Home » Blaulicht-News » Landkreis Günzburg » News Raum Günzburg » Gute Zusammenarbeit gelobt: Sicherheitsgespräch im Landratsamt Günzburg
Guenzburg-Explosion-am-Bahnhof-170620
Auch bei der Explosion der ehemaligen Tierzuchthalle in Günzburg wurde beim Sicherheitsgespräch die gute Zusammenarbeit gelobt. Foto: Mario Obeser

Gute Zusammenarbeit gelobt: Sicherheitsgespräch im Landratsamt Günzburg

Sicherheitsgespräch des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mit dem Landratsamt und der Stadt Günzburg: Trotz anstrengender Monate – die Zusammenarbeit läuft hervorragend

Auch wenn die letzten Wochen für Polizei und Rettungskräfte im Raum Günzburg viel Arbeit brachten: Die Vertreter von Landkreis, Stadt und Polizei sind zufrieden. Beim diesjährigen Sicherheitsgespräch, dass am 02.07.2020 stattfand, wurde von allen Seiten bestätigt: die Einsätze und die Zusammenarbeit in den letzten Wochen und Monaten liefen hervorragend. Das lag sicher an der „guten Struktur und am wohlwollenden Miteinander“, sagte Landrat Hans Reichhart. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig fügte hinzu: „Gerade vor dem Hintergrund der explodierten Halle am Bahnhof vor zwei Wochen: So schnell, wie die Polizei und Rettungskräfte vor Ort waren – da sieht man wie reibungslos unsere Zusammenarbeit klappt.“

Auch die Menschen im Landkreis tragen ihres dazu bei. Vor allem die Zeit der Lockerungen nach den strengen Corona-Beschränkungen wurden von den Bürgern mit Augenmaß und Verstand genutzt. Familien waren auf den vielen Fahrradwegen des Landkreises unterwegs oder hielten sich an Badeseen auf. Zu größeren Ansammlungen oder Verstößen kam es laut Polizei nicht.

Polizeipräsident Werner Strößner wusste aus anderen Landkreisen im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zu berichten, dass hier an Badeseen teils unter Missachtung aller Regeln geparkt wurde. Im Landkreis Günzburg wurden dagegen „lediglich“ 326 Verstößen gegen die sogenannten „Corona-Auflagen“ von der Polizei aufgenommen.

Anstieg der Straftaten in der Stadt
In den über zwei Stunden des Sicherheitsgesprächs wurden Zahlen der einzelnen Polizeiinspektionen des Landkreises vorgelegt. Auffällig dabei: Die Aufklärungsquote liegt mit knapp über 70 Prozent über dem bayernweiten Durchschnitt, der sich bei 67 Prozent bewegt. Allerdings hat die Stadt Günzburg im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018 einen Anstieg von 8,5 Prozent an Straftaten zu verzeichnen; nämlich rund 2.400. Dies liegt vor allem an den Ladendiebstählen. Das erklärt sich damit, dass die Geschäfte teils „Kaufhausdetektive“ einsetzten. Wo genau hingeschaut wird, da wird auch mehr gefunden. Gleiches gilt für Drogen, hier haben mehr Kontrollen zu mehr kleineren Funden geführt. „Es gibt bei uns keinen Hotspot“, sagte Stefan Müller, Leiter der Polizeiinspektion Günzburg.

Der Leiter der Autobahnpolizei Günzburg, Werner Schedel führte die Zahlen zum Unfallgeschehen auf der Autobahn 8, die durch den nördlichen Landkreis Günzburg führt, aus: Bei durchschnittlich 65.000 Fahrzeugen pro Tag kam es im Schnitt zu etwa 330 Unfälle im Jahr, die meisten mit Blechschäden. Dennoch gab es im vergangenen Jahr zwei Tote zu beklagen. Bei über 50 Unfällen kamen Menschen zu Schaden. Dass, so Schedel, müsste man jedoch ins Verhältnis setzen: „Das ist relativ moderat bei der Dichte des Verkehrs.“ Landrat Hans Reichhart fügte hinzu, dass auf der Strecke Leipheim-Günzburg (Fahrtrichtung München) ohnehin ein Tempolimit von 130 Km/h bestünde. Im Februar 2020 gab es darüber hinaus vom Bundesverkehrsministerium die Zusage, dass entlang der A8 digitale Schilderbrücken installiert werden. Landrat Hans Reichhart: „Diese müssen jetzt schnell geplant und umgesetzt werden, damit erhöhen wir die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn“.

Landrat Hans Reichhart und der Oberbürgermeister der Stadt Günzburg bezeichneten die Zusammenarbeit zwischen Land, Stadt und Polizei als hervorragend. Das habe man bei der Explosion einer Halle am Bahnhof vor zwei Wochen gesehen: „Noch einmal brauchen wir das nicht. Die Stadt hat 10 Schutzengel gehabt“, sagte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig – und Polizeipräsident Werner Strößner fügte hinzu: „Es war alles, was an Schutzengeln verfügbar war, draußen“.

Anzeige