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Neuschnee April 2017
So sah es heute Morgen auf einigen Strecken aus. Bäume und Äste brachen unter der Last des nassen Neuschnees und sorgen vielerorts für Behinderungen. Hier die ST2022 zwischen Oberhausen und Weissenhorn. Foto: Leserfoto

Region: Umgestürzte Bäume und rutschige Straßen durch nassen Neuschnee

Nasser Neuschnee sorgte am 26.04.2017 in der Region für starke Verkehrsbeeinträchtigungen durch widrige Straßenverhältnisse, Bäume und Äste auf der Fahrbahn, sowie Verkehrsunfälle. Polizei, Feuerwehren und Straßenbauämter hatten einiges zu tun.

Aus dem Schutzbereich des Polizeipräsidium Ulm
Das Polizeipräsidium Ulm verzeichnete ab 04.00 Uhr insgesamt rund 100 witterungsbedingte Einsätze. Insbesondere in den Landkreisen Biberach und Heidenheim, aber auch in den Höhenlagen des Alb-Donau-Kreises blockierten umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zahlreiche Straßen. Die Feuerwehren der Städte und Gemeinden konnten die meisten der Verkehrsbehinderungen und Gefahrenstellen schnell beseitigen. Dennoch kam es zu Staus unter anderem auch auf der A8 bei Hohenstadt und der A7 bei Niederstotzingen. Ab 10.00 Uhr ließ der starke Schneefall und die Zahl der Einsätze nach. Die Polizei registrierte bis 10.30 Uhr 21 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschaden. Die weit überwiegende Zahl der Verkehrsteilnehmer war mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs.

Schwere Verletzungen erlitten zwei Fahrzeuginsassen bei einem Frontalzusammenstoß auf der B10 zwischen Hinterdenkental und Luizhausen. Gegen 06.00 Uhr wollte ein Richtung Ulm fahrender Audi-Fahrer eine Kolonne langsam fahrender Fahrzeuge überholen. Nach dem vierten Fahrzeug geriet der Audi aufgrund von Glätte und nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern. Der Pkw prallte mit einem entgegenkommenden Honda zusammen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz. Die Strecke musste bis gegen 07.00 Uhr in beide Richtungen voll gesperrt werden. Bis gegen 08.30 Uhr wurde der Verkehr auf einer der Fahrspuren an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Im Raum Riedlingen kam es ab 03.30 Uhr zu Störungen im Stromnetz.

Aus dem Bereich des Polizeipräsidium Schwaben Nord
Um 04.00 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall als ein 23-jähriger Klein-Lkw Fahrer auf der B300 von Ziemetshausen Richtung Augsburg unterwegs war und zwischen Schönebach und Breitenbronn, Höhe Abzweigung Holzara, vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern geriet und frontal in die Leitplanke krachte.

Der 23-jährige Fahrer wurde leicht verletzt vom Rettungsdienst in das Zentralklinikum Augsburg verbracht. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Im Bereich von Dinkelscherben, Altenmünster und Reutern kam es aufgrund von Ästen und Bäumen auf der Straße zu Verkehrsbehinderungen und Verkehrsstörungen.

Die Polizei in Zusmarshausen bittet daher um erhöhte Vorsicht und angepasster Geschwindigkeit aufgrund der widrigen Straßenverhältnisse.

Aus dem Bereich des Polizeipräsidium Schwaben Süd-West
Auf der Staatsstraße 2022 kam es zwischen Birkenried und Autenried zudem zu einem Verkehrsunfall. Ein 30-jähriger Pkw-Lenker fuhr von Birkenried Richtung Autenried. Ihm kam ein Lkw entgegen, welcher Schnee bzw. Schneematch aufwirbelte. Für den Pkw-Lenker entstand dadurch eine kurze Sichtbehinderung. Infolge eines anschließenden Fahrfehlers kam er mit seinem Fahrzeug nach rechts auf den unbefestigten Seitenstreifen. Dort verlor er die Kontrolle über seinen Pkw und prallte gegen einen neben der Fahrbahn stehenden Baum. Der 30-Jährige wurde leicht verletzt und kam zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 10.000 Euro.

Der nasse Schnee führte dazu, dass im Raum Günzburg, Leipheim, Ichenhausen, Ellzee und Kötz zahlreiche Bäume das Gewicht nicht mehr tragen konnten und auf die Fahrbahn fielen. Die Freiwilligen Feuerwehren waren im Dauereinsatz um die Bäume wegzuräumen und die Straßen wieder befahrbar zu machen. Aufgrund des anhaltenden Schneefalles muss auch in den kommenden Stunden immer wieder mit umstürzenden Bäumen und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, kam es vermehrt im Raum Ebershausen, Niederraunau und Thannhausen zu Verkehrsbehinderungen. Verursacht wurden diese durch umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, welche den Verkehrsfluss behinderten. Geschuldet ist dies dem plötzlich eingetretenen starken Schneefall. Zu Verkehrsunfällen kam es nicht.

Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg wurde um 06.36 Uhr in den Löwenbrunnenweg alarmiert. Dort blockierten einige unter der Schneelast abgebrochene Äste die Fahrbahn. Es folgen insgesamt 10 weitere Einsätze wegen Schneebruch, die es für die Wehr abzuarbeiten galt. Mit mehreren Motorsägen kümmerten sich die 15 Feuerwehrmänner mit 4 Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, um die betroffenen Straßen. Dies waren die Goethestraße, Von-Richthofen-Straße, Parkstraße, Albert-Benz-Weg, Lochfelbenstraße sowie die Bundestraßen B10 und B16.

Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Günzburg kam zu insgesamt zehn Verkehrsunfällen.

Die Unfälle ereigneten sich in der Zeit zwischen 04.00 Uhr und 08:30 Uhr. Häufig war nicht angepasste Geschwindigkeit bei den vorherrschenden winterlichen Straßenverhältnissen die Ursache für die Unfälle. Aber auch Unvorsichtigkeit beim Fahrstreifenwechsel sowie ungenügender Sicherheitsabstand waren als Unfallursachen festzustellen.

Acht der Unfälle ereigneten sich auf der A8 im Landkreis Günzburg. Dabei kam bei einem Unfall ein Auto mit Sommerreifen auf winterglatter Straße ins Schleudern, fuhr die Böschung hoch, kam zurück auf die Fahrbahn und krachte zunächst in die Betongleitwand und schließlich gegen die Schutzplanken.

Im Bereich der A7 im Landkreis Neu-Ulm kam es zu zwei Unfällen auf Höhe der Anschlussstelle Nersingen und am Autobahndreieck Hittistetten.

Bei keinem der Verkehrsunfälle wurden Personen verletzt. Den Gesamtschaden gibt die Autobahnpolizei Günzburg mit rund 72.000 Euro an. Insgesamt mussten acht Fahrzeuge von den Abschleppdiensten aufgeladen werden.

Im Laufe des Vormittags hatte sich das Verkehrsgeschehen wieder normalisiert und der Verkehr lief auf den Autobahnen A7, A8 und der Bundesstraße 28 störungsfrei.

Auch die Feuerwehren im Landkreis Günzburg hatten einiges zu tun und mussten zahlreiche Einsätze bewältigen. Hier die von der Integrierten Leitstelle Krumbach alarmierten Einsätze (Quelle: KFV Günzburg)

25.04.2017

  • 21.11 Uhr: Thannhausen – Uferweg – Baum über Fahrbahn

26.04.2017

  • 05.33 Uhr: Feuerwehr Niederraunau
    Niederraunau – Baum über Fahrbahn
  • 05.34 Uhr: Feuerwehr Behlingen
    Behlingen – Baum über Fahrbahn
  • 05.48 Uhr: Feuerwehr Ziemetshausen
    Ziemetshausen – Richtung Thannhausen – Baum über Fahrbahn
  • 06.21 Uhr: Feuerwehr Wettenhausen
    Goldbach – Baum über Fahrbahn
  • 06.23 Uhr: Feuerwehr DRW Ursberg
    Ursberg – Dominikus-Ringeisen-Str. – Baum über Fahrbahn
  • 06.23 Uhr: Feuerwehr Offingen
    Offingen – Gundelfinger Str. – Baum über Fahrbahn
  • 06.36 Uhr: Feuerwehr Günzburg
    Günzburg – Löwenbrunnenweg – Baum über Fahrbahn
  • 07.01 Uhr: Feuerwehr Ichenhausen, Deubach und Hochwang
    Ichenhausen – Günztalstr. – Baum über Fahrbahn
  • 07.08 Uhr: Feuerwehr Limbach
    Limbach – Hammerstetten – Baum über Fahrbahn
  • 07.15 Uhr: Feuerwehr Autenried
    ST2022 – Autenried Richtung Biberberg – Verkehrsunfall mit PKW
  • 07.28 Uhr: Feuerwehr Riedheim
    Riedheim – Richtung Weisingen – Baum über Fahrbahn
  • 07.47 Uhr: Feuerwehr Rettenbach
    Rettenbach – Baum über Fahrbahn
  • 07.48 Uhr: Feuerwehr Ellzee
    Ellzee – Grundweg – Baum über Fahrbahn
  • 07.50 Uhr: Feuerwehr Leinheim und Günzburg
    Leinheim – St.-Blasius-Str. – Baum über Fahrbahn
  • 08.17 Uhr: Feuerwehr Großkötz
    Großkötz – Weiherle – Baum über Fahrbahn
  • 08.50 Uhr: Feuerwehr Burtenbach
    Burtenbach – Friedhofstr. – Baum über Fahrbahn
  • 09.20 Uhr: Feuerwehr Großkötz
    Großkötz – Kühweg – Baum über Fahrbahn
Schnee Winter Glatteis, Winterliche Straßenverhältnisse

Symbolfoto: © Igor Link – Fotolia

Weitere Schneefälle erwartet
Auch für die kommenden zwei Tage ist in den frühen Morgenstunden mit Schneefall zu rechnen. Es wird gebeten, dass sich die Verkehrsteilnehmer auf die schlechten Straßenverhältnisse durch eine entsprechend defensive und vorsichtige Fahrweise einstellen.

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