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Symbolfoto: Mario Obeser

Polizeipräsidium Schwaben Süd-West zieht insgesamt eine positive Bilanz für die Silvesternacht 2013/2014

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West in Kempten mitteilt, kann nach den bisher vorliegenden Informationen eine positives Fazit zur Silvesternacht 2013/2014 gezogen werden. Der Jahreswechsel verlief im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zwar einsatzreich, aber überwiegend ohne schwerwiegende Vorfälle. Ein Kellerbrand in Günzburg forderte 60.000 Euro Sachschaden.

250 Notrufe gingen ein
Im Zeitraum zwischen 31.12.2013 19:00 Uhr und dem Neujahrsmorgen 06:00 Uhr verzeichnete die Einsatzzentrale der Polizei rund 250 Notrufe, aus denen knapp unter 200 Einsätze hervorgingen. Insgesamt lag das Einsatzaufkommen, wie in den Jahren zuvor, auf einem doppelt so hohen Niveau wie in einer normalen Nacht. Bemerkenswert ist, dass das Einsatzaufkommen trotz der ausnehmend guten Witterung, die zum Feiern im Freien eingeladen hat, gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % rückläufig war.

Alkoholkonsum und Ruhestörungen waren oft ein Problem
Während der gesamten Nacht kam es zu einer Vielzahl von Einsätzen wegen Ruhestörungen. Ab Mitternacht kam es vermehrt zu Einsätzen im Zusammenhang mit stark alkoholisierten Personen die hilflos waren, oder eine medizinische Behandlung verweigerten. Mindestens vier Minderjährige mussten aufgrund Alkoholvergiftungen medizinisch betreut werden. Ebenfalls ab Mitternacht kam es vermehrt zu körperlichen Auseinandersetzungen. Auch hier waren die Beteiligten durchwegs alkoholisiert.

Brände und Sachbeschädigungen
Wie in den Jahren zuvor mussten auch dieses Jahr Feuerwehr und Polizei zu Bränden durch Feuerwerkskörper ausrücken. In der Mehrzahl handelte es sich um Brände von Hecken, Bäumen oder Grasflächen.

In Neu-Ulm wurden leere Getränkekisten in einem Außenlager durch eine Rakete in Brand gesteckt, hierbei entstand ein Schaden von 100 EURO. Analog wurde in Memmingen in einem Industriebetrieb ein Brand von Paletten verursacht, bei dem ein Schaden von 200 Euro entstand. In Lindenberg entstand bei einem Pkw Brand, der durch einen Feuerwerkskörper ausgelöst wurde 2.000 Euro Schaden. In Neu-Ulm, Kaufbeuren und Kempten setzten Böller den Inhalt von Wertstoffcontainern in Brand. In Krumbach wurde die Eingangstüre eines Geschäftsgebäudes ebenso wie die Heckscheibe eines Pkw in Sonthofen durch eine Rakete stark beschädigt.

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Symbolfoto: Obeser

Kellerbrand in Günzburg verursacht 60.000 Euro Sachschaden
Der schwerwiegendste Brand ereignete sich gegen 00:15 Uhr in der Adelbert-Stifter Straße in Günzburg. Hier entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von 60.000 Euro bei einem Kellerbrand, der vermutlich durch die unsachgemäße Handhabung eines pyrotechnischen Gegenstandes ausgelöst wurde.
Über Verletzte liegen keine Erkenntnisse vor.

Nahezu zur selben Zeit wurde ein weiterer Kellerbrand in Günzburg gemeldet, nur wenige Straßen von dem ersten Kellerbrand entfernt. Die Leitstelle Donau-Iller alarmierte daraufhin weitere umliegende Feuerwehren. Dieser stellte sich aber glücklicherweise als Fehlalarm heraus.

In Jettingen wurden gegen 21:45 zwei Zigarettenautomaten durch Böller die in den Geräten gezündet wurden schwer beschädigt. Insgesamt sind bisher 14 Sachbeschädigungen und drei vorsätzliche Brandstiftungen bei der Polizei gemeldet worden. Diese Zahlen werden erfahrungsgemäß im Laufe der nächsten Tage noch ansteigen.

Mehrere Körperverletzungen
In Ichenhausen wurde ein 16-Jähriger bereits kurz vor Mittenacht von einem Böller am Kopf getroffen. Der Jugendliche erlitt aber nur leichte Verletzungen. Wesentlich schwerer waren die Verletzungen einer Frau bei einem weiteren Vorfall in Ichenhausen. Dort fiel eine Feuerwerksbatterie nach dem Anzünden um. Die waagrecht abgeschossene Füllung, welche die 60-jährige Frau an Bein traf, verursachte so schwere Verletzungen, dass sie vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste.

In Kaufbeuren wurde kurz vor 03 Uhr eine körperliche Auseinandersetzung mit 20 beteiligten Personen mitgeteilt. Gegen 03:15 Uhr wurde eine Schlägerei mit 10 Personen in Bad Grönenbach und gegen 03:45 Uhr ein Schlägerei mit zahlreichen Beteiligten in Kempten gemeldet. In allen Fällen dauern die Ermittlungen zu den beteiligten Personen noch an. In Kempten musste einer der Beteiligten wegen eines Nasenbeinbruchs im Krankenhaus behandelt werden. Weitere schwerwiegende Verletzungen wurden bei diesen Auseinandersetzungen bisher nicht bekannt.

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung in Senden bei einer privaten Silvesterfeier schlug ein junger Mann auf eine Jugendliche ein, so dass diese kurz das Bewusstsein verlor. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Auseinandersetzung bei welcher drei Personen leicht verletzt wurden.

Insgesamt wurden bisher 24 Körperverletzungen registriert. Während diese Gesamtzahl deutlich unter dem Wert der 34 am Vorjahresvormittag bekannten Fällen liegt, ist die Zahl der gefährlichen Köperverletzungen mit 8 Fällen geringfügig höher (7 in 2013)

Trotz Alkohol im Blut ans Steuer gesetzt
Für acht Fahrzeugführer endete der Jahreswechsel ebenfalls weniger erfreulich. Diese waren im Rahmen von Verkehrskontrollen mit zu viel Alkohol am Steuer ertappt worden und sehen bereits im neuen Jahr entsprechenden Anzeigen entgegen.

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