Home » Weitere News » Bahnausbau nach dem Bundesverkehrswegeplan: Ausbau der Magistrale dürfe nicht an Günzburg vorbeiführen
Bsaktuell, Gleise, Güznburg, Bahnhof Günzburg, Schwaben Aktuell
Archivfoto: Mario Obeser

Bahnausbau nach dem Bundesverkehrswegeplan: Ausbau der Magistrale dürfe nicht an Günzburg vorbeiführen

Die Günzburger CSU setzt sich zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein und den Landtagsabgeordneten Alfred Sauter sowie Dr. Hans Reichhart für einen Ausbau der Bahnstrecke Ulm – Augsburg über Günzburg ein. Der dringend nötige Ausbau der Magistrale dürfe nicht an Günzburg vorbeiführen.

Der Bericht in der Günzburger Zeitung über die Bekanntgabe des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans am 17.03.2016 führte bei der Günzburger CSU zu Freude und Besorgnis. „Wir freuen uns sehr, dass die Bahnstrecke von Neu-Ulm bis Augsburg nun in den Entwurf aufgenommen wurde, damit der befürchtete Flaschenhals auf der Magistrale Paris – Wien beseitigt werden kann. Die in der Zeitung dargestellte Trassenführung einer Neubaustrecke von Unterfahlheim nach Gessertshausen südlich der Autobahn kann aber nicht akzeptiert werden“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Ermer. Ermer wandte sich daher noch am selben Tag an die örtlichen Abgeordneten, um nähere Informationen zu erhalten und die Bedenken vorzubringen.

„Die Fernzuganbindung Richtung Augsburg/München bzw. Ulm/Stuttgart ist nicht nur für die Stadt sondern auch für einen großen Einzugsbereich von zentraler Bedeutung, wie nicht zuletzt hunderte von Bahnpendlern täglich zeigen. Hinzu kommen viele Reisende aus der und in die Region u. a. zu Legoland,“ so die Günzburger CSU-Ortsvorsitzende und Dritte Bürgermeisterin Dr. Ruth Niemetz.  Die Bahn habe daher – ergänzt durch kommunale und private Mittel –  mit guten Gründen den Günzburger Bahnhof mit Millionenaufwand zu einem der schönsten zwischen Stuttgart und München ausgebaut.

Ermer und der Landtagabgeordnete Reichart sind sich darüber hinaus einig, dass eine Neubaustrecke südlich der Autobahn in dem dicht besiedelten Gebiet gewaltige Probleme aufwerfen würde und erinnern an die Diskussion über die „Heimerl-Trasse“.

Auf Antrag der CSU-Fraktion hatte sich der Günzburger Stadtrat im März 2001 für eine Linienführung entlang der bestehenden Trasse ausgesprochen und eine Autobahnvariante abgelehnt. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bayern teilte der Stadt Günzburg daraufhin mit, dass Planungen für einen Hochgeschwindigkeitsverkehr ab Unterfahleim nicht mehr aktuell seien und nur noch ein Ausbau der bestehenden Strecke mit Linienverbesserungen vorgesehen sei. „Davon sind wir bis heute ausgegangen, auch wenn der Ausbau dann damals doch nicht in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde. Die jetzt vorgestellte Variante überrascht daher sehr,“ so Ermer. Ab 2014 habe es dann noch den von Teilen der Wirtschaft unterstützen Vorschlag einer Neubaustrecke von Burgau entlang der Autobahn bis Augsburg gegeben, der aber von der (Kommunal-)Politik einhellig abgelehnt wurde und jetzt auch nicht in den Entwurf aufgenommen wurde.

Nüßlein, Sauter und Reichhart werden sich in den nächsten Tagen mit den zuständigen Kollegen und den Verantwortlichen im Bundesverkehrsministerium in Verbindung setzen und die Belange von Stadt und Landkreis einbringen. Zunächst müssten aber die erst ab 21.03.2016 zu Verfügung stehenden Unterlagen im Rahmen des Projektinformationssystems (PRINS) ausgewertet werden.





Zurück zur Nachrichtenübersicht

Anzeige