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STADT GÜNZBURG – Gerüstet für den Wandel Stadtverwaltung entwickelt mit Betroffenen Seniorenpolitisches Gesamtkonzept für Günzburg

Die demografische Entwicklung stellt Kommunen vor große Herausforderungen. Um den Anforderungen durch gesellschaftliche Veränderungen gerecht zu werden, entwickelt die Stadtverwaltung derzeit in engem Schulterschluss mit Vertretern des Seniorenbeirats und der Lokalpolitik sowie verschiedenen vom demographischen Wandel betroffenen Einrichtungen ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept für die Große Kreisstadt.

Die Moderatorin Brigitte Herkert von der „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA)“ erklärte den Teilnehmern den Ablauf des Workshops. Foto: Stadt Günzburg

Die Moderatorin Brigitte Herkert von der „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA)“ erklärte den Teilnehmern den Ablauf des Workshops. Foto: Stadt Günzburg

Hierfür wurden in einem zweitägigen Workshop zu seniorenrelevanten Themen Arbeitsgruppen gebildet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Brigitte Herkert von der „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA)“. Die Ergebnisse des Workshops, der am vergangenen Wochenende im Pfarrzentrum St. Martin stattfand, bilden die Basis für das Seniorenpolitische Gesamtkonzept, das in den kommenden Monaten erarbeitet werden soll.

Pressesprecherin der Stadt Günzburg Sabrina Schmidt: „Bei dem Konzept geht es vor allem darum, die Lebensbereiche von Seniorinnen und Senioren so zu gestalten, dass lange ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in der Mitte der Gesellschaft möglich ist“, erklärt Pressesprecherin Sabrina Schmidt. „Deshalb war es wichtig, in einem ersten Schritt die Teilnehmer zu ihren Erfahrungen, Meinungen, Wünschen und Bedürfnissen zu befragen, um daraus in einem zweiten Schritt Maßnahmen abzuleiten.“

Auf der Workshop-Agenda standen so weitreichende Themen wie integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, Wohnen zu Hause, Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit, Kooperations- und Vernetzungsstrukturen, präventive Angebote, gesellschaftliche Teilhabe, bürgerschaftliches Engagement für und von Seniorinnen und Senioren, Betreuung und Pflege, Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Hospiz- und Palliativversorgung.

Helmut Stammer Leiter vom Ordnungs- und Sozialamt:„Diese Themengebiete wurden dann von sechs sehr heterogenen Arbeitsgruppen bearbeitet“, berichtet der Leiter vom Ordnungs- und Sozialamt, Helmut Stammer. „Auf Stellwänden präsentierten die einzelnen Arbeitsgruppen, was gut läuft, welche weiteren Maßnahmen ergriffen und wie diese umgesetzt werden sollen.“

Beim Thema „Präventive Angebote“ lobten die Teilnehmer etwa die Kultur- und Sportangebote sowie das Seniorenwandern. Bedarf sah die Arbeitsgruppe bei der Ernährungsberatung und der Sturzprävention.

Am Ende des zweitägigen Workshops hatten die Arbeitsgruppen vier konkrete Ziele benannt, die im nächsten Arbeitsschritt in das Seniorenpolitische Gesamtkonzept überführt werden sollen. So sollen mehr seniorenrelevante Artikel in der Tagespresse platziert werden, der Bau von Seniorenwohnungen und Sozialwohnungen für Senioren forciert werden und die Heimangebote ausgebaut werden.

Helmut Stammer Leiter vom Ordnungs- und Sozialamt: „Auch im Bereich der Kurzzeitpflege, der Tagespflege und der Palliativversorgung sehen die Teilnehmer konkreten Verbesserungsbedarf“, so Helmut Stammer.

Zudem soll ein zentraler Seniorentreffpunkt entstehen. Dort möchte der neu gewählte Seniorenbeirat künftig seine Sprechstunde abhalten und sich mit Interessierten vernetzen. Außerdem regten die Workshopteilnehmer an, eine so genannte Kulturtafel einzurichten. „Über diese virtuelle Tafel sollen künftig Restkarten verbilligt an bedürftige Senioren ausgegeben werden.“

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig: Jauernig lobte das Engagement der Teilnehmer. „Ich denke, der Workshop war für alle Teilnehmer sehr wertvoll. Wir haben erstmals alle, die mit Seniorenarbeit in Berührung kommen, an einen Tisch bekommen und haben von ihnen ganz viele wichtige Anregungen erhalten, die es nun aufzuarbeiten gilt.“ Der Rathauschef betonte, dass der demographische Wandel und die Frage des Alterns letztlich alle betreffe: „Heute wie morgen kommt es nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.“ Gerade in einer Zeit, in der die Drei-Personen-Familie an die Stelle des Drei-Generationen-Haushaltes getreten ist, betreffe die Frage nach einem selbstbestimmten Leben im Alter weite Personenkreise.

In den kommenden Wochen wird Brigitte Herkert von der „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung“ die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse in einem Protokoll zusammenfassen und sämtlichen Teilnehmern zur Verfügung stellen. Im Anschluss daran wird die Verwaltung einen Konzeptentwurf erstellen, mit dem Seniorenbeirat abstimmen und dann dem Stadtrat vorlegen.
Folgende Behörden, Einrichtungen und Vereine haben an der Veranstaltung teilgenommen:

  • Albertus-Magnus-Wohnstätte
    Am Freitagnachmittag beschäftigte sich eine der sechs Arbeitsgruppen mit den seniorenrelevanten Themen „Betreuung und Pflege“, „Hospiz und Palliativversorgung“ und „Unterstützung pflegender Angehöriger“. Foto: Stadt Günzburg

    Am Freitagnachmittag beschäftigte sich eine der sechs Arbeitsgruppen mit den seniorenrelevanten Themen „Betreuung und Pflege“, „Hospiz und Palliativversorgung“ und „Unterstützung pflegender Angehöriger“. Foto: Stadt Günzburg

  • Bezirk-Schwaben-Stiftung
  • Bezirkskliniken Schwaben
  • Bayer. Rotes Kreuz Günzburg
  • Caritasverband für den Landkreis Günzburg
  • Generationsfreundliches Einkaufen
  • Katholischer Frauenbund
  • Kreisverkehrswacht Günzburg
  • Landratsamt Günzburg
  • Pflegedienst Ruoff-Schmidt
  • Raphael-Hospiz-Verein e.V.
  • Seniorenbeirat der Stadt Günzburg
  • Seniorengruppe der SG Reisensburg-Leinheim
  • Seniorentreff Naturfreunde Günzburg
  • Sozialstation Günzburg e.V.
  • Mitglieder des Günzburger Stadtrates
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Günzburg
  • STELLWERK
  • VdK Günzburg
  • Wahl-Linder’sches Altenheim

 

 

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