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Übung THL der Feuerwehr Wasserburg gemeinsam mit der feuerwehr Günzburg und der BRK Bereitschaft Leipheim-Günzburg

Gemeinsam geübt: Frontalzusammenstoß mit drei eingeklemmten Personen

Gemeinsam übten Einsatzkräfte die Technische Hilfeleistung (THL) in Bubesheim. Das Szenario war ein schwerer Verkehrsunfall.
Damit im Ernstfall alle am Einsatz beteiligten Hände ineinandergreifen, ist regelmäßiges Üben wichtig. Der Übungsleiter, 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wasserburg Jürgen Betz, konnte neben der Wasserburger Wehr auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg, der BRK Bereitschaft Günzburg-Leipheim und den Notarzt Dr. Marc-Michael Ventzke für eine Übung gewinnen.

Der Übungsleiter setzte über Funk eine Alarmmeldung ab, in der ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und auslaufender Kraftstoff, mitgeteilt wurde. Die ersten Kräfte der Wasserburger und Günzburger Feuerwehr trafen ein. Der Gruppenführer auf dem Wasserburger Feuerwehrauto führte zunächst eine Lageerkundung durch, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nun war klar, dass zwei Pkw frontal kollidiert waren. Hierbei wurden drei Personen eingeklemmt und verletzt. Umgehend forderte der Wasserburger Gruppenführer nun zwei Rettungswagen, die Freiwillige Feuerwehr Günzburg mit einem Rettungssatz und einen Notarzt an. Bis zum Eintreffen der nachgeforderten Kräfte galt es eine Verkehrsabsicherung durchzuführen. Ebenso musste der Brandschutz mittels Feuerlöscher und Schlauch sichergestellt, die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Verletzten soweit möglich, erstversorgt werden.

Als nun Fahrzeuge der Günzburger Floriansjünger eintrafen und Rettungsschere und Spreizer einsatzklar gemacht wurden, halfen die Wasserburger Kammeraden beim Bereitstellen der technischen Gerätschaften. Der Rettungsdienst des BRK begann mit der Versorgung der Verletzten (Mimen). Nun schafften die Feuerwehrkräfte Zugang zu den verschlossenen Fahrzeugen, damit das Rettungsdienstpersonal die Schwere der Verletzungen feststellen und die erforderlichen Maßnahmen zur bestmöglichen Versorgung der verletzten Personen einleiten kann. Festgestellt wurden schließlich: ein Schwerverletzter, ein Mittelschwerverletzter und ein leichtverletztes Kind. Unter Rücksprache mit dem Notarzt und des Rettungsdienstpersonals startete die Befreiung der Personen. Die Wasserburger Feuerwehrkräfte wurden vom Leiter der Technischen Rettung Sven Megyes und weiteren Günzburger Kräften im Umgang mit Schere und Spreizer, sowie weiteren technischen Geräten geleitet und geführt. Letztlich gelang es alle Personen aus beiden Fahrzeugen zu retten.

Während die Feuerwehr Wasserburg den Umgang mit den Gerätschaften verinnerlichte, übten die Frauen und Männer des BRK den geordneten Ablauf an der Einsatzstelle, die Versorgung und Rettung der Personen und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.

In der Nachbesprechung konnte der Übungsleiter allen an der Übung beteiligten Personen Lob aussprechen. Es wurde einiges von medizinischer Seite erklärt, sowie auch die technische Rettung näher gebracht. Alle hoffen, dass sich so eine Übungslage nicht als Realeinsatz wiederholt, dennoch müssen solche Lagen immer wieder geübt werden, da es häufig zu Unfällen kommt.

Die Freiwillige Feuerwehr Wasserburg bedankte sich bei der BRK Bereitschaft Günzburg-Leipheim, dass sie mit sechs Personen und zwei Fahrzeugen teilgenommen hatte. Dank galt auch dem Notarzt Dr. Mark-Michael Ventzke für sein Mitwirken. Dankende Worte empfingen auch die Kammeraden der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg und Stadtbrandinspektor Christian Eisele, der die Fahrzeuge und Personal zusicherte, sowie den Mimen. Ebenso dem Organisationsteam und der Fa.Sauter in Bubesheim, auf dessen Gelände die Übung stattfand. Insgesamt waren 28 Einsatzkräfte der Feuerwehren und des BRK an der Übung beteiligt. Text: Mario Obeser

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