Home » Blaulicht-News » Autobahnen » News Autobahn A8 » Elchingen/A8: Unfall eines Anhänger-Gespann – Lkw bildet keine Rettungsgasse
Anhaenger umgekippt Unfall
Symbolfoto: Mario Obeser

Elchingen/A8: Unfall eines Anhänger-Gespann – Lkw bildet keine Rettungsgasse

Ein Verkehrsunfall auf der Autobahn 8 bei Elchingen ereignete sich am Abend des 06.10.2020. Die Polizei hatte Probleme, die Unfallstelle zu erreichen. Ein Sattelzugfahrer bildete keine Rettungsgasse.

Am 06.10.2020, um 21.54 Uhr befuhr ein 50-Jähriger mit seinem Kleintransporter-Anhänger-Gespann die A8 in Fahrtrichtung München. Das Gespann war insgesamt mit drei Fahrzeugen beladen, wovon sich zwei auf dem Anhänger befanden. Kurz vor dem Autobahnkreuz Ulm-Elchingen verlor der 50-Jährige bei starkem Regen und der den Witterungsverhältnissen nicht angepassten Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Gespann. Der Anhänger kippte um, löste sich vom Zugfahrzeug und blieb quer auf der Fahrbahn liegen, sodass die Fahrbahn komplett blockiert wurde. Durch den Unfall wurde die Schutzplanke links- und rechtsseitig der Fahrbahn beschädigt. Zudem wurde die Fahrbahndecke in Mitleidenschaft gezogen.

Der Schaden beläuft sich nach momentaner Schätzung auf 10.000 Euro. Am Kleintransporter-Anhänger-Gespann sowie den geladenen drei Pkw entstand Totalschaden, welcher sich auf 20.000 Euro beläuft.

Der 50-jährige Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Zur Unfallaufnahme und zur Räumung der Unfallstelle musste die Autobahn für etwa zwei Stunden komplett gesperrt werden.

Schlecht gebildete Rettungsgasse – Sattelzug sorgt für Verzögerung
In diesem Zusammenhang fuhr eine weitere Streife der Autobahnpolizei Günzburg zur Unterstützung bei der Unfallaufnahme an. Aufgrund des bereits gebildeten Staus hatte die Streife Mühe, die Unfallstelle zu erreichen, da ein Teil der Verkehrsteilnehmer die vorgeschriebene Rettungsgasse nicht oder nicht ausreichend bildeten. Dies gipfelte darin, dass ein 39-jähriger Sattelzugführer nicht die vorgeschriebene Rettungsgasse bildete, obwohl sich das Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn hinter seinem Fahrzeug befand. Den zudem eindeutigen Weisungen der eingesetzten Beamten kam er ebenfalls nicht nach. Erst mit Nachdruck bildete der 39-Jährige die Rettungsgasse. Durch das Verhalten des 39-Jährigen erreichte die Steife den Unfallort erst mit erheblicher Verzögerung. Den 39-Jährigen erwartet nun ein Bußgeld im dreistelligen Bereich. (Symbolfoto)

Anzeige