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Symbolfoto: Mario Obeser

Silvesterbilanz des Polizeipräsidiums Ulm – Mehr Brände und Sachbeschädigungen

Die Feuerwehren, Rettungsdienste, kommunale Ordnungsdienste und die Polizei hatten in der Silvesternacht zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Es waren vor allem kleinere und größere Brände, zu denen die Einsatzkräfte gerufen wurden.

Schwerwiegende Unfälle und gewalttätige Auseinandersetzungen blieben weitgehend aus. Auch wurden der Polizei bislang keine Belästigungen mit sexuellem Hintergrund bekannt.

Die Polizei war mit verstärkten Kräften im Einsatz, insbesondere an den Orten mit großen Menschenansammlungen. Alleine auf dem Ulmer Münsterplatz feierten ca. 5.000 Menschen. Mit Kontrollen und Präsenzstreifen konnte vielfach und vielerorts der unerlaubte oder unsachgemäße Einsatz von Feuerwerkskörpern verhindert werden. Auch das Aggressionspotential einzelner Personen und kleinerer Personengruppen hatten die Einsatzkräfte im Blick, durch frühzeitiges Einschreiten wurden Schlägereien und andere Eskalationen verhindert.

Während in diesem Jahr weniger Körperverletzungen zur Anzeige kamen, war bei den durch Feuerwerkskörper verursachten Bränden und Sachbeschädigungen eine Zunahme zu verzeichnen. Verirrte Raketen und glühende Reste von abgebrannten Feuerwerkskörpern, aber auch leichtfertig oder absichtlich herbeigeführte Gefahren und Schäden waren die Ursache.

Die Polizei nennt in ihrem Bericht einige der Vorfälle in der Silvesternacht.

Stadtkreis Ulm und Alb-Donau-Kreis

  • Kleinbrand in Erbach
    In Erbach entzündete ein Böller einen Müllbehälter und mehrere gelbe Säcke. Ob an einem in unmittelbarer Nähe parkenden Auto Schaden entstand ist noch unklar.
  • Am Münsterplatz auf Polizeistreife gezielt
    Auf dem Münsterplatz feuerten Unbekannte aus der Menge eine Rakete waagrecht gegen eine Polizeistreife. Die Beamten blieben unverletzt.
  • Passant in Ulm mit Messer bedroht und bestohlen
    In der Frauenstraße Ecke Olgerstraße überfiel ein Unbekannter einen Passanten. Der Angreifer bedrohte den 28-Jährigen mit einem Messer, schlug ihn nieder und raubte sein Mobiltelefon.

Landkreis Göppingen

  • Container in Flammen
    Ein mit Holzabfall gefüllter Bauschuttcontainer stand gegen 04.30 Uhr in Zell unter Aichelberg in Flammen. Durch die Hitze wurde ein Gebäude in Mitleidenschaft gezogen.  Der Sachschaden beläuft sich auf 10.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung gegen unbekannt.
  • 19-Jähriger in Geislingen verletzt
    In Geislingen verletzte sich ein 19-Jähriger gegen Mitternacht, beim Abschießen einer Rakete. Diese explodierte aus unbekannter Ursache unmittelbar beim Anzünden.  Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.
  • Böller in Briefkasten in Gosbach – 5000 Euro Sachschaden
    Rund 5000 Euro Sachschaden richteten unbekannte Täter in Gosbach bei Bad Ditzenbach an. Sie warfen gegen 22.00 Uhr in der Drackensteiner Straße einen Böller in den Briefkasten eines Mehrfamilienhauses. Durch die Wucht der Detonation wurde das Mauerwerk beschädigt. Metallteile flogen rund 10 Meter weit. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich mehrere Jugendliche vor dem Haus auf. Die Polizei sucht Zeugen und Hinweise.
  • Zigarettenautomaten in Eislingen gesprengt
    Den Lärm der Böller nutzten Diebe gegen 22.15 Uhr in Eislingen aus. Sie sprengten in der Poststraße einen Zigarettenautomaten und räumten diesen aus.
  • Brand von Hecken
    In Heiningen und Göppingen brannten Thuja-Hecken, in denen Feuerwerkskörper gelandet waren.

