Home » Blaulicht-News » Landkreis Günzburg » News Raum Burgau » MARKT RETTENBACH / LKR. UNTERALLGÄU – Tödlicher Motorradunfall – EG Ölfleck – Neue Erkenntnisse

MARKT RETTENBACH / LKR. UNTERALLGÄU – Tödlicher Motorradunfall – EG Ölfleck – Neue Erkenntnisse

Rund 1 1/2 Jahre nach einem tödlichen Motorradunfall, der sich aufgrund einer vorsätzlich gelegten Ölspur auf der Fahrbahn ereignet hatte, haben sich neue Erkenntnisse ergeben.

Am frühen Abend des 17.04.2011 ereignete sich auf der Staatsstraße 2013 zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren ein schwerer Verkehrsunfall. Ein damals 37-jähriger Motorradfahrer war auf eine Ölspur geraten und tödlich verunglückt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Öllachen auf der Fahrbahn mittels grüner Weinflaschen bzw. klarer Sektflaschen vorsätzlich ausgebracht wurden und es sich um gebrauchtes Motoröl handelt. Aufgrund der Sachlage wurde der Unfall seitens der Staatsanwaltschaft Memmingen als vorsätzliches Tötungsdelikt eingestuft. Die weiteren Maßnahmen, darunter eine Auslobung von 50.000 Euro (darunter insgesamt 45.000 Euro durch zwei Privatpersonen), führten bisher nicht zur Ermittlung des oder der Täter. Derzeit läuft aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine DNA-Reihenuntersuchung bei mehreren hundert Männern aus der Region.

Neue Zeugenaussage bringt neue Erkenntnisse
Aufgrund der Nachforschungen der Kripo Kempten konnte eine neue Zeugin ermittelt werden. Anhand deren Aussage wird die bisherige Annahme der ermittelnden Beamten, dass die Reihenfolge der Aufbringung der zehn Öllachen von Nord nach Süd erfolgte (gemäß der Nummerierung auf der Karte) bestätigt. Zusammen mit den bereits vorhandenen Erkenntnissen lässt sich zudem der Zeitpunkt der Aufbringung der unfallursächlichen Öllache zwischenzeitlich auf einen Zeitraum von maximal 10 Minuten vor den Unfall einschränken.

Besonders bedeutsam ist diese Zeugenaussage dahingehend, dass aufgrund der neuen Erkenntnisse für die Ermittler die begründete Annahme besteht, dass sich der oder die bisher unbekannten Täter um 17 Uhr bereits auf der Rückfahrt befanden. Der / oder die Täter sind daher mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz nach dem tödlichen Unfall an der Unfallstelle eingetroffen und konnten sich somit ein Bild von den Folgen ihrer Tat machen. Seitens der Kripo Kempten wird nicht ausgeschlossen, dass sich der/die Täter sogar länger an der Unfallstelle aufgehalten haben könnte/n, daher werden dringend weitere Erkenntnisse zu den vor Ort anwesenden Personen benötigt; auch um diese als mögliche Verdächtige ausschließen zu können.

Aufgrund dieses neuen Sachstandes bitten die Beamten der Ermittlungsgruppe Ölfleck erneut um Zeugenhinweise. Insbesondere werden alle Personen gebeten sich bei der Kripo Kempten zu melden die:

• nach dem Unfall im Zeitraum bis zur vollständigen Sperrung der Strecke an der Unfallstelle vorbeifuhren

• an die Unfallstelle gelangten und dort warten mussten

• im Zusammenhang mit dem Unfall in dem Bereich der Unfallstelle fotografiert haben und auf diesen Bildern Personen oder Fahrzeuge abgebildet sind.


Hinweise erbittet die Kripo Kempten unter der Tel. 0831/9909-0.

 

 

Anzeige
x

Check Also

Alkoholkontrolle betrunken

Neu-Ulm: Bei Kontrolle eines Transporter-Fahrers Führerschein sichergestellt

Am Sonntagmorgen, 22.09.2019, gegen 03.00 Uhr, kontrollierte die Streife der Polizeiinspektion Neu-Ulm im Starkfeld einen Kleintransporter. Bei dem 41-jährigen bulgarischen Fahrer konnte im Rahmen der ...

Alkohol Bier

Biberachzell: Nach Verkehrskontrolle Bußgeld und Fahrverbot

In der Nacht auf den 22.09.2019 wurde ein Pkw-Fahrer im Bereich Biberachzell einer Verkehrskontrolle unterzogen. Bei dem 21-jährigen Fahrer konnte deutlicher Alkoholgeruch wahrgenommen werden. Ein ...