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Blitzermarathon 2018 Vorankuendigung
Lasermessung. Foto: Polizei

24-Stunden-Blitzmarathon am 18. und 19.April 2018

Die Bayerische Polizei führt die bayernweit verstärkten Geschwindigkeitskontrollen ab Mittwoch, den 18. April, 06.00 Uhr für 24 Stunden durch.

Auch der sechste Bayerische Blitzmarathon findet im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ statt. „Mit unserem Bayerischen Blitzmarathon wollen wir das Problembewusstsein für zu hohe Geschwindigkeit schärfen“, erklärte Herrmann im Vorfeld. „Unsere Verkehrsteilnehmer sollen sich dauerhaft an die Geschwindigkeitslimits halten und im Zweifel besser den Fuß vom Gas nehmen.“ Beim Blitzmarathon gehe es der Polizei nicht darum, möglichst viele Verwarnungen auszusprechen oder Bußgeldbescheide zu verschicken. „Deshalb haben wir alle Messstellen im Vorfeld im Internet veröffentlicht“, so der Minister weiter.

Laut Herrmann zeigen die Erfahrungen bei den Blitzmarathonaktionen der vergangenen Jahre, dass es immer noch zu viele Unbelehrbare gibt: „Obwohl auch im letzten Jahr alle Messstellen frühzeitig im Internet unter www.sichermobil.bayern.de abrufbar waren, gingen uns 2017 beim Blitzmarathon in Bayern insgesamt 8.941 Geschwindigkeitssünder ins Netz.“ Das wiegt nach Herrmanns Worten besonders schwer, denn die bayerische Verkehrsunfallstatistik zeigt ganz klar, dass zu schnelles Fahren die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle ist. 2017 wurden insgesamt 226 (2016: 215) und damit 5,1 Prozent mehr Menschen durch Geschwindigkeitsunfälle getötet, als im Vorjahr. Die Zahl der dabei Verletzten ging mit 10.112 zwar leicht zurück (2016: 10.234, -1,2 Prozent). Insgesamt stieg die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsunfälle aber auf 19.060 (2016: 18.763, +1,6 Prozent) weiter an.

Insgesamt rund 1.900 Polizistinnen und Polizisten sowie etwa 50 Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbänden der kommunalen Verkehrsüberwachung kontrollieren die Geschwindigkeit an rund 2.000 möglichen Messstellen in ganz Bayern.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Blitzmarathon.

Die Aktion dient in erster Linie dazu das Thema Verkehrssicherheit im Allgemeinen und überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache im Speziellen, in Erinnerung zu rufen und unter medialen Fokus zu setzten.

Die Gesamtzahl der Unfälle im Präsidiumsbereich lag im Jahr 2017 bei 28.216, womit sich der Trend der Steigerung der Unfallzahlen fortsetzte. Bei diesen Unfällen wurden 5.672 Personen verletzt. Bei 57 Unfällen mit getöteten Personen kamen 70 Menschen ums Leben. Eine Senkung der Verkehrsunfallzahlen ist eines der Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Die Verkehrserziehung und Verkehrsüberwachung nehmen eine wichtige Rolle, im Zuge einer umfassenden Verkehrsunfallvorsorge, ein. Durch den Blitzmarathon werden Gesichtspunkte aus beiden Präventionsfeldern aufgegriffen.

Auch in den geltenden Verkehrsüberwachungsvorschriften werden die Ziele aus dem Verkehrssicherheitsprogramm aufgegriffen. Neben einer Senkung der absoluten Verkehrsunfallzahlen haben diese auch das Ziel die Unfallfolgen zu vermindern. Bezüglich der Unfallfolgen stellt die gefahrene Geschwindigkeit, ein zentral bestimmendes Element dar. Aus diesem Grund muss Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit auch mit Überwachungsmaßnahmen entgegengewirkt werden.

Unter anderem aus diesen Gründen wird ab Mittwoch den 18.04.2018, 06:00 Uhr ein sechstes Mal der „Blitzmarathon“ durchgeführt.

Im letzten Jahr mussten trotz der offensiven Ankündigung der Maßnahmen erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen zur Anzeige gebracht werden. Diese werden in der Folge exemplarisch dargestellt:

  • Schlingen/Kreis Unterallgäu: 163 km/h bei erlaubten 100 km/h
  • Balderschwang/Kreis Oberallgäu: 93 km/h bei erlaubten 60 km/h
  • Germaringen/Kreis Ostallgäu: 97 km/h bei erlaubten 60 km/h
  • Roßhaupten/Kreis Ostallgäu: 109 km/h bei erlaubten 70 km/h
  • Erkheim/Kreis Unterallgäu: 134 km/h bei erlaubten 100 km/h
  • Ottobeuren/Kreis Unterallgäu: 120 km/h bei erlaubten 70 km/h
  • Krumbach/Kreis Günzburg: 137 km/h bei erlaubten 100 km/h
  • Günzburg, bei Bubesheim: 141 km/h bei erlaubten 100 km/h
  • Pfaffenhofen/Kreis Neu-Ulm: 68 km/h bei erlaubten 30 km/h
  • Bellenberg/Kreis Neu-Ulm: 95 km/h bei erlaubten 50 km/h
  • Illertissen/Kreis Neu-Ulm: 128 km/h bei erlaubten 80 km/h

Das Polizeipräsidium Kempten erhofft sich für den kommenden Blitzmarathon wiederum einen positiven Effekt auf die Verkehrssicherheit. In den letzten Jahren konnte dieser Effekt aus einer niedrigeren Beanstandungsquote, bei der Messung mit Radargeräten festgestellt werden. Wie bereits in den Vorjahren wurden die Messstellen vorab im Internet veröffentlicht.

Hier die Messstellen:

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