Landkreis Heidenheim

  • Hoher Schaden durch Feuerwerkskörper in Giengen
    Eine erhebliche Brandgefahr führte jemand gegen 02.00 Uhr in der Marktstraße in Giengen herbei. Der Unbekannte warf einen Böller oder einen brennenden Gegenstand in den Müllcontainer eines Einkaufsmarktes. 10.000 Euro Sachschaden war die Folge. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude rechtzeitig verhindern.
  • Fensterscheiben in Giengen beschädigt
    In Giengen wurden am Abend auch mehrere Fensterscheiben beschädigt, als ein Unbekannter in der Lederstraße einen Böller warf. Der Verursacher rannte davon. Er ist etwa 1,90 Meter groß, schlank und hatte einen Vollbart. Er war mit einer grünen Jacke mit Pelzkragen, einer Mütze und einer schwarzen Hose bekleidet.
  • Heidenheim: Morsche Holzterrasse gab nach – 42-Jähriger verletzt
    Beim Einsturz einer Holzterrasse wurde in Heidenheim ein 42-Jähriger leicht verletzt. Er hatte sich gegen Mitternacht mit weiteren Personen auf der Terrasse einer Wohnung in der Robert-Koch-Straße aufgehalten. Als das äußerlich nicht erkennbare morsche Holz nachgab, sprangen die Personen rechtzeitig ins Haus. Der Verletzte konnte sich am Geländer festhalten.
  • Heckenbrand in Sontheim
    In Sontheim brannte um kurz nach Mitternacht eine Thuja Hecke. Bei Löschversuchen atmeten drei Anwohner Rauch ein. Sie wurden mit dem Verdacht auf leichte Rauchvergiftungen in Kliniken gefahren.
  • Rakete explodierte neben dem Kopf
    Verletzungen im Gesicht trug ein Mann zum Jahreswechsel in der Berchtenstraße in Heidenheim davon. Eine Rakete war in Nähe des Kopfes des 48-Jährigen explodiert. Der Rettungsdienst transportierte ihn in die Notaufnahme.

Landkreis Biberach

  • Die unsachgemäß entsorgten Reste abgebrannter Feuerwerkskörper lösten in Biberach einen Brand mit Verletzten aus.
    Mindestens 50.000 Euro Sachschaden entstand bei einem Gebäudebrand in der Neujahrsnacht gegen 1.30 Uhr in der Martin-Luther-Straße in Biberach. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte ein 35-jähriger Bewohner des Gebäudes abgebrannte Feuerwerkskörper in einer Mülltonne entsorgt. Diese waren offensichtlich noch nicht vollständig erloschen. Dadurch entzündete sich die im Keller abgestellte Mülltonne. Das Feuer griff auf die im selben Raum aufbewahrten Gegenstände – unter anderem mehrere Autoreifen – über.  Dabei brannte der Kellerraum vollständig aus. Ein weiteres Übergreifen des Feuers konnte durch die Feuerwehr Biberach verhindert werden. Diese war mit mehreren Fahrzeugen und fast 50 Einsatzkräften vor Ort. Durch den Brand erlitten zwei Säuglinge im Alter von einem Jahr und ein 7jähriges Kind Rauchgasvergiftungen. Sie mussten in ein naheliegendes Krankenhaus eingeliefert werden. Das DRK Biberach war zur Versorgung der Verletzen und der evakuierten Bewohnern mit mehreren Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort. Die evakuierten Bewohner wurden von der Stadtverwaltung Biberach kurzfristig anderweitig untergebracht, da das Gebäude derzeit nicht bewohnbar ist. Das Polizeirevier Biberach ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.
  • In Achstetten brannte eine Hecke
    Die Freiwillige Feuerwehr Erolzheim war um 00.15 Uhr im Spatzenweg im Einsatz. Eine Feuerwerksbatterie hatte 17 Pflanzen einer Thujahecke in Brand gesetzt. Dies war auch am Abend in der Talstraße in Achstetten der Fall. Dort war gegen 19.30 Uhr eine Feuerwerksbatterie nach dem Anzünden umgekippt und hatte die rund 3 Meter hohe Hecke getroffen. Eigene Löschversuche mit dem Gartenschlauch blieben ohne Erfolg. Den Brand löschte die örtliche Feuerwehr.
  • Weggeworfene Böllerreste lösten Feuer in Attenweiler aus
    Glimmende Böllerreste blieben im Starenweg in Attenweiler unbemerkt. Sie landeten in einer Mülltonne, die gegen 01.00 Uhr zu brennen anfing. Das Feuer griff auf einen Schuppen und die Garage über. Die Feuerwehr verhinderte größeren Sachschaden.
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