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Mit 200 Teilnehmern war das KDS-Hygieneforum komplett ausgebucht. Foto: KDS

Startschuss für die Hygiene-Offensive im Gesundheitswesen

Das erste KDS-Hygieneforum überzeugte mit innovativen Hygiene-Konzepten und jeder Menge Praxis-Know-how

Bad Kissingen/Dietmannsried (jm). Geballte Hygiene-Kompetenz für mehr Sicherheit von Patienten, Bewohnern und Mitarbeitern in Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen: Dieser Herausforderung stellten sich über 200 Fachleute, speziell operativ tätige Führungskräfte aus den Bereichen Reinigung und Hauswirtschaft sowie Hygienebeauftragte, beim ersten bundesweiten KDS-Hygieneforum in Bad Kissingen. Bei der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung der KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH mit Sitz in Dietmannsried (Allgäu) wurde dabei schnell klar: Nicht Keime, Viren und Bakterien sind die größten Risikofaktoren in der hygienischen Reinigung, sondern der Mensch. Wie können demnach Fehlerquellen bei der Organisation und beim Reinigungsprozess minimiert werden? Dabei standen vor allem die neu entwickelten Hygiene-Konzepte „Safe & Care“ der KDS im Fokus.

Claudia Conrad, Geschäftsführerin der KDS Services

Claudia Conrad, Geschäftsführerin der KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH, bei der Begrüßung der Teilnehmer. Foto: KDS

„Wir müssen uns selbst, aber auch unsere Mitarbeiter immer wieder wachrütteln und hinterfragen, wie wir die Hygiene-Qualität und das Hygienebewusstsein bei uns im Unternehmen weiter verbessern können. Nur so können wir vor Ort, in den Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen, bestmögliche Ergebnisse erzielen und die Sicherheit von Patienten, Bewohnern, unseren Kunden sowie unserer Reinigungsfachkräfte gewährleisten. Wir wollen für unsere Kunden nicht nur die Putzfirma sein, sondern ein kompetenter Partner für die Hygiene im Gesundheitswesen“, erklärt Claudia Conrad, Geschäftsführerin der KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH. Mit über 200 Teilnehmern aus ganz Deutschland war die Veranstaltung komplett ausgebucht.

Referent Prof. Dr. med Klaus-Dieter Zastrow.

Referent Prof. Dr. med Klaus-Dieter Zastrow. Foto: KDS

Wie wichtig diese Hygiene-Kompetenz in der Praxis ist, verdeutlichte Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow, Chefarzt des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Vivantes GmbH Berlin in seinem Impulsvortrag. „Eine Millionen Patienten ziehen sich jährlich sogenannte nosokomiale Infektionen zu, also Erkrankungen, die im Zuge einer Behandlung oder eines Aufenthaltes in Einrichtungen des Gesundheitswesens erworben werden. Rund 40.000 Patienten sterben sogar daran. Allein durch sachgerechte Hygiene wären bis zu 50 Prozent dieser Infektionen vermeidbar, sprich 20.000 Menschenleben könnten so jedes Jahr gerettet werden. Da muss sich jetzt endlich einmal was tun“, fordert Zastrow.

Das findet auch die KDS, die den Teilnehmern ihre neuen Hygiene-Konzepte „Safe & Care“ als innovative Handlungskonzepte für die Praxis präsentierte. Sie sind so konzipiert, dass sie den Reinigungsfachkräften möglichst wenig Entscheidungsspielraum bieten und somit menschliche Fehler bei der hygienischen Reinigung auf ein Minimum reduzieren. „Der Mensch ist ein wichtiger Faktor für die Hygiene im Gesundheitswesen, aber gleichzeitig auch die größte Risikovariable. Unsere Konzepteschließen bereits im Vorfeld viele Fehlerquellen aus und können von Reinigungsfachkräften ganz unkompliziert angewendet werden. Denn Hygiene soll schließlich auch Spaß machen“, erklärt Anna Hils, Geschäftsführerin der AHM Institut für Arbeitssicherheit, Hygiene, Managementsysteme GmbH

(Kempten), die in Zusammenarbeit mit der KDS die innovativen Handlungskonzepte entwickelte. Auch Schulungen und Weiterbildungen sind ein wichtiger Teil der ganzheitlichen Hygiene-Konzepte.

