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Symbolfoto: Mario Obeser

Höchstädt a. d. Donau: Flammen in Asylbewerberunterkunft

Ein Feuer brach am 17.04.2018 in der Asylbewerberunterkunft in Höchstädt aus. Drei Personen zogen sich Verletzungen zu. Brandursache derzeit unklar.
Heute Nacht, gegen 02.50 Uhr, meldete ein 38-jähriger Bewohner des Übergangwohnheimes für Asylbewerber, dass es in der Unterkunft An der Kohlplatte brennt. Als der 38-Jährige in der Nacht auf die Toilette ging, bemerkte er einen Brandgeruch. Als er nach draußen ging, sah er im 1. Stock eines Wohncontainers Flammen lodern und verständigte daraufhin die Polizei.

Bei Eintreffen der Rettungskräfte stand das nördliche Containergebäude bereits in Vollbrand. Alle 26 anwesenden Bewohner hatten zuvor selbständig die Wohnräume verlassen. Nach derzeitigem Stand wurden drei Personen leicht verletzt, wobei zwei Schnittverletzungen erlitten und bei einem weiteren Bewohner der Verdacht auf Rauchgasintoxikation bestand. Die Verletzten wurden vom Rettungsdienst in die Krankenhäuser Dillingen und Donauwörth zur ärztlichen Versorgung gefahren. Acht Personen, die normalerweise auch in der Unterkunft leben, waren während des Brandes nicht vor Ort; weitere Personenfeststellungsmaßnahmen zum Ausschluss von anderweitig auf dem Gelände aufhältlichen Personen wurden ebenfalls getätigt und verliefen negativ. Die restlichen Bewohner wurden von Kräften der Feuerwehr und der Polizei im Gerätehaus der Feuerwehr betreut. Gegen 06.30 Uhr war der Brand zunächst gelöscht.

Flammen loderten erneut auf – giftige Dämpfe
Eine Stunde später, gegen 07.30 Uhr, loderten Glutnester offenbar erneut auf. Es brannten Dämm- und Schaumstoffe, wodurch sich eine giftige Rauchentwicklung bildete. Die Anwohner wurden angehalten die Fenster und Türen geschlossen zu halten, da die Gefahr bestand, dass die giftigen Gase in Richtung Innenstadt ziehen.

Eine Baggerfirma wurde an den Brandort hinzugezogen, um die Seitenteile der Container einzureißen und die innenliegenden Glutnester bekämpfen zu können. Die Bewohner des Übergangwohnheimes kommen in einer anderen Unterkunft in Syrgenstein unter. Die ansässigen Feuerwehren waren mit rund 60 Mann im Einsatz. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden, dieser könnte sich aber durchaus auch im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen.

Ermittler der Kripo sollen Brandursache klären
Die Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Dillingen haben die Ermittlungen zur Brandursache, die derzeit noch völlig unklar ist, übernommen. Ein Betreten des Brandortes ist den Beamten allerdings derzeit nicht möglich, da ein hinzugezogener Statiker momentan von erheblicher Einsturzgefahr des betroffenen Containertrakts ausgeht.

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