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Symbolfoto: Mario Obeser

Familienstreit eskaliert: Mit Schusswaffe geschossen

Zu einem Familienstreit kam es am 01.04.2017 in einem Wohnhaus in Vöhringen, im Kreis Neu-Ulm, bei dem auch die Feuerwehr zum Einsatz kam.

Zwischen dem späteren 37-jährigen Tatverdächtigen und dem 29-jährigen Geschädigten kam es aus noch nicht geklärter Ursache zu einem Streit, in dessen Verlauf der Tatverdächtige mit einer Schusswaffe auf den Geschädigten schoss. Dem Geschädigten gelang es noch, das mitgeführte Pfefferspray gegen den Tatverdächtigen einzusetzen, bevor dieser vom Tatort flüchtete und kurze Zeit später durch Beamte der Polizeiinspektion Illertissen in unmittelbarer Nähe vorläufig festgenommen wurde. Die Tatwaffe konnte aufgefunden und sichergestellt werden. Unmittelbar nach der Tat hat der Kriminaldauerdienst Memmingen und die Kriminalpolizei Neu-Ulm die Ermittlungen aufgenommen.

Feuerwehr setzte Drucklüfter ein
Durch den Einsatz des Reizgases erlitten anwesende Hausbewohner leichte Reizungen. Die freiwillige Feuerwehr Vöhringen war im Einsatz, um das Anwesen zu lüften. Alle im Haus wohnenden Personen wurden durch Kräfte des Rettungsdienstes und eines Kriseninterventionsteams in externen Räumlichkeiten versorgt und betreut. Die Anwohner konnten noch am Samstagabend teilweise in ihre Wohnungen zurückkehren.

Schwer verletzt ins Krankenhaus
Der 29-Jährige wurde dabei schwer verletzt vom alarmierten Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert und ist, nach derzeitigem Stand der Ermittlungen, außer Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und beantragte Haftbefehl gegen den 37-jährigen türkischen Tatverdächtigen. Er wurde am heutigen Sonntagvormittag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Günzburg vorgeführt, die Haftbefehl erließ.

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