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Finanzamt Günzburg wird saniert
Foto: Mario Obeser

14,35 Millionen Euro für die Sanierung des Finanzamtes Günzburg

Der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags gibt für die Sanierungsmaßnahmen des Finanzamts Günzburgs grünes Licht.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss die Mittel für die 1. Teilbaumaßnahme der Generalsanierung des Günzburger Schlosses in Höhe von 14,35 Millionen Euro freigegeben, wie die heimischen Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart (beide CSU) mitteilen.

Gesamtaufwand bei über 20 Millionen Euro

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen des Finanzamtes Günzburgs ist vorgesehen, dass zunächst die frei werdenden Räume des Amtsgerichts Günzburg modernisiert werden. Danach sollen Zug um Zug die jetzigen Räume des Finanzamtes Günzburg auf Vordermann gebracht werden. Die jeweiligen Bauabschnitte sind so geplant, dass über mehrere Jahre hinweg die Gesamtsanierung des Schlossgebäudes in Günzburg erfolgt. Der Gesamtaufwand wird sich auf ca. 20 Mio. Euro belaufen. „Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind unumgänglich, da die derzeitige Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Finanzamtes Günzburg in den jetzigen Räumen des Günzburger Schlosses kaum mehr zumutbar ist“, Dr. Hans Reichhart hierzu.

Einziges in von Habsburgern erbautes Schloss in Deutschland

Baudirektor Frieder Vogelsgesang, Bereichsleiter Hochbau am Staatlichen Bauamt Krumbach, steht mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Startlöchern: „Bei Schloss Günzburg handelt es sich um das einzige von den Habsburgern erbaute Schloss in Deutschland. Wir freuen uns, dieses herausragende Baudenkmal von historischer Bedeutung für die Zwecke der Finanzverwaltung in den kommenden Jahren fachgerecht sanieren und umstrukturieren zu dürfen. Die bisherige Planung konnten wir in stetiger Rückkoppelung mit dem Nutzer in Eigenleistung erbringen.“

Die 1. Teilbaumaßnahme umfasst die Sanierung des Südwest- und Westflügels des Schlosses. In einer späteren 2. Teilbaumaßnahme ist die Sanierung des Nordflügels des Schlosses und des sog. „Minholzhauses“ vorgesehen.

Für die 1. Teilbaumaßnahme ist eine Bauzeit von vier Jahren mit einem Baubeginn im Juli 2017 und einem Bauende im Juli 2021 geplant. Diese Baumaßnahme erfolgt bei laufendem Betrieb in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt umfasst den Westflügel mit einem voraussichtlichen Bauende im Juni 2019. Die Bauzeit für den zweiten Bauabschnitt mit Südflügel und dem Hauptbau ist von Juli 2019 bis Juli2021 vorgesehen. Die Gesamtkosten für die gesamte 1. Teilbaumaßnahem belaufen sich auf etwa 14,35 Millionen Euro.

Mit der 2. Teilbaumaßnahme soll dann voraussichtlich im Jahr 2021 begonnen werden. Hierfür werden die Kosten auf 5,9 Millionen Euro geschätzt.

Für die 1. Teilbaumaßnahme hatte das Staatliche Bauamt Krumbach eine Haushaltsunterlage erstellt, die Dr. Hans Reichhart in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzen vorgetragen hatte. Daraufhin wurde seitens des Ausschusses der Beschluss gefasst, die Mittel in Höhe von 14,35 Euro für diese Baumaßnahmen freizugeben.

Alle staatlichen Gebäude in Günzburg auf Vordermann gebracht

Alfred Sauter, der sich zusammen mit seinem Landtagskollegen Dr. Hans Reichhart nachhaltig dafür eingesetzt hatte, dass die Sanierung des Finanzamtes Günzburg auf eine solide haushaltsrechtliche Grundlage gestellt und zügig in Angriff genommen wird, zeigt sich über diese Entscheidung des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzen erfreut: „Es ist sehr zu begrüßen, dass eine weitere aufwendige Baumaßnahme im staatlichen Bereich in Günzburg nunmehr umgesetzt wird. Wir werden alles dafür tun, dass die künftigen Bauarbeiten ohne Unterbrechungen durchgeführt werden können.“ Nachdem schon vor einiger Zeit das Vermessungsamt modernisiert und die Polizeiinspektion Günzburg saniert wurde und letztes Jahr der Neubau des Amtsgerichts Günzburg abgeschlossen wurde, steht für die kommenden Jahre die Sanierung des Finanzamtes in Günzburg. „Damit sind alle staatlichen Gebäude in Günzburg innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums wieder auf Vordermann gebracht und voll funktionsfähig“, so Alfred Sauter.

Der Personalratsvorsitzende des Finanzamtes Günzburgs, Stefan Burkhart, freut sich sehr, dass mit der im nächsten Jahr beginnenden Sanierung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Finanzamts eine ansprechende und moderne Arbeitsumgebung geschaffen wird. Die Leiterin des Finanzamtes Günzburgs, Petra Bergmüller bittet bereits jetzt um Verständnis, dass der laufende Dienstbetrieb während der Sanierungsmaßnahmen beeinträchtigt werden könnte, weist aber erfreut darauf hin, dass bereits im ersten Bauabschnitt ein barrierefreies, funktionelles Servicezentrum entstehen wird.

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