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AUTENRIED / LKR. GÜNZBURG – Ammoniakaustritt in Brauerei

AUTENRIED / LKR. GÜNZBURG – Ammoniakaustritt in Brauerei

Wegen Bauarbeiten kam es am Morgen des 09.01.2013 gegen 08:45 Uhr, zur Beschädigung einer Ammoniakleitung einer Brauerei im Ichenhausener Ortsteil Autenried.

Gegen 08.45 Uhr ging die Mitteilung über den Gasaustritt bei einer Brauerei in der Bräuhausstrasse in Autenried bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller in Krumbach ein.
Bei Arbeiten wurde eine Gasleitung durchtrennt, durch welche Ammoniak strömte. Es gelang, die Zuleitung abzudrehen. Dennoch strömte weiterhin das in der Leitung, welche etwa 100 Meter lang ist, befindliche Ammoniak kontrolliert heraus.

Unmittelbare Anwohner wurden gewarnt
Wegen der möglichen Gesundheitsgefährdung wurde der Nahbereich durch Polizeibeamte und Feuerwehrleute abgesperrt. Die Bewohner, der im näheren Umfeld befindlichen Wohnungen, wurden gewarnt und gebeten Fenster und Türe geschlossen zu halten. Der Feuerwehr gelang es, das noch austretende restliche Ammoniak mit Wasser niederzuschlagen. Durch Einsatz schwerer Chemieschutzanzügen gelang es den Einsatzkräften, das Leck in der Leitung gegen 11 Uhr abzudichten.

Drei Verletzte
Durch das Ammoniak wurden zwei Arbeiter und ein Polizeibeamter leicht verletzt. Sie inhalierten die Gase versehentlich und erlitten Reizungen in den Atemwegen.

Verletzte Mitarbeiter der Brauerei konnten das Krankenhaus wieder verlassen
Noch bevor die Arbeiten zur kompletten Schließung des Lecks an der Leitung gegen 14.45 Uhr beendet waren, hatten die zwei verletzten Arbeiter das Krankenhaus wieder verlassen. Der Verdacht auf Ammoniakverätzung bestätigte sich bei ihnen nicht.

Polizei leitet Ermittlungen einP_Stern
Von der Günzburger Polizei werden Ermittlungen wegen Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und einer Umweltstraftat eingeleitet. Im Rahmen dessen konnte bislang festgestellt werden, dass einer der beiden Brauhausangehörigen mit Reparaturarbeiten an der Leitung zwischen zwei Absperrriegeln beschäftigt war. Die Riegel waren versperrt, es befand sich aber noch restliches Gas in der Leitung als er diese durchtrennte. Der andere Arbeiter war im Umfeld mit einer anderen Tätigkeit beschäftigt als das Gas austrat. Dennoch atmete er offenbar unmittelbar etwas Ammoniak ein.

Erster Bürgermeister aus Ichenhausen Hans Klement, der Chef der Polizeiinspektion Günzburg Ernst Maguhn, sowie Kreisbrandrat Robert Spiller machten sich vor Ort ein Bild der Situation.

Großaufgebot der Rettungsorganisationen
Zur Versorgung der Patienten und zur Absicherung der im Innenangriff eingesetzten Feuerwehrmänner war ein Großaufgebot des Roten Kreuzes mit mehreren Fahrzeugen und etwa 20 Kräften an der Einsatzstelle. Etwa 75 Kräfte der Feuerwehr Autenried, Ichenhausen, Günzburg, Beuren, Dürrlaungen, Deffingen und das THW-Günzburg und Krumbach waren in den Einsatz eingebunden.

Die Ortsdurchfahrt Autenried war zu den Maßnahmen über Stunden gesperrt. eine Umleitung wurde über Rieden eingerichtet.

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