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Symbolfoto: Pixabay

Nördlingen: Mehrere Delikte – auch falsche Todesanzeige eines Schülers geschaltet

Die Kriminalpolizei Dillingen führt derzeit umfangreiche Ermittlungen wegen mehrerer Fälle im Deliktsbereich der Internetkriminalität durch einen bislang unbekannten Täter. Dies teilte die Polizei am 25.11.2019 mit.

Bei den fünf geschädigten Schülern der Nördlinger Realschule handelt es sich um Mädchen und Jungen der achten Jahrgangsstufe. Den zum Teil minderjährigen Schülern wurden über soziale Medien zunächst Links zu pornografischen Seiten aber auch Bilder mit pornografischem Inhalt übermittelt. Außerdem fand eine Belästigung durch zahlreiche Callcenter-Anrufe statt. Weiter erhielten sie Mails mit Drohungen unterschiedlicher Art. Seit Anfang November wurden dann auch Bestellungen auf die Namen der Schüler getätigt. Es wurden Handy- und Festnetzverträge abgeschlossen und auch Reisen gebucht. Dazu benutzte der bislang unbekannte Täter jeweils die Schul-Emailadressen der Schüler. Ein Sachschaden ist bislang jedoch nicht entstanden.

Falsche Todesanzeige geschaltet – Durchsuchung bei 14-Jährigem
Am vergangenen Freitag, den 13.12.2019, erschien in den Medien eine offensichtlich unwahre Todesanzeige betreffend einen Schüler einer Nördlinger Schule. Deswegen wurden seitens der Kripo Dillingen Ermittlungen zur Feststellung des Anzeigenaufgebers geführt. Zwischenzeitlich wurde gegen einen Tatverdächtigen ein Durchsuchungsbeschluss seitens der Staatsanwaltschaft Augsburg erwirkt, der noch am Freitagnachmittag vollzogen wurde.

Hierbei konnten zahlreiche Medienträger sichergestellt werden, die derzeit mit Hochdruck ausgewertet werden.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 14-jährigen Schüler aus der betreffenden Schule. Dieser wurde bereits am vergangenen Freitag im Beisein seiner Eltern zu den Vorwürfen befragt, streitet eine Beteiligung aber ab.

Die Ermittlungen zu dem Gesamtkomplex sind noch nicht abgeschlossen und werden auch noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Weitere Details können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden.

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