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Symbolfoto: Gerd Altmann - Pixabay

Bissingen: Zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Seniorenheim

Traurige Nachrichten kommen aus dem Landratsamt Dillingen. Es sind am 11.04.2020 und 12.04.2020 zwei Bewohnerinnen der Pro Seniore Residenz Bissingen verstorben, welche das Coronavirus in sich trugen.

Dem Gesundheitsamt Dillingen wurde heute, am 13.04.2020, über den behandelnden Hausarzt gemeldet, dass eine Bewohnerin aus dem zuerst von einer Corona-Infektion betroffenen Wohnbereich des Seniorenheims „Pro Seniore Residenz“ in Bissingen in der Nacht zum Ostersonntag plötzlich verstorben ist. Sie wurde wenige Stunden zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet.

Laut Angaben des behandelnden Hausarztes waren bei den Hausbesuchen in den Tagen zuvor keine Anzeichen einer Corona-Infektion erkennbar. Die Bewohnerin hatte eine Grunderkrankung, die nicht mit den Risikofaktoren einer schwer verlaufenden Corona-Infektion in Zusammenhang zu bringen ist. Zudem zeigte sie insbesondere keine Symptome wie Fieber und Atemnot. Bei der verstorbenen Bewohnerin war als Krankheitszeichen ein Reizhusten festzustellen. Deshalb wird vom Gesundheitsamt ein Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gesehen.

Wenig später wurde dem Landratsamt ein Todesfall bekannt, der sich bereits am 11.04.2020 ereignete.
Eine weitere Bewohnerin der Pro Seniore Residenz Bissingen ist bereits am Karsamstag im Krankenhaus in Nördlingen verstorben. Sie war dort bereits im März längere Zeit wegen einer Lungenentzündung behandelt worden. Der SARS-Cov-2 Erreger konnte während dieses stationären Aufenthalts nicht nachgewiesen werden. Nachdem sich der Gesundheitszustand verbessert hatte, wurde sie im Pflegheim Bissingen aufgenommen. Nachdem sich der Gesundheitszustand mit erneuten Atemproblemen am Karfreitag verschlechtert hatte, ist eine Wiederaufnahme im Krankenhaus erfolgt und ein Abstrich vorgenommen worden. Am 11.04.2020 ist die Patienten an den Folgen einer beidseitigen Lungenentzündung verstorben. Der positive Befund des am 10.04.2020 entnommenen Abstrichs wurde dem Gesundheitsamt heute Nachmittag übermittelt. Damit war die Patientin zum Zeitpunkt, als sie verstarb, mit dem SARS-Cov-2 Erreger infiziert.

Die Infektion mit dem Corona-Virus weitet sich im Seniorenheim Pro Seniore weiter aus.
Noch am Abend des Karsamstags erhielt das Gesundheitsamt die ersten Befunde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) über die Abstriche, die am Karfreitag von der gesamten Belegschaft des Seniorenheimes sowie von Bewohnern des Wohnbereichs genommen worden waren, in dem die bereits erkrankte und sofort isolierte Bewohnerin untergebracht ist.

Am Karsamstag war die Leiterin des Gesundheitsamtes mit einem Mitarbeiter erneut vor Ort und hat die verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohner getestet. Bereits Vormittag der Ostersonntag sind alle Ergebnisse eingegangen. Leider sind fast alle Wohnbereiche von der Infektion betroffen. Nur in dem beschützenden Bereich mit vielen dementen Bewohnern ließ sich bislang keine Erkrankung nachweisen.

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