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Der Falschfahrer wurde schwerstverletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes gegen den Fahrer. Foto: Mario Obeser

Tragischer Unfall: Warum wendete der PKW-Fahrer auf der Autobahn?

Nach dem tragischen Verkehrsunfall am 24.11.2017 auf der Autobahn 8 bleibt die Frage, warum wendete der Mercedes-Lenker und wurde zum Falschfahrer.
Am Freitagmorgen bot sich den gegen 05.30 Uhr auf die Autobahn 8 bei Leipheim alarmierten Rettungskräften ein schlimmes Bild. Sie stellten zwischen den Anschlussstellen Elchingen und Leipheim, rund 600m vor Leipheim, einen stark beschädigten PKW an der rechten Leitplanke fest. Der Fahrer war in seinem Wagen eingeklemmt. Rund 150m weiter stand ein BMW am Mitteltrog, der auf der Fahrerseite erhebliche Beschädigungen aufwies. Hinter dem Steuer der leblose Fahrer. Auf der Fahrbahn lagen über mehrere hundert Meter versteut Teile der Unfallfahrzeuge.

Die nach und nach eintreffenden Einsatzfahrzeuge mussten sich mühevoll den Weg zur Unfallstelle „bahnen“, denn in weiten Teilen war keine Rettungsgasse vorhanden. Lastwagenfahrer standen auf der mittleren und rechten Fahrspur und auf der linken Fahrbahn PKWs. Kämpfte sich ein Einsatzfahrzeug den Weg frei, zogen die Fahrzeuglenker wieder zurück in die spärlich vorhandene Gasse. Das dichte Auffahren im Stau lässt das nachträgliche bilden einer Rettungsgasse kaum noch zu. Es ist schlichtweg kein Platz mehr zum Rangieren.

Der Mercedes-Fahrer musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgeräten aus seinem Wrack befreit werden. Er wurde nach erster notärztlicher Versorgung mit dem Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung aus München in eine Klinik nach Ulm geflogen. Für den Lenker im BMW kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen.

Zunächst war unklar, wie die Fahrzeuge kollidierten. Bei der Unfallaufnahme und durch Befragungen der Autobahnpolizei Günzburg vor Ort zeigte sich dann den Unfallhergang.

Der Fahrer des Mercedes scherte vor Leipheim knapp vor einen Sattelzug ein und bremste diesen aus. Im weiteren Verlauf fuhr er weiter und wendete an der Anschlussstelle Leipheim und setzte seine Fahrt nun als Falschfahrer fort, die dann kurz vor Leipheim ein tragisches Ende nahm. Der Falschfahrer kollidierte auf dem linken Fahrstreifen mit dem BMW. Warum der Fahrer wendete, ob Alkohol, Drogen, oder eine Suizidabsicht in Frage kommt, dies müssen nun weitere Ermittlungen der Polizei ergeben.

Neben den Feuerwehren aus Unter- und Oberelchingen, sowie aus Leipheim, waren an der Unfallstelle der Rettungsdienst mit mehreren Rettungswagen, Notarzt und einem Einsatzleiter Rettungsdienst, eine Kraft des Kriseninterventionsdienstes des BRK Günzburg zur Betreuung der Ersthelfer an der Unglücksstelle, der Autobahnbetreiber Pansuevia, die Autobahnpolizei Günzburg mit mehreren Streifen und ein Gutachter, der zur Erstellung eines Unfallanalytischen Gutachten an die Einsatzstelle bestellt wurde. Die Autobahnpolizei Günzburg gibt den Sachschaden vorläufig mit rund 70.000 Euro an. Zur Unterstützung der unfallaufnehmenden Beamten war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Autobahn konnte, nach rund 4,5 Stunden, kurz vor 10 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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