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MEMMINGEN / LKR. UNTERALLGÄU – Polizei beendet Rauschgifthandel – Nachbar versteckt Rauschgift

Mit mehreren Festnahmen und umfangreichen Sicherstellungen endete ein Rauschgifteinsatz der Polizei Anfang dieser Woche (KW02/2013)

Sichergestelte

Sichergestelte Betäubungsmittel und weitere sichergestellte Gegenstände

Rauschgifthandel in WG
Bei der Kripo Kempten war bekannt geworden, dass in einem Gebäude in einer in der Nähe von Memmingen gelegenen Gemeinde zahlreiche Betäubungsmittelkonsumenten verkehren. Die weiteren Ermittlungen bestätigten den Verdacht, dass dort in einer WG ähnlichen Wohnung Rauschgifthandel betrieben wird. Aufgrund der polizeilichen Erkenntnisse wurde am 07.01.2013 das Gebäude durchsucht, nachdem durch die Staatsanwaltschaft Memmingen beim Amtsgericht ein entsprechender Beschluss beantragt worden war. Da zudem Hinweise vorlagen, dass eine der dort wohnenden Personen im Besitz einer Schusswaffe sei, wurde eine Spezialeinheit zur Durchsuchung hinzugezogen.

Neben kleineren Mengen anderer Drogen und Substanzen auch 2 Kg Marihuana sichergestellt
Bei der Durchsuchung dieser Wohnung, sowie von drei weiteren Wohnung, zu denen in dem Fall Bezüge bestanden, konnten neben diversen Kleinmengen von Cannabisprodukten und mehreren Ecstasytabletten auch über 2.000g Marihuana, über 400g Amfetamin, über 5kg Streckmittel, eine scharfe Schusswaffe ein Teleskopschlagstock, ein Elektroschockgerät sowie weitere Beweismittel sichergestellt werden. Zwei 21-jährige Männer, ein 24-jähriger und ein 27-jähriger Mann wurden ebenso wie eine 18-jährige und eine 45-jährige Frau festgenommen. Die Festgenommenen stammen aus dem Landkreisen Unterallgäu, Ostallgäu sowie dem Alb-Donau Kreis.

Mit gestohlenen Kennzeichen aus den Niederlanden Drogen eingeführt
Die weiteren polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass drei der Männer die Betäubungsmittel in den Niederlande erworben hatten und auf der Rückfahrt ihre Fahrzeuge mit entwendeten Kennzeichen versehen hatten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurden die vier tatverdächtigen Männern dem Haftrichter vorgeführt, welcher Haftbefehl wegen des Verdachts der bandenmäßigen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erließ. Die beiden Frauen wurden nach ihrer Vernehmung wieder entlassen.

Vermeintlich Unbeteiligter fand von Beschuldigten weggeworfene 3 Kg Amfetamin und versteckte es
Da bei der Durchsuchung nicht alle Betäubungsmittel aufgefunden werden konnten, welche von den Männern eingeführt worden waren, wurde am Montagnachmittag unter Einbindung eines Polizeihubschraubers mit einer umfangreichen Suchaktion in dem Gemeindebereich begonnen. Die zunächst vergebliche Suchaktion wurde am Dienstag fortgesetzt und endete am späten Nachmittag erfolgreich mit der Festnahme eines 53-jährigen Mannes. Dieser hatte ein Packet mit insgesamt 3.000g Amfetamin aufgefunden, welches von den Tatverdächtigen kurz vor dem polizeilichen Zugriff aus dem Fenster geworfen worden war. Statt dies der Polizei mitzuteilen, versteckte er seinen Fund. Der Mann wurde nach der erfolgten Vernehmung wieder entlassen. Gegen ihn wird wegen des Besitzes von Betäubungsmittel in nicht geringer Menge ermittelt.

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