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Exhibitionist Mantel
Symbolfoto: Hans-Joerg Hellwig - Fotolia

Bad Schussenried: 61-Jähriger Sexualtäter ermittelt

Ein Exhibitionist hat sich am vergangenen Samstag, den 25.07.2020, bei Roppertsweiler zwei jungen Frauen gezeigt.
Wie die Polizei berichtet, waren gegen 21.30 Uhr eine 29-Jährige und eine 34-Jährige von einer Wanderung zurückgekehrt. Sie stiegen bei dem Parkplatz „Zum Schussenursprung“ in ihr Fahrzeug. Direkt neben dem Auto der Frauen parkte ein dunkler Pkw, an dessen Steuer ein Mann saß. Der schaute längere Zeit zu den Frauen. Deshalb sprach die 29-Jährige den Fahrer an. Scheinbar wollte der aber keine Hilfe. Der Mann stieg dann aus seinem Auto aus und stellte sich vor das Fahrzeug der Wanderinnen. Dort zeigte er sich in schamverletzender Weise mit geöffneter Hose. Die junge Frau reagierte richtig. Sie meldete sich bei der Polizei. Die 29-Jährige konnte das Auto und den Täter gut beschreiben. Auch das Kennzeichen am Fahrzeug wusste sie. So ermittelte die Polizei kurz darauf einen 61-Jährigen als mutmaßlichen Täter. Ihn erwartet jetzt eine Strafanzeige.

Hinweis der Polizei
Exhibitionismus als Form der sexuellen Gewalt ist für die Opfer schwer einzuschätzen. Denn meist kommt eine exhibitionistische Handlung völlig überraschend, so dass das Opfer niemals weiß, ob es „dabei bleibt“ oder das Sich-Bloßstellen nur der Anfang eines schwerwiegenden sexuellen Angriffs darstellt. Diese Wirkung gehört zum Kalkül des Täters: Er erhält seine Befriedigung über die Empörung, den Schrecken und die Abscheu des Opfers. Gerade in den Abendstunden oder an abgelegenen Orten fühlen sich Frauen bzw. Mädchen besonders verunsichert. Unser Tipp: Nehmen Sie von Exhibitionisten (scheinbar) keine Notiz. Gehen Sie zügig weiter. Prägen Sie sich das Aussehen der Täter ein, besonders wichtig sind auffällige Merkmale wie Tätowierungen und Piercings. Oder das Kennzeichen eines Fahrzeugs. Sie sind nicht wehrlos: Sich wehren heißt auch, die Polizei zu verständigen, damit die den Täter ermittelt. Wenden Sie sich deshalb an Ihre Polizei unter Notruf 110.

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