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Blindgänger Neu-Ulm 10.04.2018
Foto: Stadt Neu-Ulm

Blindgänger auf dem Gelände Südstadtbogen in Neu-Ulm: Evakuierung und Entschärfung am 13. April

Am gestrigen Dienstagnachmittag wurde auf dem Baustellengelände des Südstadtbogens in der Neu-Ulmer Innenstadt bei Erdarbeiten ein Blindgänger gefunden. Diese wird am Freitag entschärft.  Rund 11.800 bis 12.000 Personen werden von der Evakuierung betroffen sein.

Es handelt sich hierbei wieder um eine amerikanische 500 Kilogramm Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger ist durch den Kampfmittelräumdienst bereits gesichert. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Entschärfung wird am Freitag, 13 April 2018, durchgeführt

Um während der Entschärfung des Blindgängers die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, ist es zwingend nötig, eine Sicherheitszone einzurichten. Die Stadtverwaltung geht in Absprache mit dem Sprengkommando aus München davon aus, dass der Radius der Zone in Richtung Nord/Süd je 450 Meter und in Richtung West/Ost 500 Meter betragen wird. Die Zone wurde angepasst an die örtlichen Gegebenheiten, um den Eingriff für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Innerhalb der Sicherheitszone müssen alle Personen ihre Wohnungen verlassen.

  • Beginn der Evakuierung ist am Freitag gegen 08.00 Uhr.
  • Bereits ab 07.00 Uhr werden alle Straßen, die sich in der Sicherheitszone befinden für die Dauer der Entschärfung für den Verkehr gesperrt.
  • Auch der ÖPNV fährt ab 07.30 Uhr nicht mehr durch die Sicherheitszone, sondern wird umgeleitet. Die Züge der Deutschen Bahn halten ab 07.30 Uhr nicht mehr am Neu-Ulmer Hauptbahnhof, sondern fahren direkt weiter in Richtung Ulm.
  • Die Bürgerinnen und Bürger, die innerhalb des Sicherheitsbereiches wohnen, müssen ab 08.00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
  • Die Geschäfte und Firmen im Schutzbereich können ebenfalls nicht angedient werden und sind geschlossen.

Mitarbeiter der Polizei, der Feuerwehr und des Bayerischen Roten Kreuzes werden von Haus zu Haus gehen und die Bevölkerung auffordern, ihre Häuser zu verlassen. Bewohnern, die für die Zeit der Entschärfung nicht bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterkommen können, stellt die Stadt Aufenthaltsmöglichkeiten in der Turnhalle der Weststadtschule (Schießhausallee 7) zur Verfügung. Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden in einem noch festzulegenden Standort in Neu-Ulm untergebracht. Personen, die Unterstützung beim Ver-lassen ihrer Wohnungen benötigen, werden vom Fahr-dienst des BRK oder einem Hol- und Bringdienst abgeholt. Personen, die diesen Dienst in Anspruch nehmen wollen, sollten sich bis spätestens Donnerstag, ab 15 Uhr über die Bürgerhotline anmelden. Eine entsprechende Telefonnummer wird noch mitgeteilt.

Die Verwaltung bittet die Innenstadtbewohner im entsprechenden Gebiet, am Freitagmorgen ab 07.00 Uhr auf Durchsagen zu achten und ihre Radiogeräte einzuschalten. Für die Zeit der Entschärfung sichert die Polizei die Sicherheitszone ab, so dass Unbefugte sich keinen Zugang zu den dort liegenden Wohnungen verschaffen können.

Die Verwaltung geht davon aus, dass die Evakuierung nach rund sechs Stunden abgeschlossen sein wird und entsprechend mit der Entschärfung begonnen werden kann. Eine genaue zeitliche Prognose kann nicht abgegeben werden. Ziel aller Beteiligten ist es jedoch, die Entschärfung bei Tageslicht abschließen zu können. Die Bevölkerung wird über Radiodurchsagen, die Internetseite der Stadt Neu-Ulm (www.evakuierung.neu-ulm.de), die städtische Facebookseite (https://www.facebook.com/stadt.neuulm/) und den Twitterkanal der Polizei (https://twitter.com/polizeiSWS) darüber informiert, ab welchem Zeitpunkt der Sicherheitsbereich aufgehoben und die Rückkehr in die Wohnungen wieder möglich sein wird.

Hotline
Für alle Bürgerinnen und Bürger wird eine Hotline eingerichtet. Die Telefonnummer wird noch mitgeteilt. Mitarbeiter der Polizei und des Bayerischen Roten Kreuzes erreichbar und beantworten Fragen zum weiteren Vorgehen bzw. zur nötigen Räumung der Innenstadt.

Bewohner
Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich rechtzeitig auf die Räumung ihrer Wohnung einzustellen. Ab 8.30 Uhr werden die Evakuierungs-Teams von Wohnung zu Wohnung gehen und die Bewohner auffordern ihre Wohnungen zu verlassen. Da die Evakuierungszeit mehrere Stunden dauern wird, werden die Bewohner gebeten, die für sie wichtigen Dinge mitzunehmen (beispielsweise Medikamente). Auch an Haustiere, die nicht über einen längeren Zeitraum allein in der Wohnung bleiben können, muss gedacht werden. Sobald alle Häuser geräumt sind, können die Bewohner für die Dauer des Einsatzes nicht mehr in ihre Wohnungen zurück.

Handzettel
Die Stadtverwaltung hängt ab Mittwoch in den Gebäuden innerhalb der Sicherheitszone Flugblätter mit Informationen zur Entschärfung des Blindgängers aus. Hierauf ist vermerkt, ab wann die Bewohner ihre Wohnungen verlassen müssen und wo sie sich für die Dauer des Einsatzes auf-halten können.

Straßensperrungen
Der Radius der Sicherheitszone hat zur Folge, dass wichtige Verkehrsverbindungen in der Innenstadt gesperrt wer-den müssen. Betroffen hiervon sind unter anderem auch der Allgäuer Ring und die Herdbrücke. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Neu-Ulmer Innenstadtbereich für die Dauer des Einsatzes weiträumig zu umfahren.

Donauklinik
Die Donauklinik ist für Besucher ab Start und bis zur Auf-hebung der Sperrungen nur fußläufig erreichbar. Die Rettungsdienste können die Klinik anfahren.

Innenstadtgeschäfte/Gastronomie
Alle Innenstadtgeschäfte und Einrichtungen innerhalb der Sicherheitszone bleiben für die Dauer des Einsatzes geschlossen.

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