, um zu beweisen, dass sie lediglich ihr eigenes Profil darauf gespeichert hatte. Nach kurzer Überprüfung konnten jedoch die Fakeprofile dort festgestellt werden. Als Motiv gab die 12-Jährige an, dass sie dadurch ihre 13-jährige Mitschülerin „pranken“ (aus YouTube-Videos stammender Begriff für „Streiche spielen“) wollte.

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