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Corona Virus
Symbolfoto: Tumisu - Pixabay

Landkreis Dillingen: Steigende Anzahl an Covid-19-Patienten – Vorbereitungen auf Hochtouren

Auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis legt die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Dillingen derzeit ein besonderes Augenmerk, um im Falle steigender Fallzahlen an Covid-19-Patienten bestmöglich gerüstet zu sein.
In diesem Zusammenhang dankt Landrat Leo Schrell neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FüGK und der Gesundheitsverwaltung vor allem den niedergelassenen Ärzten im Landkreis, die sich derzeit mit hohem persönlichen Einsatz beispielsweise bei der Umsetzung des Konzepts zur Errichtung eines lokalen Testzentrums engagieren. Schrell hofft, dass sich für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen weitere Ärzte gewinnen lassen.

„In Abhängigkeit davon, welchen Erfolg die bereits ergriffenen Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen zur Verteilung der Infektionen auf einen möglichst langen Zeitraum haben, stehen die medizinischen Versorgungseinrichtungen vor einer seit Kriegsende nicht dagewesenen Herausforderung“, betont der Landrat. Dies gelte neben den Krankenhäusern auch für die Arztpraxen, so Schrell. Diese seien zum einen regelmäßig erster Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die befürchten, sich mit SARS-CoV-2 infiziert zu haben. Zudem müssen die Arztpraxen die Behandlung all derjenigen COVID-19-Erkrankten gewährleisten, deren Gesundheitszustand noch keine stationäre Behandlung erfordert. Parallel dazu müssen die Praxen aber auch die ambulante Behandlung in allen anderen, nicht verschiebbaren Fällen weiter gewährleisten, die nicht im Zusammenhang mit COVID-19 stehen.

Landrat Leo Schrell hat Versorgungsarzt bestellt
Aus diesem Grund bedarf es einer Koordinierung auch der ambulanten ärztlichen Versorgung. Deshalb hat Landrat Leo Schrell in diesen Tagen einen sogenannten Versorgungsarzt eingesetzt. Grundlage dafür ist der von den Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration sowie Gesundheit und Pflege bekannt gemachte Notfallplan „Corona-Pandemie“. Der Versorgungsarzt hat die Aufgabe, eine ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen und entsprechender Schutzausrüstung zu planen und zu koordinieren, soweit dies bei der Bewältigung des Katastrophenfalles erforderlich ist. Schrell hat die Aufgabe des Versorgungsarztes zwischenzeitlich Dr. med. Alexander Zaune übertragen und Rainer Schindler als dessen Stellvertreter bestellt.

Gemeinsam mit ihrem „ärztlichen Kernteam“ um Dr. Jürgen Arnhardt, Linda van Malland, Dr. Doris Roller, Dr. Wolfgang Fink, Werner Neher und Dr. Kristina Schoger arbeiten Dr. Zaune und Rainer Schindler derzeit an einem Konzept, das im Wesentlichen folgende Inhalte haben wird:

  • Mitwirkung beim Betrieb des lokalen Testzentrums „Corona-Virus/Covid-19“
  • Einrichtung von Covid-19-Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von mit Covid-19 infizierten Personen
  • Verteilung der infektionsfachlich notwendigen Schutzausrüstung an die in den Arztpraxen beschäftigten MitarbeiterInnen
  • Planung und Vorbereitung aller notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ambulanten ärztlichen Grundversorgung im Katastrophenfall

Dr. Zaune hat sich zwischenzeitlich in Abstimmung mit Landrat Leo Schrell an alle niedergelassenen Haus- und Fachärzte gewandt und um Mithilfe und Unterstützung gebeten. Seitens des Landratsamtes wird der Versorgungsarzt räumlich und personell unterstützt. So wurden zwei Büroräume in der Großen Allee 49 in Dillingen a.d.Donau eingerichtet. Das Büro ist vorläufig täglich von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr besetzt und unter der Telefonnummer 09071/77062-151, -152, -153 und -154, Fax: 09071/77062-149 und e-mail: [email protected], für die Ärzteschaft im Landkreis zu erreichen.

Große Bereitschaft zur Eigenproduktion von Schutzmasken
Als starkes Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Krise wertet Landrat Leo Schrell die hohe Bereitschaft zur Eigenproduktion von Schutzmasken. Deshalb dankt Schrell allen Menschen in der Region, die in den letzten Tagen gegenüber die Führungsgruppe Katastrophenschutz ihre Bereitschaft signalisiert haben, auf freiwilliger Basis unterstützend mitzuwirken, Einrichtungen angemessen mit Schutzausrüstung zu versorgen.

Spende von Schutzmasken und Desinfektionsmittel
Ebenso dankt Landrat Leo Schrell der Fa. Schwertberger, die aus ihrem Firmenbestand Schutzausrüstung an das Krankenhaus gespendet hat. „Dieses Verhalten ist mehr als vorbildlich und hilft uns, die bislang – teilweise unter Bedarf – ankommenden Lieferungen an Schutzausrüstung sinnvoll und zielgerichtet aufzustocken“, betont Schrell. Ebenso gilt der Dank der Fa. B/S/H Hausgeräte GmbH für die Bereitstellung von 200 Liter Desinfektionsmittel für die Krankenhäuser.

Firmen, die Schutzausstattung spenden möchten und Personen, die auf freiwilliger Basis Schutzmasken nähen würden, sollten sich unter 09071/51-491 oder per Mail über [email protected] an die Führungsgruppe Katastrophenschutz wenden.

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