Home » Blaulicht-News » Landkreis Dillingen a. d. Donau. » News Raum Dillingen a. d. Donau. » Kreis Dillingen: Covid-19 – Testzentrum des Landratsamtes nimmt Betrieb auf
Testzentrum Kreis Dillingen
Bei der Begrüßung der Soldaten im Testzentrum des Landratsamtes Dillingen im Bild (v.l.) Stellvertretender Landrat Alfred Schneid, Oberleutnant Thomas Ebersoldt, Oberstabsgefreiter Martin Dörr, Dr. Uta-Maria Kastner (Leiterin des Gesundheitsamtes), Oberstleutnant Markus Krahl und Benedikt Kastner. Foto: LRA Dillingen

Kreis Dillingen: Covid-19 – Testzentrum des Landratsamtes nimmt Betrieb auf

Das Covid-19 – Testzentrum im Landkreis Dillingen hat seinen Betrieb aufgenommen, dies teilte das Landratsamt Dillingen am heutigen 24.08.2020 mit.

Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist, zur Bewältigung der Corona-Pandemie u.a. gegen Ende der Sommerferien ein ausreichendes, flächendeckendes Testangebot zur Verfügung zu stellen. Dazu hat der Ministerrat am 10. August 2020 beschlossen, in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein „Bayerisches Testzentrum“ einzurichten.

Dank der Unterstützung durch die Bundeswehr ist der Aufbau des Testzentrums im Landkreis Dillingen im Gebäude des ehem. Gesundheitsamtes in der Weberstraße in Dillingen weit fortgeschritten, sodass mit den ersten Reihentestungen schon begonnen werden konnte.

Zwei Teststationen eingerichtet
In den vergangenen Wochen wurden dort zwei Teststationen eingerichtet, in denen bereits Reihentestungen von Kontaktpersonen beispielsweise im Fall des Kindergarten St. Josef durchgeführt wurden. Derzeit erfolgen dort Reihentestungen des pädagogischen Personals der Kindertageseinrichtungen. Noch vor Schulbeginn sollen auch Lehrkräfte einen Test erhalten. Mit Blick auf die wenigen Ressourcen und Testkapazitäten bei niedergelassenen Ärzten hat der Landkreis zum Betrieb der Teststation ein Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr gestellt. Zehn Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr aus den Standorten Dillingen und Stetten a. kalten Markt werden ab dieser Woche am Testzentrum unterstützend tätig sein.

Auch die Bundeswehr unterstützt
Der Landkreis Dillingen verfügt dank der zahlreichen, gut aufgestellten Hilfsorganisationen über funktionierende Strukturen des Katastrophenschutzes. „Dies haben insbesondere das BRK und das THW beim Betrieb der Teststation in Lauingen über Wochen hinweg mit einem bespielgebenden ehrenamtlichen Einsatz unter Beweis gestellt“, betont Landrat Leo Schrell. Deshalb freue er sich, dass dem Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr binnen weniger Tage stattgegeben wurde und das Gesundheitsamt damit eine weitere schlagkräftige Unterstützung erfährt.

Der Stellvertretende Landrat Alfred Schneid begrüßte vor wenigen Tagen gemeinsam mit der Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Uta-Maria Kastner, und dem Kommandeur des Standortes Dillingen, Oberstleutnant Markus Krahl, die ersten Soldaten im Testzentrum. Dabei betonte Schneid, dass die rasche und unbürokratische Entscheidung auch ein Ausdruck der traditionell guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr, den Behörden und den Kommunen im Landkreis in Krisenlagen sei. Benedikt Kastner erläuterte der Delegation das Konzept des Testzentrums und die vorgesehenen Abläufe.

Oberstleutnant Krahl sagte, dass das Bataillon am Standort Dillingen auf eine lange Geschichte zurückblicken könne. Dabei konnte das Bataillon immer auf die Unterstützung und den Rückhalt in der Bevölkerung vertrauen. Insofern freue er sich, nun der Bevölkerung mit der Unterstützung durch die Soldaten etwas zurückgeben zu können.

Zum Test von Einzelpersonen noch Vorbereitungen nötig
Bis im Testzentrum auch Testkapazitäten für Einzelpersonen geschaffen sind, sind noch weitere organisatorische Vorbereitungen notwendig. Derzeit sind Testungen von Einzelpersonen ohne Veranlassung durch das Gesundheitsamt nicht möglich. Termine für Testungen von engen Kontaktpersonen werden weiterhin vom Gesundheitsamt vergeben und durchgeführt.

Testpflicht für Reiserückkehrer
Reiserückkehrer aus Risikogebieten, soweit sie nicht am Flughafen oder anderen Teststellen der Autobahnen getestet wurden, müssen sich testen lassen. Da es derzeit überall länger dauert bis das Testergebnis vorliegt, sind sie gesetzlich verpflichtet, bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses in Quarantäne zu bleiben. Nur zur Abnahme des erforderlichen Testes beim Hausarzt darf die Quarantäne verlassen werden. Außerdem müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten beim Landratsamt unter 09071/51-449 oder per E-Mail [email protected] und zur Entlassung aus der Quarantäne melden und ein negatives Testergebnis in Deutsch oder Englisch vorlegen.

Testergebnisse können nur aus Ländern anerkannt werden, die beim RKI gelistet sind und unter folgendem Link https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html abrufbar sind. Es gilt außerdem zu beachten, dass die Abstrichentnahme nur maximal 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein darf.

Wer an den vom Testzentrum aus organisatorischen Gründen vorgegebenen Terminen nicht erscheinen kann, kann sich bei jedem niedergelassenen Arzt nach dem bayerischen Testkonzept testen lassen. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern. Ärzte, die Tests auf das Coronavirus anbieten, können unter www.kvb.de unter Eingabe der Postleitzahl abgerufen werden. Nach dem bayerischen Testkonzept dürfen sich alle Personen unabhängig von Symptomen bei niedergelassenen Ärzten testen lassen.

Anzeige