Home » Blaulicht-News » Landkreis Neu-Ulm » News Raum Weißenhorn » Biberach: Polizei hatte bei Faschingsumzug und Treiben einiges zu tun
Fasching Umzug
Symbolfoto: Animaflora PicsStock - Fotolia

Biberach: Polizei hatte bei Faschingsumzug und Treiben einiges zu tun

Am Sonntag, 26.01.2020, fand in Roggenburg/Biberach bei sehr schönem Wetter ein Faschingsumzug mit anschließendem Faschingstreiben statt.
Die polizeilichen Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, da es zu mehreren Sicherheitsstörungen, aber auch zu mehreren Straftaten kam. Bereits zu Beginn der Veranstaltung führten Zivilbeamte der Polizeiinspektion Weißenhorn zahlreiche Jugendschutzkontrollen durch. Insgesamt wurden circa 200 Jugendliche kontrolliert. Fünf Minderjährigen wurden Zigaretten abgenommen und insgesamt konnten etwa acht Liter branntweinhaltige Getränke bei Jugendlichen festgestellt und sichergestellt werden.

Polizeibeamten Mittelfinger gezeigt
Um 15.27 Uhr entsorgte ein Faschingsteilnehmer einen leeren Plastikbecher indem er diesen einfach auf den Boden warf und weiterlief. Der 23-jährige wurde von Zivilbeamten auf sein Fehlverhalten angesprochen und gebeten seinen Müll in den dafür vorgesehenen Eimern zu entsorgen. Anstatt sein Fehlverhalten einzugestehen zeigte der junge Mann den Polizeibeamten den Mittelfinger. Gegen den Mann wurde eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

Anderen Ausweis vorgezeigt
Um 17.15 Uhr zeigte ein 16-jähriger Faschingsteilnehmer gegenüber dem Sicherheitsdienst einen Ausweis einer 18 Jahre alten anderen Person vor, um sich so Zutritt zur Bar zu verschaffen. Der Schwindel flog auf und die Polizei wurde hinzugezogen. Gegen den Jugendlichen wurde eine Anzeige wegen Ausweismissbrauchs erstattet.

Echte Polizeiuniformen sorgen für Ärger
Um 17.55 Uhr kam es unter anderem zu einem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Am Faschingsumzug nahm eine Faschingsgruppe teil, deren Faschingswagen unter dem Motto „Hubert und Staller“ (einer Polizeiserie im TV) stand. Die Faschingsteilnehmer trugen teilweise echte Polizeiuniformen mit Hoheitsabzeichen der Polizei Nordrhein-Westfalen. Gegen diese Personen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Abzeichen eingeleitet. Eine davon betroffene Person widersetzte sich der Identitätsfeststellung und schlug bei der Kontrolle wild um sich. Dabei traf er mit den Händen drei Polizeibeamte, die den renitenten 25-Jährigen daraufhin festhielten und fesselten. Erst als sich der Mann beruhigt hatte, konnte er einem seiner Begleiter übergeben werden. Ein Polizeibeamter erlitt eine Schürfwunde, alle anderen Beteiligten blieben unverletzt. Gegen den Mann wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Betrunkener packt Polizeibeamten bei Platzverweis
Um 19.20 Uhr provozierte ein alkoholisierter Mann immer wieder die polizeilichen Einsatzkräfte und die Mitarbeiter des eingesetzten Sicherheitsdienstes. Dem 25-Jährigen wurde ein polizeilicher Platzverweis ausgesprochen, dem er allerdings trotz mehrfacher Wiederholung nicht nachkam. Auch die Androhung, dass er notfalls mit körperlicher Gewalt vom Veranstaltungsgelände geführt werde, zeigte nicht die erwünschte Wirkung. Als die Beamten den Mann ohne Gewaltanwendung in Richtung Ausgang schieben wollten, packte er einen der Beamten am Kragen, so dass der Angreifer gefesselt werden musste. Ein Richter ordnete später eine Blutentnahme bei dem Mann an, zudem wurde er auf Anordnung des Richters die Nacht über in einer Haftzelle ausgenüchtert. Bei dem Vorfall blieben die Beteiligten unverletzt, gegen den Mann wird strafrechtlich ermittelt.

Zu viel Alkohol getrunken
Um 21.15 Uhr wurde ein 20-jähriger stark alkoholisierter Mann vom Sicherheitsdienst des Geländes verwiesen. Der Mann reagierte sehr aggressiv und trat massiv gegen einen Absperrzaun. Die hinzugerufene Polizeistreife konnte bei dem Mann einen Alkoholwert von zwei Promille feststellen. Während der Sachverhaltsaufnahme rannte der junge Mann plötzlich weg, stolperte aber relativ schnell selbst und fiel zu Boden. Dabei erlitt er Schürfwunden im Gesichtsbereich. Der anwesende Vater des 20-Jährigen nahm seinen Sohn in Obhut.

Anzeige