In den praxisorientierten Workshops „Safe & Care – Die Zukunft der Reinigung im Gesundheitswesen“ und „Safe im OP – OP-Reinigung auf den Punkt gebracht“ bekamen die Teilnehmer Einblicke in die neuen Hygiene-Konzepte der KDS. „Wir können sie zwar nicht gleich von heute auf morgen überall umsetzen, aber für die Zukunft sehen wir dort große Chancen“, so Hils. Laut der Hygiene-Expertin kann bereits jetzt schon einiges getan werden, um Fehler im Reinigungsprozess zu vermeiden. „Zum Beispiel den Reinigungswagen abspecken: alles runter, was nicht unbedingt drauf muss. Vor allem Schwämme – weg damit. Das sind wahre Bakterienbrutstätten“, erklärt Hils.

Für noch mehr Sicherheit bei der hygienischen Reinigung, speziell von OP-Räumen, soll die innovative OP-App sorgen, die sich noch in der Entwicklung befindet. Auf dem Tablet installiert, wird so jede durchgeführte OP-Reinigung dokumentiert. Die App beinhaltet einen standardisierten Reinigungsablauf, der zur Selbstkontrolle für die Reinigungsfachkraft dient. In den verschiedenen Fortbildungszirkeln erfuhren die Fachleute neben innovativen Hygiene-Konzepten auch alles Wissenswerte über Infektionserreger und mikrobiologische Grundlagen sowie zielgerichtete Desinfektionsmaßnahmen in Seniorenbetreuungseinrichtungen.

Referent Marc Schlachter

Referent Marc Schlachter. Foto: KDS

Rechtlichen Input gab es von Marc Schlachter, der das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland berät. In seinem Vortrag beleuchtete der Hygiene-Experte nicht nur Gesetze, Richtlinien und Anforderungen an die Reinigung bei der Infektionsprävention in Senioreneinrichtungen. Er zeigte auch, wie wichtig eine sachgemäße hygienische Reinigung für die Gesundheit älterer, schwacher Menschen ist. „Die Reinigungsfachkraft ist nicht die, Putze‘, sondern sie ist die Lebensretterin von der Oma auf Zimmer 11“, erklärte Schlachter.

Dieser Verantwortung, die das Reinigungspersonal gegenüber den Patienten und Bewohnern in Gemeinschaftseinrichtungen des Gesundheitswesens hat, ist sich auch Ulrich Geiger, geschäftsführender Gesellschafter der KDS, bewusst: „Qualität bei der hygienischen Reinigung im Gesundheitswesen gibt es nicht zum Nulltarif, sondern das Personal braucht Zeit, um seine manuelle Arbeit vernünftig erledigen zu können. Wir wollen mit Qualität überzeugen und in dieser Hinsicht ein echter Trendsetter sein. Genau das ist unser Anspruch.“

Über die KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH Die KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH ist eines der führenden Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen. Zu den Kunden zählen Kliniken, Seniorenheime, Reha- und soziale Einrichtungen. Leistungsbereiche des Unternehmens sind Reinigung & Hygiene, Textilservice, Catering sowie Personal und Logistik. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dietmannsried im Allgäu ist deutschlandweit an über 20 Standorten vertreten und beschäftigt ca. 7.000 Mitarbeiter. Neben Eigengesellschaften führt das Unternehmen zusammen mit öffentlichen und privaten Trägern über 50 Servicegesellschaften mit oder ohne Beteiligung. Das Unternehmen kooperiert in Servicegesellschaften auch mit Trägern von Einrichtungen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen und in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. Die Mitarbeiter der KDS werden in einer eigenen, 2007 gegründeten Schulungsakademie aus- und weitergebildet.

In den Praxiszirkeln gab es Tipps von den KDS-Experten

In den Praxiszirkeln gab es Tipps von den KDS-Experten zur Umsetzung der Hygiene-Konzepte im Alltag. Foto: KDS

Über das Institut AHM

Die AHM Institut für Arbeitssicherheit, Hygiene, Managementsysteme GmbH mit Sitz in Kempten ist eines der führenden Beratungsunternehmen im Gesundheitswesen. Neben der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften wie zum Beispiel geprüften Desinfektoren, Hygienemanagern, Hygienebeauftragten und HACCP-Managern unterstützt das Institut seine Kunden dabei, die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes im betrieblichen Alltag erfolgreich umzusetzen. Neben der Hygiene sind Arbeitsschutz und Managementsysteme Schwerpunkte des Instituts. Auch berät und unterstützt das AHM seine Kunden, um die benötigten Audits zu erlangen.

Weitere Informationen

KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH, Steinbühl 1, 87463
Dietmannsried, Telefon 08374/2323-422, Telefax 08374/2323-333, E-Mail:
[email protected], Internet: www.die-kds.de





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