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Trafotransport Ichenhausen
66-Tonnen schwer - Neuer Transformator im Umspannwerk Ichenhausen. Foto: LEW/wz-foto

Ichenhausen: Neuer Transformator im Umspannwerk

Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) hat in der Nacht zum 23.10.2018 einen neuen 110-/20-kV-Transformator auf das Gelände des Umspannwerks Ichenhausen anliefern lassen.
Der neue Transformator ist leistungsstärker als der bisherige und arbeitet effizienter. Er wandelt die elektrische Spannung zwischen dem regionalen Hochspannungsnetz (110 kV) und dem lokalen Mittelspannungsnetz (20 kV) um. Das Umspannwerk spielt damit eine wichtige Rolle bei der Stromversorgung in Ichenhausen und den umliegenden Kommunen.

Der rund sechs Meter lange, drei Meter breite und drei Meter hohe Transformator wiegt etwa 66 Tonnen und wurde mit einem Spezial-Lkw vom Hersteller Starkstrom-Gerätebau SGB aus Regensburg angeliefert. Um den Straßenverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, legte der Spezialtransport den größten Teil der Strecke in den späten Abend- und Nachtstunden zurück, bis er am Umspannwerksstandort im Norden von Ichenhausen ankam.

Nach der Anlieferung auf das Gelände wurde der Trafo mit einem Autokran vom Transportfahrzeug gehoben und auf das Fundament gesetzt. Im Anschluss wird er angeschlossen, getestet und Anfang November in Betrieb genommen. Die Versorgung der Stromkunden ist währenddessen durch einen zweiten Trafo im Umspannwerk Ichenhausen gesichert. Der ausgemusterte Trafo wird am Dienstag abtransportiert und dann entsorgt.

So funktioniert das Stromnetz in Deutschland
Das deutsche Stromnetz ist unterteilt in Übertragungsnetze (Höchstspannung) und Verteilnetze (Hochspannung, Mittelspannung und Niederspannung). Die oft als „Stromautobahnen“ bezeichneten Übertragungsnetze nehmen den in den Großkraftwerken produzierten Strom auf und transportieren diesen mit einer Höchstspannung von 380 bzw. 220 Kilovolt (kV) über lange Entfernungen zu den Verbrauchsschwerpunkten.

Auf der Ebene der Verteilnetze wird der Strom in Hoch-, Mittel- und Niederspannung übertragen. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien wird Strom zunehmend auch auf der Verteilnetzebene in das Übertragungsnetz zurückgespeist.

Hochspannung (110 kV) im regionalen Verteilnetz: Hochspannungsnetze übernehmen die regionale Verteilung von Strom. Sie verbinden wichtige Netzknotenpunkte in einer Region, etwa Ballungszentren oder sehr große Industriebetriebe.

Mittelspannung (10 kV bzw. 20 kV) im regionalen Verteilnetz: Mittelspannungsnetze verbinden die kleineren Ortschaften. Auf dieser Spannungsebene erfolgt die Versorgung von Industrie- und größeren Gewerbebetrieben.

Niederspannung (230 V bzw. 400 V) im lokalen Verteilnetz: Niederspannungsnetze sind für die Feinverteilung von Strom zuständig. Private Haushalte, kleinere Industriebetriebe, Gewerbe und Verwaltung beziehen hierüber ihren Strom. Die Niederspannung entspricht damit dem „Strom aus der Steckdose“.

Umspannwerke beziehungsweise die Ortsnetzstationen und Trafohäuschen bilden die Verbindung zwischen den Spannungsebenen. Sie machen den Strom für die jeweilige Spannungsebene „kompatibel“, indem sie die Spannung hoch- bzw. heruntersetzen.

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