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Blitzer Geschwindigkeitsmessung
Symbolfoto: Sven Grundmann - Fotolia

Augsburg/Schlachthofquartier: Viele Raser geblitzt – Fahranfänger hatte es sehr eilig

In der Nacht vom Sonntag, 26.04.2020, auf Montag, 27.04.2020, führte die Polizeiinspektion Augsburg Süd eine Geschwindigkeitsmessung in der Berliner Allee durch.
Hierbei wurden mehrere Geschwindigkeitsverstöße, u.a. auch mit Fahrverboten geahndet.

Fahranfänger mehr als doppelt so schnell als erlaubt
Spitzenreiter war ein 19-jähriger Fahranfänger, welcher sich noch in der Probezeit befindet. Dieser fuhr mit einer gemessenen Geschwindigkeit von 111 km/h bei erlaubten 50 km/h mit seinem Smart durch die Kontrollstelle. Bei dieser hohen Geschwindigkeitsübertretung hilft ihm auch nicht, dass die schärferen Bestimmungen der StVO erst Morgen in Kraft treten: Ihn erwarten nämlich ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Als Fahranfänger in der Probezeit muss er sich auch darauf einstellen, dass seine Probezeit auf bis zu vier Jahre verlängert wird und er ein Aufbauseminar besuchen muss.

Viele auf der B300 bei Kühbach zu schnell unterwegs
Auch in den Landkreisen Augsburg und Aichach Friedberg wurde – Corona zum Trotz – am Wochenende wieder ordentlich Gas gegeben. An der B 300 im Bereich Kühbach wurden bei einer sehr hohen Beanstandungsquote von etwas mehr als 10 Prozent insgesamt 200 Verkehrsteilnehmer (bei 1991 gemessenen Fahrzeugen) beanstandet. 132 Autofahrer kommen noch mit einer Verwarnung davon, 68 werden angezeigt, sechs von ihnen erhalten Fahrverbote. Der Schnellste war bei erlaubten 80 km/h mit 142 km/h unterwegs.

Messungen an der Staatsstraße 2027 im Bereich Untermeitingen ergaben eine Beanstandungsquote von knapp vier Prozent, hier mussten 21 Verkehrsteilnehmer beanstandet werden (bei 540 gemessenen Fahrzeugen). 13 Autofahrer erhalten eine Verwarnung, acht von ihnen werden angezeigt, Fahrverbote wurden keine ausgesprochen. Der Schnellste war bei erlaubten 100 km/h mit 140 km/h unterwegs. Bei einer Messung auf der B17 bei Oberottmarshausen wurde eine erfreulich geringe Beanstandungsquote von 0,84 Prozent festgestellt. Bei 2137 gemessenen Fahrzeugen mussten lediglich 18 Autofahrer beanstandet werden, zehn von ihnen kommen noch mit Verwarnungen davon, acht werden angezeigt, Fahrverbote gab es keine. Der schnellste war statt der erlaubten 100 km/h in diesem Bereich mit 166 km/h unterwegs.

An der B 2 im Bereich Langweid am Lech lag die Quote bei knapp 5 Prozent. Von 846 gemessenen Verkehrsteilnehmern mussten 41 beanstandet werden, 35 von ihnen werden verwarnt, sechs werden angezeigt und einer erhält ein Fahrverbot. Dieser war nämlich bei erlaubten 120 km/h mit 172 km/h unterwegs.

Ab 28.04.2020 gelten schärfere Sanktionen
Glück für einige der geblitzten Fahrzeugführer: aufgrund der ab morgen geltenden StVO-Novelle sind viele von ihnen noch ohne Fahrverbot davon gekommen. Ab morgen ist nämlich bereits bei einer Überschreitung von mehr als 21 km/h innerorts der Führerschein für mindestens einen Monat weg, bei einer Überschreitung von mehr als 26 km/h außerorts ebenfalls.

Neben einem schnelleren bevorstehenden Entzug der Fahrerlaubnis kostet Rasen ab morgen also mehr Geld, im schlimmsten Fall aber das Leben und daran hat sich nichts geändert – leider!

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