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Taschendiebstahl Diebstahl Geldbeutel
Symbolfoto Steve Buissinne - Pixabay

Füssen/Schwangau: Polizei klärt Taschendiebstahlsserie

Der Polizei gelang die Aufklärung einer Taschendiebstahlserie. Dabei handelt es sich um eine Internationale Tätergruppierung.

Bekanntermaßen zählen die Sehenswürdigkeiten rund um das Schloss Neuschwanstein zu einem der beliebtesten Ziele von Touristen, gerade die Marienbrücke ist der Hotspot, auf dem sich zeitgleich meist eine Vielzahl von Personen befinden, um Bilder des Märchenschlosses zu machen.

Diesen Umstand kennen auch Taschendiebe und machten ihn sich in diesem Jahr häufig zu Nutze.

Nachdem bereits im Frühjahr und Sommer durch umfangreiche Ermittlungen der Polizeiinspektion Füssen und der Kriminalpolizei Kempten nach langwierigen Fahndungsmaßnahmen eine vierköpfige Gruppierung von Taschendiebinnen auf frischer Tat gestellt und festgenommen werden konnte, nahm die Häufigkeit der Diebstähle nach einer kurzen Pause wieder zu.

Zeuge machte Fotos von Täterinnen
Aufgrund von Lichtbildern, welche ein Zeuge hierbei von den tatverdächtigen Frauen fertigen konnte, führten die Ermittlungen der Polizei nun zur Identifikation von zwei 21- und 58-jährigen Tatverdächtigen mit serbischer und bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit aus.

In enger Zusammenarbeit mit dem Lagedienst des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, auf diesen Kriminalitätsbereich spezialisierten Beamten des Polizeipräsidiums München sowie dem Bayerischen Landeskriminalamt konnte zunächst über einen Vergleich von Portraitaufnahmen eine Tatverdächtige, die bereits wegen gleichgelagerter Fälle unter anderem auch in der Schweiz auffällig wurde, identifiziert werden.

Der Hinweis zur zweiten Tatverdächtigen kam im Anschluss von den Kollegen der katalanischen Polizei, die diese anhand der übersandten Bilder wiedererkennen konnten. Auch die zweite Tatverdächtige ist bereits wegen Straftaten aus dem oben genannten Deliktsbereich in Erscheinung getreten.

Diebinnen waren nicht nur in Deutschland aktiv
Die Ermittlungen zu der Taschendiebinnen (sowohl im aktuellen aus auch in dem Fall aus dem Frühjahr/Sommer 2019) ergaben, dass diese bereits auch in einigen benachbarten europäischen Ländern in Erscheinung getreten sind, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es sich hierbei um eine professionell und überregional agierende Gruppierung handelt. In der aktuellen Serie wird noch bezüglich der Identität eines dritten, männlichen Mitglieds der Gruppe ermittelt, der ebenfalls in Diebstahlshandlungen verwickelt gewesen sein soll. Die beiden Frauen haben in Deutschland keinen festen Wohnsitz und sind derzeit unbekannten Aufenthalts.

Als Tatorte wurden durch die Straftäter vorrangig touristische Hotspots, aber auch stark frequentierte Veranstaltungsorte, wie zum Beispiel Weihnachtsmärkte, gezielt ausgewählt. Alleine die Tatverdächtigen, welche durch die Ermittlungen der Polizei Füssen im Zusammenhang mit den anderen Behörden ermittelt werden konnten, stehen in Verdacht, im Dienstbereich der PI Füssen an etwa 40 Diebstählen in diesem Jahr beteiligt gewesen zu sein. Die Schadenssumme beläuft sich hierbei auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag.

Die Polizei geht jedoch von einer noch durchaus höheren Dunkelziffer aus, da die Erfahrungen zeigten, dass die meist asiatischen Touristen aus Gründen der Zeitnot oder der Sprachbarrieren, Diebstähle gar nicht zur Anzeige gebracht haben.

Das Verfahren wird nun an die Staatsanwaltschaft in Kempten abgegeben.

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