Home » Allgemein » Deutschland & Welt » Bayerische Grenzpolizei arbeitet effektiv und erfolgreich mit der Bundespolizei zusammen
Herrmann und Seehofer Genzschutzpolizei
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Bundesinnenminister Horst Seehofer ziehen an der Grenzkontrollstelle der Bayerischen Polizei auf der SaalbrĂŒcke (Bundesstraße 304) bei Freilassing eine erste Bilanz der Bayerischen Grenzpolizei. Den Fahndern gelangen in den ersten Wochen mehr als 500 Fahndungstreffer. Foto: PolizeiprĂ€sidium Oberbayern-SĂŒd

Bayerische Grenzpolizei arbeitet effektiv und erfolgreich mit der Bundespolizei zusammen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Bundesinnenminister Horst Seehofer ziehen erste Bilanz – Bayerische Grenzpolizei arbeitet effektiv und erfolgreich mit der Bundespolizei zusammen
Bereits rund 1.750 Anzeigen seit Anfang Juli – Mehr als 500 Fahndungstreffer – Über 900 VerstĂ¶ĂŸe gegen AuslĂ€nderrecht, Waffen- und BetĂ€ubungsmittelgesetz

Seit ihrer GrĂŒndung Anfang Juli 2018 hat die Bayerische Grenzpolizei bereits mehr als 1.750 Anzeigen erstellt. Den Fahndern gelangen in den ersten Wochen außerdem mehr als 500 Fahndungstreffer. In rund 220 FĂ€llen wurde die unerlaubte Einreise von AuslĂ€ndern in das Bundesgebiet festgestellt. Hinzu kommen rund 475 VerstĂ¶ĂŸe gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz, rund 100 gegen das Waffengesetz und rund 125 Urkundsdelikte wie etwa PassfĂ€lschungen, sowie mehr als 640 entdeckte Verkehrsdelikte. Das ist die erste Arbeitsbilanz der Bayerischen Grenzpolizei, die Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Bundesinnenminister Horst Seehofer heute bei einem Pressetermin an der Grenzkontrollstelle der Bayerischen Polizei auf der SaalbrĂŒcke (Bundesstraße 304) bei Freilassing vorgestellt haben. Wie Herrmann erklĂ€rte, fĂŒhrt die Bayerische Grenzpolizei nach einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Bundesinnenministerium und mit Zustimmung der Bundespolizei seit 18. Juli auch eigenstĂ€ndige Grenzkontrollen durch: „Diese flexiblen Kontrollen finden temporĂ€r und an wechselnden Kontrollpunkten statt, wodurch sie sehr schwer vorhersehbar sind fĂŒr Kriminelle. Die Gefahr entdeckt zu werden, ist in Bayern daher grĂ¶ĂŸer als anderswo.“ Seehofer betonte: „Mit der UnterstĂŒtzung der Bayerischen Grenzpolizei ist das Kontrollnetz der Bundespolizei jetzt noch dichter. Damit ist der Freistaat noch sicherer als bisher.“

Schwerpunkt der bayerischen Grenzkontrollen ist die deutsch-österreichische Landesgrenze in den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern und Schwaben. FĂŒr die fachliche Leitung der Bayerischen Grenzpolizei ist die neu geschaffene Direktion mit Sitz in Passau verantwortlich. Dort erstellen Fahndungsspezialisten spezifische Lagebilder und koordinieren die Fahndungsmaßnahmen. „Das garantiert einen noch effizienteren und effektiveren Einsatz aller Kontroll- und FahndungskrĂ€fte“, erklĂ€rte Herrmann.

Neben eigenstĂ€ndigen Grenzkontrollen und gezielten SchwerpunkteinsĂ€tzen mit uniformierten und zivilen KrĂ€ften, ist es laut Herrmann insbesondere Aufgabe der Grenzpolizei, im Bereich hinter der Grenze zu fahnden. HierfĂŒr wird das bayerische Erfolgsmodell der Schleierfahndung sogar noch weiter intensiviert, vor allem im 30 Kilometer breiten Streifen entlang der Bundesgrenze zu Österreich und Tschechien sowie auf den Straßen und Eisenbahnstrecken von erheblicher Bedeutung fĂŒr den grenzĂŒberschreitenden Verkehr. Um das Fahndungsnetz im grenznahen Bereich noch enger zu ziehen, kĂŒndigte Herrmann an, die gegenwĂ€rtige PersonalstĂ€rke der Grenzpolizei von derzeit rund 500 Stellen schrittweise zu erhöhen. „Bis 2023 soll die Grenzpolizei auf insgesamt 1.000 Stellen anwachsen. Die dafĂŒr erforderlichen Beamtinnen und Beamten werden neu eingestellt und aus-gebildet. Damit werden wir die Zahl der Fahndungsexperten in GrenznĂ€he verdoppeln“, betonte Herrmann.

Mit Blick auf die 220 festgestellten unerlaubten Einreisen und mehrere Schleuserfestnahmen sagte Herrmann, die illegalen GrenzĂŒbertritte und die FlĂŒchtlingszahlen insgesamt seien in Bayern auch aufgrund der Grenzkontrollen deutlich zurĂŒckgegangen. „Das dichte Kontrollnetz schreckt aber vor allem auch viele Kriminelle ab, die mit schlechten Absichten in unser Land kommen wollen. Wenn Ganoven öfter einen Bogen um Bayern machen, haben wir unser Ziel erreicht.“ Als konkrete Beispiele fĂŒr den erfolgreichen Kampf der Grenzpolizei gegen Kriminelle nannte Herrmann aktuelle Fahndungserfolge. So wurden in den vergangenen Wochen gleich mehrere gestohlene Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, darunter beispielsweise ein gestohlener Porsche im Wert von rund 60.000 Euro. Auch ein hochpreisiger BMW M3 schaffte es nicht durch das Netz der bayerischen Fahnder. Das in Großbritannien entwendete Fahrzeug war zur Fahndung ausgeschrieben. Auch nach dem aus RumĂ€nien stammenden Beifahrer suchte die Polizei wegen bandenmĂ€ĂŸigen Betrugs. Bei den beiden Insassen wurden zudem mehrere Gramm Marihuana, die im Auto versteckt waren, gefunden.

Mit Blick auf das Zusammenspiel der Grenzkontrollen von Bundespolizei und Bayerischer Grenzpolizei und die verstĂ€rkte Schleierfahndung hinter der Grenze sagte Bundesinnenminister Seehofer: „Ich freue mich ĂŒber diesen weiteren Beweis unserer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“.

Anzeige ZurĂŒck zur NachrichtenĂŒbersicht10

x

Check Also

Junge Bub Schulkind

Bundesweite Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ starten

Unter dem Motto „Elterntaxi stehenlassen!“ legen zehntausende Kinder ihren Schul- und Kitaweg vom 17. bis 28. September zu Fuß, mit Roller und Fahrrad zurĂŒck. Am ...

Rettungswagen Notarzt

Hopferau: Bei Vorbereitung zum Mittelaltermarkt bei Detonation schwer verletzt

Bei den Vorbereitungen zu einem Kanonenschlag verletzte sich ein 59-jĂ€hriger Darsteller des Mittelaltermarktes „1468“ am 14.09.2018 in der Hopferau schwer. Bevor ein Schuss aus der ...