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Göggingen: Raub auf Taxifahrer scheitert – Täter überwältigt

Zu einem Raubdelikt kam es, am 15.02.2015 gegen 22.20 Uhr in Göggingen, im Bereich der Schlößlestraße.
Ein 23-jähriger Augsburger hatte sich dorthin zusammen mit einem weiteren, derzeit noch unbekannten Mann, ein Taxi bestellt. Als das Taxi eintrifft, reißt der Unbekannte die Beifahrertüre auf und richtet ein Pfefferspray auf den Fahrer. Im gleichen Moment öffnet der 23-Jährige die Fahrertüre und bedroht den Taxifahrer mit einer Waffe. Beide fordern Geld von dem Fahrer, wobei der 23-Jährige seine Forderung dadurch unterstreicht, dass er einmal in die Luft schießt. Anschließend holt er den Geldbeutel des Überfallenen aus dem Auto, sein Komplize hingegen sprüht noch Pfefferspray in das Fahrzeuginnere bevor er wegrennt.

Taxifahrer überwältigt Räuber
Nachdem er nochmals einen Schuss in Richtung Taxifahrer abgab, flüchtete auch der 23-jährige Täter, kam aber wegen eines Schneehaufens zu Sturz. Dieses nutzte der Taxifahrer, der den Räuber anschließend überwältigen und entwaffnen konnte. Eine Anwohnerin wurde offenbar durch die Schüsse aus der Schreckschusswaffe auf den Vorfall aufmerksam und verständigte die Polizei. Der überwältigte Täter war bei seiner Festnahme alkoholisiert (über 1,2 Promille) und wollte sich zu der Tat gegenüber der Polizei nicht äußern, Angaben zu seinem geflüchteten Mittäter wollte er momentan auch nicht machen. Der 23-Jährige, der schon wegen anderweitiger Delikte in Erscheinung getreten ist, wird noch im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Beherzt aber mit viel Risiko eingegriffen
Der Ende 40-jährige Taxifahrer mit türkischer Nationalität blieb bei dem Handgemenge mit dem Täter unverletzt, nachdem er mutmaßlich offenbar auch erkannte, dass es sich nicht um eine scharfe Waffe handelte, mit der geschossen wurde. Dennoch können auch im Umgang mit Schreckschusswaffen durchaus schwere Verletzungen resultieren, weshalb eine derartige Vorgehensweise im Hinblick auf das vorhandene Gefahrenpotential keineswegs empfehlenswert ist. Nicht immer gehen derartige Gefahrensituationen so glimpflich aus wie in diesem Fall, ohne das beherzte – aber eben auch risikoreiche – Eingreifen des Geschädigten schmälern zu wollen.



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