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Übung Legoland Günzburg März 2017 Titelfoto

Eindrucksvolle Rettungsübungen im LEGOLAND Deutschland Resort

Rund 90 Einsatzkräfte waren vergangenen Freitag in die rund 6 Stunden dauernde Rettungsübung im LEGOLAND Deutschland Resort in Günzburg eingebunden.
Es beteiligten sich die Feuerwehren aus Günzburg, Leipheim, Ulm, die Berufsfeuerwehren aus Augsburg und München, sowie die Polizeihubschrauberstaffel mit vier Ausbildungspiloten und das BWK Ulm.

Drei Übungsszenarien
Insgesamt waren es drei Szenarien mit unterschiedlichen Örtlichkeiten. Zwei Übungspunkte wurden im Wald simuliert, der dritte lag in der Höhe – am Turm. Die Piloten und die Besatzung des Hubschraubers, der sicherlich von einigen Bewohnern um Umland wahrgenommen wurde, hatte dabei viel zu tun. Denn es mussten die Mimen der Jugendgruppe der Feuerwehr Günzburg, die die ‚Verletzten‘ darstellten, von den jeweiligen Übungspunkten mittels Winde des Polizeihubschraubers mit sogenannten Luftrettungssäcken, sowie den Höhenrettern aufgenommen und zum Hubschrauberlandeplatz ausgeflogen werden. Neu kamen hier sogenannte ‚Segel‘ zum Einsatz, die die Eigenrotation bei der Rettung verhindern sollen. Hier konnten die Beteiligten wertvolle Erfahrungen sammeln.

Am Hubschrauberlandeplatz, der sich auf dem Parkplatz des LEGOLANDES befindet, übernahmen Kräfte der Feuerwehr Günzburg die Einweisung des Hubschraubers, sowie die Patientenübernahme bei laufendem Rotor.

Rettung vom Turm verlangte ganzes Können
Am Eindrucksvollsten gestaltete sich die Übung am Turm. Während des laufenden Übungsbetriebes stiegen mehrere Kräfte der Einsatzgruppe ‚Absturzsicherung‘ im Inneren des Turms, über den engen Zugang und die dortige Leiter, auf. In der auf eine Höhe von 40m gefahrenen Gondel warteten die ‚Verletzten‘ auf ihre Rettung. Hier wurden verschiedene Unfallszenarien angenommen. Im Ernstfall können Personen per Hubschrauber, per Hubrettungsbühne oder über Abseilen aus der Gondel auf sicheren Boden gebracht werden. Diese Möglichkeiten wurden geprobt.

Das nahe Anfliegen des Turmes – bei Windböen von teilweise 50 km/h – gestaltete sich als nicht einfach. Der Abstand zwischen der Turmspitze und den Rotorblättern beträgt, während des Schwebefluges, etwas mehr als einen Meter. Dieser knappe Abstand und das ständige, notwendige ausgleichen des Hubschraubers bei wechselnden Windverhältnissen sowie möglichst sanftes und zielgerichtetes Absetzen der Höhenretter und Aufnahme der ‚Verletzten‘, forderte von allen Beteiligten – insbesondere von den Hubschrauberpiloten und Windenführern – großes Können ab.

Von der Berufsfeuerwehr München war zugleich die Hubrettungsbühne mit einer maximalen Rettungshöhe von 53 Metern im Einsatz. Ebenso wurden ‚Verletzte‘ auf der Außenseite des Turmes von den Höhenrettern abgeseilt.

Der Turm bot hier optimale Übungsmöglichkeiten, die sehr selten sind.

Als Gäste waren Günzburgs 2. Bürgermeister Anton Gollmitzer, das Ordnungs- und Sozialamt sowie Feuerwehrreferent Günter Treutlein vor Ort. Seitens der Einsatzkräfte konnte Stadtbrandinspektor Christian Eisele, der die Übung organisiert hatte, den leitenden Polizeidirektor Werner Mutzel, sowie Jürgen Petter von der Polizeiinspektion Günzburg, sowie 2 Vertreter der Feuerwehr Ulm begrüßen. Bei der abschließenden Manöverkritik lobten die Vertreter der Hilfsorganisationen die gute Organisation sowie die hervorragende Disziplin und Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. Großen Dank sprach Eisele auch dem leitenden Geschäftsführer des LEGOLAND Deutschland Resort Martin Kring aus, der die Übung auf dem Gelände ermöglichte.

Die gute Organisation durch Stadtbrandinspektor Christian Eisele und die tadellose Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, dass gut ausgebildete kompetente Rettungskräfte gemeinsam an besonderen Orten üben können und dürfen.

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