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Kripo Spurensicherung
Symbolfoto: benjaminnolte - Fotolia

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter im tödlichem Familiendrama in Westerheim

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Memmingen bezüglich des Tötungsdeliktes in der Unterallgäuer Gemeinde Oberwesterheim gehen weiter. Der Sohn des Schützen erlitt durch die Tat tödlich verlaufende Verletzungen.

Nachdem gestern Abend die Polizei über Schüsse in Westerheim informiert wurde, stellten die eintreffenden Beamten vor Ort zwei verletzte Personen fest, von denen einer lebensgefährliche Verletzungen aufwies und sofort vom Notarzt behandelt wurde. Es handelte sich dabei um einen 65-jährigen Mann, der später im Krankenhaus an der Schussverletzung erlag. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Schützen um einen 88-jährigen Mann, dem Vater des Verstorbenen. (wir berichteten)

Sofort startete eine umfangreiche Fahndung
Der Tatverdächtige entfernte sich vom Tatort und konnte rund 1,5 Stunden später nach einer umfangreichen Fahndung unter Zuhilfenahme eines Polizeihubschraubers am Rande eines Baches festgenommen werden. Da er ebenfalls Verletzungen aufwies, wurde auch er in ein Krankenhaus gebracht. Bei der dritten verletzten Person, die nur leichte Verletzungen aufwies, handelte es sich um einen 42-jährigen Verwandten der beiden anderen.

Verwandter hatte wohl einen guten Schutzengel
Noch während der Fahndung nach dem flüchtigen Tatverdächtigen, begannen die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der leicht verletzte 42-Jährige in der Garage des Wohnhauses in Westerheim – das von dem Vater und seinem Sohn bewohnt wurde – damit beschäftigt war, Reifen und andere Gegenstände in sein Auto einzuladen. Nach 17:30 Uhr trat der 88-Jährige an ihn heran, und es kam zur Abgabe von Schüssen durch den Rentner auf seinen 42-jährigen Verwandten. Dieser hatte dabei großes Glück, denn ein Schuss wurde von seinem Smartphone abgefangen, dass er in seiner Brusttasche trug. Ein weiterer Schuss wurde von einem Schlüsselbund in der Hosentasche abgefangen. Der 42-Jährige versuchte sich mit herumstehenden Gegenständen zu wehren, wodurch sich der Senior die zu behandelnden Verletzungen zuzog.




Der 65-jährige Sohn des Rentners wurde aufmerksam und kam deshalb zu den Beiden hinzu. Auch er wurde von mindestens einem Schuss getroffen, der im Verlauf tödlich endete. Der Rentner entfernte sich daraufhin vom Tatort.

Täter trug zwei Waffen mit sich
Bei der Festnahme des Mannes wurden bei ihm ein Revolver und eine Pistole sichergestellt. Die kriminaltechnischen Untersuchungen zur Tatwaffe und der Anzahl der abgegebenen Schüsse sind noch nicht abgeschlossen. Außerdem wird das Landratsamt Unterallgäu in die Ermittlungen dahingehend mit einbezogen, ob der Mann die Waffe rechtmäßig besaß. Daneben ist das Motiv der Tat, sowie der exakte Ablauf noch nicht abschließend geklärt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen, wird der Tatverdächtige heute Nachmittag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Memmingen vorgeführt.

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