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ADAC Rettungshubschrauber
Symbolfoto: Pixabay

Zwei schwere Unfälle bei Sigmarszell mit mehreren Schwerverletzten

Bei Sigmarszell war es am Samstag, den 15.08.2020, zu zwei schweren Verkehrsunfällen gekommen, dessen Unfallstellen nahe zusammenlagen. Zwei Personen zogen sich schwere Verletzungen zu.

Radfahrer fährt vor Motorrad und wird erfasst
Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem Motorradfahrer ereignete sich am Samstagvormittag gegen 10.00 Uhr auf der Bundesstraße 308 kurz vor dem Dornacher Wald. Ein 24-jähriger Motorradfahrer war in Richtung Lindenberg unterwegs, während ein 72-jähriger Radfahrer sich auf dem rechts parallel befindlichen Radweg befand. Kurz vor dem Motorradfahrer zog dann der Radler, ohne sich um den nachfolgenden Verkehr zu kümmern, auf die Straße und unvermittelt ordnete er sich gleich ohne Rückschau zum Linksabbiegen ein. Der Motorradfahrer versuchte nach links auszuweichen und wurde durch das Abbiegemanöver immer weiter nach links gedrängt. Als beide dann auf gleicher Höhe waren, streckte der Fahrradfahrer jetzt seinen linken Arm aus, um seine Absicht zu signalisieren. Hierbei stieß er jedoch mit dem Arm gegen den Motorradfahrer und kam dadurch zu Sturz. Der Motorradfahrer konnte einen Sturz vermeiden und kam zum Stehen, während der Radfahrer sich im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels schwer verletzte. Zum Abtransport mit einem Rettungshubschrauber musste die B 308 für einige Zeit gesperrt werden.

Oldtimerbus von Pkw erfasst – Beifahrerin wird herausgeschleudert
Einen weiteren schweren Unfall in unmittelbarer Nähe ereignete sich am Samstagabend gegen 19.30 Uhr an der Ampelanlage Bundesstraße 31/Autobahn 96 an der Anschlussstelle Sigmarszell. Eine 22-jährige Autofahrerin kam von der Autobahn und wollte an der Ampel nach links in Richtung Friedrichshafen abbiegen. Die Ampel zeigte für Sie und einen vorausfahrenden PKW auf Grün. In diesem Moment kam aus Richtung Friedrichshafen ein 61-jähriger Autofahrer unter Missachtung des Rotlichts und fuhr ihr frontal gegen die linke vordere Fahrzeugseite. Durch ein Ausweichmanöver geriet er in Folge auf die Gegenfahrbahn und stieß seitlich gegen einen an der Ampel wartenden weiteren Pkw. Hierdurch geriet er ins Schleudern und das Fahrzeug drehte sich. Aufgrund der Rotation wurde die 60-jährige Beifahrerin aus dem Oldtimerbus geschleudert. In dem alten Fahrzeug waren keine Gurte verbaut und die Türe öffnete sich bei der Drehung.

Die Frau verletzte sich schwer an Kopf und Wirbelsäule und musste mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Die anderen Unfallbeteiligten verletzten sich nur leicht. Insgesamt entstand ein Sachschaden von geschätzten 20 000 Euro.

Während der Bergung musste die Unfallstelle für etwa eine Stunde gesperrt werden.

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