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Martin Erhardt von der MAURER VERANSTALTUNGSTECHNIK GmbH brennt für das Thema. Foto: Mario Obeser

Nachhaltigkeit als gelebte Philosophie: Workshop für Nachwuchskräfte im Eventmanagement

Die Erwartungen waren bunt gemischt, aber mit einem Ziel. Nachwuchskräfte nahmen am bundesweiten Workshop zur Nachhaltigkeit im Eventmanagement teil.

Die Seminarreihe zur Nachhaltigkeit im Eventmanagement ist eine bundesweite Bildungsoffensive, die das Netzwerk 2bdifferent gemeinsam mit dem deutschen FAMAB Kommunikationsverband e.V. und der FAMAB Stiftung, sowie der Unterstützung der ESG Einkaufs- und Servicegesellschaft mbH und dem Partner MAURER VERANSTALTUNGSTECHNIK GmbH ins Leben gerufen hat. Dabei soll Nachwuchskräften der Gedanke und das Fachwissen für die nachhaltige Gestaltung der Eventbranche vermittelt werden. Jetzt fand einer der Workshops im idyllisch gelegenen Dietingen bei Blaustein statt. In den modernen und nachhaltigen Räumlichkeiten der MAURER VERANSTALTUNGSTECHNIK GmbH trafen sich zahlreiche Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft. Die Bandbreite ging von Schülern über Auszubildende bis hin zu Studierenden im dualen System.

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Referent und Inhaber Jürgen May von 2bdifferent. Foto: Mario Obeser

Die beiden Referenten Jürgen May und Clemens Arnold von 2bdifferent verstanden es dabei sehr gut, die unterschiedlichen Wissensstände der agilen Teilnehmer aufzuspüren und zu ergänzen, sowie deren Motivation für innovative Ansätze zu steigern. Inhaber Jürgen May ist nach Umweltmanagement ISO 14001 und als Auditor für nachhaltiges Eventmanagement nach ISO 20121 zertifiziert. Er ist unter anderem Entwickler des ersten Umweltmanagementsystems für Messen und Events, sowie Berater im Expertenteam der Deutschen Umweltstiftung.

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Clemens Arnold, Partner von 2bdifferent. Foto: Mario Obeser

Sein Partner Clemens Arnold wiederum ist neben zahlreichen beratenden Tätigkeiten auch ausgebildeter Trainer für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Im Rat für nachhaltige Entwicklung mit interdisziplinären Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wird das Thema Nachhaltigkeit innerhalb der Bundesregierung beratend begleitet. Dort hat man den Deutschen Nachhaltigkeitskodex entwickelt, der immer mehr als Standard neben dem GRI (global standards for sustainability reporting) an Bedeutung gewinnt.

Visionäre Idee – Konkrete Wirkung

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Martin Erhardt bei der Betriebsführung durch die ökologisch gebauten Räumlichkeiten. Foto: Mario Obeser

Wenn Martin Erhardt von der MAURER VERANSTALTUNGSTECHNIK GmbH über das Thema Nachhaltigkeit spricht, merkt man ihm sofort an, dass er für die Sache brennt. Er hat es sich auf die Fahne geschrieben: „Wer Nachhaltigkeit mit Verzicht gleichsetzt, hat das Thema noch nicht richtig verstanden“. Als Marketingdirektor ist Martin Erhardt seit zwei Jahren bei der Eventfirma tätig. Er sammelte in ganz Deutschland Erfahrungen in verschiedenen Führungspositionen, bei denen er eine solide Basis und die erforderliche Kompetenz für seine jetzige Tätigkeit aufbauen konnte. Seitdem geht er konstant den Weg der stetigen Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit, die er nicht als Last empfindet, sondern mit Lust angeht. Und er versteht Nachhaltigkeit nicht als Label, das man kauft und sich modisch aufklebt, sondern als gelebte Philosophie.

Einen Eindruck davon, wie das Unternehmen die Nachhaltigkeit lebt, zeigte sich unter anderem bei der Firmenführung, die auch durch die lichtdurchflutete Lagerhalle führte. Diese wurde im Gegensatz zu der üblichen Bauweise nicht mit Stahlträgern, sondern mit Leimbindern aus Buchenholz, also Holzträgern erstellt. Überhaupt wurde viel Holz im gesamten Gebäude verbaut, was eine angenehme Atmosphäre schafft. Über eine Hackschnitzelanlage einer benachbarten Holzbaufirma wird die Wärme zum Heizen bezogen. Und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt die komplette Stromversorgung ab. Also bereits beim Bau der Räumlichkeiten stand der ökologische Faktor im Vordergrund.

