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Schulkind Schulweg
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Herrmann appelliert zum Start ins neue Schuljahr an Autofahrer

Zahl der Schulwegunfälle in Bayern um fast 9 Prozent gesunken – Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann appelliert zum Start ins neue Schuljahr an Autofahrer: „Vorsicht auf den Schulwegen!“- Landesweite Schwerpunktkontrollen der Bayerischen Polizei zur Überwachung der Gurtpflicht

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat kurz vor Ende der Sommerferien die aktuelle Statistik zu Schulwegunfällen vorgestellt. Wie Herrmann mitteilte, ist die Zahl der Schulwegunfälle in Bayern zuletzt spürbar gesunken. 2017 kam es bis Ende Juli zu 411 Unfällen. Damit ist ein Rückgang um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. 461 Kindern wurden heuer bei Unfällen auf dem Schulweg verletzt – um 9,6 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Herrmann: „Ich bin froh, dass wir in diesem Jahr etwas weniger Unfälle von Schulkindern hatten. Aber jeder Unfall eines Kindes ist einer zuviel. Besonders tragisch ist, dass dieses Jahr ein Kind auf dem Schulweg zu Tode gekommen ist. Vor Beginn des neuen Schuljahres 2016/17 appelliere ich daher an Bayerns Autofahrer: Seien sie stets aufmerksam und bremsbereit. Insbesondere im Bereich von Schulen gilt es, Tempolimits und Verkehrsregeln ohne ‚Wenn und Aber‘ zu beachten.“

Mit dem morgigen Schulbeginn werden wieder rund 1,26 Millionen Schülerinnen und Schüler auf Bayerns Straßen unterwegs sein. Darunter sind etwa 112.000 ABC-Schützen, für die der Schulweg in den ersten Tagen und Wochen eine besondere Herausforderung darstellt. Herrmann: „Gerade mit Blick auf unsere jungen Schulanfänger will ich die Autofahrer auf Bayerns Straßen nochmals gezielt sensibilisieren. Kinder, die erst lernen, sich im Verkehr zurecht zu finden, verhalten sich zum Teil schwer vorhersehbar. Wir Erwachsenen müssen das am Steuer einplanen und besonders vorausschauend fahren.“

Herrmann kündigte ab dem ersten Schultag am Dienstag außerdem bayernweite Schwerpunktkontrollen der Bayerischen Polizei an. Die Polizei werde laut Herrmann in den kommenden Wochen im Bereich von Schulen und auf den Schulwegen verstärkt unterwegs sein. Herrmann: „Gleichzeitig startet unsere Polizei zu Schuljahresbeginn in ganz Bayern wieder eine viertägige Kontrollaktion zur Überprüfung der Gurt- und Kindersicherungspflicht. Gerade den Bereich von Schulen, Kindergärten und die häufig frequentierten Schulwege wird die Polizei verstärkt in den Blick nehmen.“ Intensive Geschwindigkeitskontrollen mit modernen Überwachungsgeräten werden auch heuer den Schuljahresbeginn begleiten. Ein weiterer Punkt für mehr Verkehrssicherheit für Kinder: bayernweite Sicherheitstrainings und flächendeckende Verkehrserziehung in den Jugendverkehrsschulen. Allein im vergangenen Jahr haben rund 415 Verkehrserzieher der Polizei mehr als 102.000 Schüler und damit rund 98 Prozent der bayerischen Viertklässler das sichere Fahrradfahren beigebracht.

Nach Herrmanns Erfahrung können auch Schulweghelfer einen großen Beitrag leisten für noch mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule. Der Verkehrsminister: „In ganz Bayern hatten wir an einem vom Schulwegdienst betreuten Übergang noch nie einen schweren oder gar tödlichen Schulwegunfall. Das zeigt, wie wichtig und erfolgreich der ehrenamtliche Einsatz unserer Schulweghelfer ist“. Mit knapp 31.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sei deutschlandweit gesehen jeder zweite Schulweghelfer in Bayern tätig. Herrmann rief möglichst viele weitere Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich ebenfalls tatkräftig für einen sicheren Schulweg zu engagieren. „Ob als Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und Schulbusbegleiter – der Einsatz als Schulweghelfer lonht sich!“

Zusätzlich riet Herrmann allen Eltern dazu auf, mit ihren Kindern den Schulweg einzuüben. Die vielerorts vorhandenen Schulwegpläne der Schulen und Kommunen geben nach Herrmanns Worten wertvolle Hinweise für einen sicheren Schulweg.

Mehr Schulwegsicherheit ist ein wesentlicher Baustein im bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘. Die Maßnahmen reichen von verstärkter Öffentlichkeitsarbeit über Verkehrsüberwachung bis hin zur verbesserten Verkehrsraumgestaltung. Ziel ist, in Bayern bis zum Jahr 2020 die Unfallzahlen weiter zu reduzieren und insbesondere die Zahl der Verkehrstoten auf unter 550 zu senken. Weitere Informationen können unter www.sichermobil.bayern.de abgerufen werden.

Wichtiger Partner des bayerischen Innenministeriums für mehr Schulwegsicherheit ist die Gemeinschaftsaktion ‚Sicher zur Schule – Sicher nach Hause‘

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