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Augsburg: Ladendieb wurde von drei Schüssen getroffen

Die Polizei hat weitere Details zum von der Polizei mit der Schusswaffe gestoppten Ladendieb in einem Discounter in Augsburg bekannt gegeben.

Wie bereits berichtet, wurde am vergangenen Freitag, den 19.06.2020, gegen 18.45 Uhr, wurde von einem Mitarbeiter einer Netto-Filiale in der Halderstraße dem polizeilichen Notruf ein Ladendiebstahl gemeldet. Die wenige Minuten später eintreffende Streifenbesatzung wurde von dem 19-jährigen mutmaßlichen Dieb mit einem Messer bedroht. Da von dem 19-Jährigen, der sich in einem Nebenraum befand, keine akute Fremdgefährdung ausging, erfolgte kein Zugriff, sondern wurden Unterstützungskräfte angefordert. Als kurz darauf eine Rauchentwicklung aus dem geschlossenen Nebenraum auf Grund eines vom Beschuldigten gelegten Feuers festgestellt wurde, erfolgte der sofortige Zugriff. Dabei kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch, bei dem der 19-Jährige getroffen und schwer verletzt wurde. (wir berichteten)

Gegen den 19-jährigen Täter mit deutscher Staatsangehörigkeit ohne jeglichen Migrationshintergrund wurde am heutigen Sonntagmittag, den 21.06.2020, der von der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragte Haftbefehl wegen: versuchten Totschlags; versuchter schwerer Brandstiftung; tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte; Diebstahl mit Waffen; Bedrohung; Beleidigung und Sachbeschädigung von der zuständigen Ermittlungsrichterin erlassen und in Vollzug gesetzt.

Sobald es sein Gesundheitszustand zulässt – er befindet sich nicht in Lebensgefahr – wird der von drei Kugeln getroffene Verletzte in eine Justizvollzugsanstalt verbracht. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft gibt es keine Anhaltspunkte für einen unrechtmäßigen Schusswaffengebrauch. Die Schussabgaben erfolgten in Notwehr durch zwei Polizeibeamte, die insgesamt sechs Schüsse abgaben. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern noch an.

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