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Hier eine Kontrollstelle an der B19 in Heidenheim. Foto: Dennis Straub

Verkehrskontrollen: Zu schnell, mit Handy, unter Drogen, ohne Versicherung

Zahlreiche Verkehrsteilnehmer musste die Polizei bei Kontrollen am Mittwoch. 21.10.2020 im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Ulm beanstanden. Es wurde an mehreren stationären Orten mit teils starken Kräften kontrolliert. Auch ortsunabhängig wurden Fahrzeugführer unter die Lupe genommen.

Durch ihre Kontrollen möchte die Polizei die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und die Anzahl schwerer Unfälle senken. Dabei muss sie vieles im Blick haben, insbesondere die Hauptursachen. Zu denen zählen nach wie vor Ablenkung, Geschwindigkeit sowie Alkohol und Drogen am Steuer. Bereits zu Beginn des Jahres hat die Polizei intensive Kontrollen angekündigt, die sie auch täglich durchführt. So auch am Mittwoch.

Raum Biberach
In Biberach führte die Polizei am Mittwochmorgen Geschwindigkeitskontrollen in der Memminger Straße durch. 50 Stundenkilometer sind dort erlaubt. Fünf Fahrer waren mindesten mit 71 km/h unterwegs und müssen jetzt mit Bußgeldern und einem Punkt im Zentralregister rechnen. Drei weitere Fahrer hatten den Gurt nicht angelegt und einer benutzte das Handy. Für einen 25-Jährigen war die Fahrt mit einem Kleintransporter zu Ende. Bei ihm hatten die Beamten den Verdacht, dass er sich unter der Einwirkung von Drogen ans Steuer gesetzt hatte. Deswegen musste er auch eine Blutprobe abgeben. Am Mittag stoppte die Polizei in der Memminger Straße noch einen weiteren Fahrer, der mit 80 Sachen deutlich zu schnell war. Einen 28 Jahre alten Mann kontrollierten Polizisten in der Freiburger Straße. Er war gegen 17.00 Uhr auf einem E-Scooter unterwegs, der nicht versichert war. In Dürmentingen telefonierte eine Seniorin während der Fahrt. Ebenso ein 36-Jähriger in Schemmerhofen.

Raum Göppingen
In Göppingen stoppte die Polizei gleich 20 Fahrer, die ihr Handy benutzten oder nicht angeschnallt waren. Ein VW-Fahrer sorgte nicht dafür, dass seine zwei Söhne richtig gesichert waren. Sechs weitere fuhren im Bereich Stuttgarter Straße / Christian-Grüninger-Straße bei Rot über die Ampel. Ein 15-Jähriger wird wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt, weil er mit einem frisierten Peugeot-Roller unterwegs war. An dem Roller wurden einige Veränderungen vorgenommen, sodass die Betriebserlaubnis erlosch. Die Variomatik und der Vergaser waren verändert und der Sportauspuff entdrosselt. Weiterfahren durfte der Jugendliche nicht mehr. Auch der Fahrer eines Lastwagens durfte nicht mehr weiter, weil sein Iveco wegen mehreren Mängeln verkehrsunsicher war. Ohne Versicherung auf dem E-Scooter war am Mittag ein 26-Jähriger in Faurndau unterwegs. Auch er durfte nicht mehr weiterfahren und muss mit einer Anzeige rechnen. In Albershausen fiel einer Polizeistreife ein Audi auf, bei dem seit fast einem Jahr die Hauptuntersuchung fällig ist. Einen Trucker stoppten Polizisten auf der Autobahn bei Bad Boll, weil er einen anderen Lastwagen im Überholverbot überholt hatte. In Uhingen musste kurz vor Mitternacht ein Autofahrer seinen Führerschein abgeben, weil er zu viel Alkohol getrunken hatte. Ein weiterer Mann benutzte in Uhingen das Handy am Steuer. In Heiningen machte ein Lastwagenfahrer Polizisten auf sich aufmerksam, weil es funkte. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass ein Reifen soweit abgefahren war, dass bereits die Karkasse sichtbar war. Die Funken waren durch das Reiben des Stahlgewebes auf der Straße entstanden. Der 52-Jährige durfte nicht mehr weiterfahren. Er und der Fahrzeughalter werden angezeigt. Zu schnell waren zwei Fahrer am frühen Donnerstag in Eislingen. Sie stoppte die Polizei in der Göppinger Straße im 70er Bereich, weil sie mindestens 21 km/h schneller als erlaubt fuhren.

Raum Heidenheim
Hier fand unter anderem eine Großkontrolle auf einem Parkplatz an der B19 in Heidenheim statt. In Heidenheim stoppte die Polizei fünf Fahrer, die mutmaßlich unter der Einwirkung von Drogen standen. Ein weiterer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Einen Trucker hielten Polizisten auf der Autobahn an. Der 52-Jährige hatte mehrmals die zulässige Geschwindigkeit von 80 km/h überschritten. Weil der Mann in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Zwei weitere Fahrer stoppte die Polizei in Giengen und in Heidenheim, weil sie das Handy benutzten.

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Foto: Dennis Straub

Raum Ulm
Fünf Fahrer, die alkoholisiert waren oder mutmaßlich unter Drogen standen, waren in Ulm und im Alb-Donau-Kreis unterwegs. Einen 25-Jährigen kontrollierte die Polizei in der Blaubeurer Straße. Der Mann schien unter der Einwirkung von Drogen zu stehen und steht im Verdacht, zuvor gegen einen Poller gefahren zu sein. Er sei uneinsichtig gewesen und soll sich bei der Durchsuchung widersetzt haben. Bei seinem Beifahrer fanden die Polizisten eine Kleinmenge Marihuana. Auch er soll unter Drogeneinwirkung gestanden haben. Auch in Unterweiler kontrollierte die Polizei einen Autofahrer, der mutmaßlich unter Drogen stand. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten sie sein Auto, in welchem er rund 80 Gramm Marihuana hatte. Die Beamten beschlagnahmten die Drogen. In Allmendingen stoppte die Polizei eine Frau, die mutmaßlich Amphetamin und Marihuana konsumiert hatte. Die 25-Jährige musste ihren Führerschein und eine Blutprobe abgeben. Uneinsichtig zeigte sich ein Mann in Schelklingen. Ihm hatten Polizisten die Fahrt untersagt, weil er mutmaßlich unter der Einwirkung von Drogen stand. Später sahen ihn die Beamten mit dem Auto fahren, weshalb er eine Blutprobe abgeben musste und jetzt mit einer Anzeige rechnen muss. Zu viel Alkohol hatte ein Autofahrer in Ehingen getrunken. Der 43-Jährige war einer Polizeistreife auf der B311 wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen. Er musste seinen Führerschein und eine Blutprobe abgeben. Über das Überholverbot zwischen Donaustetten und Erbach setzten sich eine Fiat-Fahrerin und ein Audi-Fahrer hinweg. Auch sie müssen jetzt mit Anzeigen rechnen. Zwischen Beimerstetten und Dornstadt hielten sich zwei Fahrer nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit und in Langenau benutzte eine Frau während der Fahrt das Handy.

In Zeiten von Corona zeigt die Polizei, dass sie deswegen nicht die Gefahren im Straßenverkehr aus dem Blick verliert. Das Ergebnis der Kontrollen zeige deren Wichtigkeit.

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