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Foto: Mario Obeser

Wenn von Nachhaltigkeit im Eventmanagement gesprochen wird, bedeutet dies allerdings auch, sämtliche Komponenten einer Veranstaltung in die Betrachtung einzubeziehen. Dies geht über die verwendete Technik und die Reise der Teilnehmer bis hin zum Catering und vielen weiteren Bausteinen. Eine sorgfältige Planung ist unumgänglich. So sind beispielsweise sämtliche Daten aller Geräte und vorhandenen Elemente im System erfasst. Damit steht bei der Planung bereits fest, welcher Stromverbrauch bei der jeweiligen Veranstaltung anfallen wird und welche Gesamtmasse transportiert werden muss. Damit kann auch das sinnvollste Transportmittel gewählt werden. Dies stellt vorweg einen gewissen Aufwand dar, doch bereits nach kurzer Zeit ist der wirtschaftliche Vorteil deutlich messbar. Die MAURER VERANSTALTUNGSTECHNIK GmbH bietet zwischenzeitlich auch alle Veranstaltungen klimaneutral an. Das bedeutet einerseits eine deutliche Reduzierung der Emissionen und andererseits wird der noch verbleibende Ausstoß an Treibhausgas dann über einen internationalen Klimadienstleister komplett kompensiert.

Nachhaltiges Denken – Nachhaltiges Handeln

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Foto: Mario Obeser

Ein vorbildlich nachhaltiges Unternehmen wie die MAURER VERANSTALTUNGSTECHNIK GmbH besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen. Dies ist erstmal die ökonomische Kategorie. Darunter fallen beispielsweise die Optimierung der Arbeitsabläufe, die stetige Erneuerung des Fuhrparks, regelmäßige Rücklagen für schwierige Zeiten und vieles mehr. Aber auch die Ökologie spielt eine wichtige Rolle, wie beispielsweise die zertifizierte klimaneutrale Veranstaltung, ein Fuhrpark mit aktuellen Schadstoffstandards, sowie neueste und energieeffiziente Technik. Ein weiterer, ebenso wichtiger Punkt stellt die soziale Komponente dar. Dass es beispielsweise nur unbefristete Arbeitsverträge im Unternehmen gibt, übertarifliche Löhne bezahlt werden und auch turnusmäßige Mitarbeitergespräche stattfinden. Hier wird klar, dass das Thema Nachhaltigkeit von vielen Unternehmen noch nicht den richtigen Stellenwert gefunden hat, ja sogar falsch verstanden wird.

Die EU hatte im Dezember 2014 eine Richtlinie verabschiedet, dass es bei Firmen in bestimmtem Umfang einen Nachhaltigkeitsbericht geben muss. Diese Richtlinie wurde im März 2017 im Bundesrat als bundesdeutsches Gesetz verabschiedet. Davon betroffen sind alle kapitalmarktorientierten Unternehmen, die bestimmte Kernkriterien erfüllen. In Europa gibt es derzeit rund 6000 Unternehmen, die unter diese Bedingungen fallen und 540 davon sind es in Deutschland. Das Ziel ist es, das Vertrauen von Kunden und Investoren entsprechend zu erhöhen. Die Verpflichtung für kleinere und mittlere Unternehmen soll in den nächsten Jahren folgen oder sie sind bereits heute, im Rahmen der Lieferkette, betroffen.

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Die beiden Referenten Jürgen May (stehend links im Bild) und Clemens Arnold (ganz rechts sitzend) von 2bdifferent. Foto: Mario Obeser

Wer nicht bereits Weichen gestellt hat und das Thema nicht zeitnah angeht, wird in Zukunft im Wettbewerb nicht bestehen können. Dies wurde am Beispiel des Autobauers BMW während der Vorträge deutlich. So erstellte BMW eigene Prüfverfahren, um die Nachhaltigkeit der Zulieferer zu beleuchten. Das hatte zur Folge, dass etwa 300 Zulieferer die Vorgaben nicht erfüllen konnten und davon rund 250 letztlich in der Lieferantendatenbank gesperrt wurden. Damit steht auch bei der Lieferantenauswahl eines Unternehmens nicht mehr an erster Stelle der Preis, sondern es wird erst geprüft, welches Unternehmen die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt. Und erst dann rücken die Kosten in den Vordergrund.

Tatendrang zur Veränderung in Richtung Nachhaltigkeit geweckt

Am Ende des ganztägigen Workshops öffnete sich damit für die Teilnehmer ein neuer Horizont. Erkannten sie am Anfang das Thema noch als gut und wichtig, so stand am Ende der geweckte Tatendrang, auch tatsächlich etwas verändern zu können. (Bericht: Mario Obeser)

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