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RAUM AUGSBURG – Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Augsburg warnt vor falschen Bankmitteilungen


Internetkriminalität – Vorsicht vor falschen Bankmitteilungen

Mit gefälschten Briefen, E-Mails und Pop-up-Fenstern in ihrem Online-Banking-Account werden Bankkunden manipuliert, ihre Zugangsdaten bzw. TAN einzugeben. Die Schreiben und Mitteilungen sind den Originalseiten einer Bank täuschend ähnlich. Mit drei neuen Vorgehensweisen umgehen die Betrüger sichere Online-Banking-Verfahren:

  1. Wenn ein Kunde  sein Online-Banking-Konto nützt, wird er über ein Pop-up-Fenster zu einer “Testüberweisung” aufgefordert. Zwischenzeitlich täuscht ein Trojaner die Bank indem er vorgibt, der Kunde wolle eine Überweisung tätigen. Bekommt der Kunde nun die entsprechende TAN über m-TAN , Chip-TAN  bzw. HBCI-Verfahren zugeschickt, tätigt er die “Testüberweisung”, weil sonst sein Konto gesperrt werden würde. In diesem Moment gehen vom Konto des Kunden Beträge in Höhe von mehreren Tausend Euro weg. Da über die Schadsoftware auch die Kontoübersicht manipuliert wird, bekommt der Geschädigte von den Abbuchungen nichts mit.
  2. Eine weitere Betrugsmasche ist die “Rückbuchung einer irrtümlich eingegangenen Gutschrift”. Die manipulierte Kontoübersicht zeigt dem Betroffenen an, dass der Betrag tatsächlich eingegangen ist. Über ein eingeblendetes Fenster wird dem Kunden das Konto eines Finanzagenten, auf das die “Fehlbuchung” überwiesen werden muss, angezeigt.
  3. Besonders dreiste Betrüger teilen Bankkunden über ein Pop-up-Fenster mit, dass ihnen ihre Bank eine neue kostenlose SIM-Karte zuschicken wird. Dies sei notwendig und sicherer. Nutzer des m-TAN-Verfahrens haben bei manchen Banken die Möglichkeit, online eine neue Handynummer anzugeben, unter der sie künftig ihre TAN empfangen. Dazu schickt die Bank per SMS ihren Kunden eine TAN auf das bisherige Handy. Gibt der Betroffe nun die TAN  in das eingeblendete Fenster  ein, wird die hinterlegte Handynummer des Kunden mit der Täternummer ausgetauscht. So  landen künftige TANs  auf dem Handy des Betrügers. Da er das Online-Banking-Konto auch unter seiner Kontrolle hat, können in den nachfolgenden Tagen mehrere illegale Abbuchungen vom Konto des Geschädigten erfolgen. Der Schaden wird erst bemerkt, wenn der Kunde zum Kontoauszugsdrucker  oder an einen nicht infizierten PC geht , um seinen Kontostand zu überprüfen. Wie in den beiden anderen Fällen wird auch hier die Online-Kontoübersicht durch die Schadsoftware manipuliert.


Deshalb rät Ihnen die Augsburger Kriminalpolizei:

  • Folgen Sie nicht den angeblichen Aufforderungen der Banken per E-Mail oder über eingeblendete Fenster, sondern fragen Sie sicherheitshalber bei Ihrer Bank nach.
  • Rufen Sie keinen Link auf, den Ihnen angeblich Ihre Bank zuschickt, um nötige Sicherheitseinstellungen vorzunehmen.
  • Geben Sie niemals Zugangs- und Transaktionsdaten weiter, wenn Sie im Internet danach gefragt werden. Weder Behörden noch die Banken werden Sie je online zu diesen Daten befragen.
  • Falls Sie Zweifel haben, sollten Sie die Angaben hinsichtlich der Kontoübersicht an einem anderen PC oder am Geldautomaten überprüfen.

Die Polizei rät generell davon ab, geschäftliche Transaktionen über Ihr Smartphone zu tätigen. Meist haben internetfähige Handys keinen ausreichenden Virenschutz und die Betrüger haben hier ein leichtes Spiel.

 

 

 

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