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Günzburg möchte bis 2025 zur Fahrradstadt werden. Dieses Logo begleitet den Prozess. Grafik: KIGG Gesellschaft für strategische Kommunikation mbH

Pläne im Rathaus vorgestellt – Günzburg will Fahrradstadt 2025 werden

Die Stadt Günzburg setzt sich das Ziel, „Fahrradstadt 2025“ zu werden. Das machte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig bei der Bürgerversammlung im November bekannt. Die Pläne dazu wurden am 09.Januar 2020 im Rathaus erstmals vorgestellt.

Warum setzt sich Günzburg das Ziel Fahrradstadt zu werden?
„Das Mobilitätskonzept von morgen ist vielschichtig. Aber bereits heute ebnen wir ihm den Weg“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Gemeint ist damit: zugunsten der Umwelt muss dringend der Individualverkehr per Auto reduziert werden. Der Verzicht auf den PKW gelingt allerdings nur dann, wenn die Politik Alternativen schafft.

Die Große Kreisstadt Günzburg ist hier bereits aktiv. Schwabenweit führend ist die Anzahl der Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge mit 32 Ladepunkten im Stadtgebiet. Ein Elektro-Stadtbus ergänzt seit etwa drei Wochen das Portfolio im Öffentlichen Personennahverkehr. „Das Prinzip ist einfach. Ein Fahrzeug, in welchem 30 Menschen Platz finden, benötigt deutlich weniger Platz und verströmt deutlich weniger Emissionen als 30 Fahrzeuge mit jeweils nur einer Person“, erklärt Oberbürgermeister Jauernig, der sich in den kommunalen Spitzenverbänden für den Ausbau des ÖPNVs einsetzt.

Ein weiteres Verkehrsmittel soll nun in Günzburg eine starke Förderung erfahren: das Fahrrad. Es ist ideal geeignet für eine Stadt der kurzen Wege, umweltfreundlich und platzsparend. Bis 2025 wird Günzburg zu einer Fahrradstadt ausgebaut.

Wie soll das Ziel Fahrradstadt 2025 erreicht werden?
„Gemeinsam mit dem ‚Institut für innovative Städte‘, mit Bürgern, dem Stadtrat sowie der Stadtverwaltung erstellen wir ein individuell zugeschnittenes Radverkehrskonzept für unsere Stadt. Dieses fasst eine Vielzahl von Maßnahmen zusammen, um Radfahren in Günzburg noch sicherer und attraktiver zu machen“, so Jauernig. Bestandteile des Radverkehrskonzeptes sind:

  • Entwicklung eines durchgehenden, zusammenhängenden und sicheren Radnetzes
  • Identifikation der wichtigen Wegebeziehungen (z.B. von den Wohngebieten in die Innenstadt oder zur Mobilitätsdrehscheibe)
  • Festlegung eines Radverkehrsnetzes (= Fahrradrouten): dieser Katalog dient dem Stadtrat als Entscheidungsgrundlage für Beschlüsse und Investitionen
  • Fahrradabstellplätze
  • Bonusprogramme in der Stadt: z.B. Förderprogramm für Lastenräder, angepasstes „parken + sparen“ der Händler, usw.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zum Ziel

  • Auftaktveranstaltung für alle Bürger mit Befragung: Mittwoch, 12. Februar, um 18.00 Uhr im Forum am Hofgarten
  • Online-Beteiligung: Wünsche und Anregungen in eine digitale Stadtkarte eintragen
  • Markttische an zwei Markttagen in der Innenstadt mit Fachbüro
  • Befahrung des gesamten Stadtgebiets und Dokumentation des Bestands durch Fachbüro
  • Beteiligung des runden Tisches Radverkehr (ADFC und Polizei) bei der Erarbeitung des Konzeptes

„Egal ob 8 oder 88 Jahre – 2025 soll jeder in Günzburg sicher, bequem, einfach und gerne radeln können. Das ist unser Ziel. Ich lade Sie herzlich zur Informationsveranstaltung ein – gehen oder radeln Sie diesen spannenden Weg mit uns mit“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

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