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NEU-ULM – Weitere Erkenntnisse zu den tödlichen Schüssen

Im Fall der folgenschweren Schüsse durch die ein Mann schwere Verletzungen und ein zweiter Mann tödliche Verletzungen erlitten hatte, machen die Ermittlungen Fortschritte.

Aufgrund der Ermittlungen vor Ort und der noch in der Nacht durchgeführten Zeugenvernehmung ist nach derzeitigem Ermittlungsstand davon auszugehen, dass es sich bei dem Vorfall in der Industriestraße um eine vereinbarte Aussprache zwischen vier Personen aus dem Rotlichtumfeld sowie drei Personen, die der Rockerszene nahe stehen, handelte.

Bei dem Gespräch kam es zu einer Eskalation in deren Verlauf einem 26-jähriger Mann, welcher der Rockerszene nahe steht, eine Verletzung zugefügt wurde. Im weiteren Verlauf wurden von einer bisher unbekannten Person, mehrere Schüsse abgegeben. Hierbei wurden die beiden im Security Bereich tätigen 41 bzw. 31 Jahre alten Männer von Schüssen jeweils im Rumpfbereich getroffen. Die drei Personen mit Bezug zur Rockerszene flüchteten vom Tatort wobei sie von den unverletzten Personen mit Bezug zum Rotlichtmilieu verfolgt wurden. Unbeteiligte Personen, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, verständigten aufgrund der Schüsse die Polizei.

Haftbefehl erlassen
Im Laufe der Ermittlungen ergaben sich noch in der Nacht Hinweise auf die Identität des 26-jährigen Mann, sowie auf die eines seiner Begleiter. Der 26-jährige Deutsche konnte noch im Rahmen der ersten Fahndungsmaßnahmen angetroffen werden. Aufgrund seiner Verletzung wurde er zunächst in einem Krankenhaus medizinisch versorgt und im Nachgang bei der Polizei zur Tat vernommen. Der Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen im Laufe des Nachmittags dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen den Mann einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts eines gemeinschaftlich begangenen Tötungsdeliktes. Der 26-Jährige wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Fahndung nach seinem 21-jährigen Begleiter, in deren Verlauf auch Einsatzkräfte einer Spezialeinheit eingebunden waren, verlief bisher negativ. Die Identität der dritten Person aus dem Rockerbereich, von welcher nach derzeitigem Stand die Schüsse abgegeben worden sind, ist steht derzeit noch nicht fest. Bei Durchsuchungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden bisher zwei Schreckschusswaffen, jedoch noch nicht die Tatwaffe aufgefunden.

Rockergruppierung Rock Machine MC
Die Ermittlungen zu dem Hintergrund des Treffens sowie die Fahndungsmaßnahmen nach der flüchtigen sowie nach der bisher unbekannten Person dauern an. Bei der Rockergruppierung handelt es sich um Rock Machine MC, einer im Bereich Ulm / Neu-Ulm ansässige regionale Gruppierung mit maximal 20 Angehörigen die derzeit keiner der bekannten großen Rockergruppierungen nahe stehen. Anhaltspunkte, dass es sich bei dem Tötungsdelikt um eine Tat zwischen rivalisierenden Rockergruppierungen handelt liegen derzeit nicht vor.

redline

 

5. Bezugsmeldung – Nachtrag vom 28.12.2012:
NEU-ULM – Nach tödlichen Schüssen am 16.12.2012 noch viel Arbeit für die Sonderkommision

4. Bezugsmeldung – Nachtrag vom 21.12.2012:
NEU-ULM / KOBLENZ – Festnahme der Tatverdächtigen nach tödlichen Schüssen in Neu-Ulm

2. Bezugsmeldung – Nachtrag vom Nachmittag des 17.12.2012:
NEU-ULM – Weitere Erkenntnisse nach tödlichen Schüssen im schwäbischen Neu-Ulm

1. Bezugsmeldung – Nachtrag vom Vormittag des 17.12.2012:
NEU-ULM – Nach Schüssen in Neu-Ulm ist ein 31-jähriger verstorben

Erstmeldung in der Nacht von 16.12.2012 auf 17.12.2012:
NEU-ULM – Zwei Männer durch Schüsse teils lebensbedrohlich verletzt

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