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Symbolfoto:; Mario Obeser

Mindelheim: Gruppe junger Männer rottet sich vor Polizeigebäude zusammen

In der Nacht vom Samstag den 26.01.2019 auf Sonntag den 27.01.2019 kam es zu einer „Zusammenrottung“ von mehreren jungen Männern vor der Wache der Polizei Mindelheim.
Vorausgegangen war die Fahrt eines 19-Jährigen, der betrunken mit einem Motorroller durch die Stadt gefahren war. Der junge Mann wurde von einem Zeugen aufgehalten und eindeutig identifiziert. Er fuhr anschließend weiter und der Zeuge verständigte die Polizei. Der 19-jährige Rollerfahrer wurde kurz danach von einer Polizeistreife vor seiner Wohnung in der Mitte einer Gruppe junger Männer angetroffen. Die jungen Männer wollten den Rollerfahrer in Schutz nehmen und behaupteten, dass sie alle zusammen den Abend miteinander verbracht hätten und der 19-Jährige deshalb gar nicht gefahren sein kann.

Aufgrund der eindeutigen Zeugenaussage wurde der Rollerfahrer zur Wache der Polizei Mindelheim gebracht. Die informierte Jour Staatsanwältin ordnete anschließend zwei Blutentnahmen an.

Sturm geklingelt bei der Polizei und Notruf gewählt
In der Zwischenzeit trafen die Freunde des Rollerfahrers vor der Wache der Polizei Mindelheim ein. Sie klingelten Sturm und wollten hereingelassen werden um ihren Freund durch ihre Aussagen zu entlasten. Da im Vorraum der Zeuge zur Trunkenheitsfahrt saß, wurden die jungen Männer nicht eingelassen. Vor der Wache beleidigten die jungen Männer durch eindeutige Gesten und auch durch beleidigende Ausdrücke sowohl die Polizeibeamten wie auch den Zeugen. Selbst nach ausdrücklicher Aufforderung zu gehen und nach der Bekanntgabe eines Platzverweises wollte die Gruppe junger Männer das Gelände der Polizei nicht verlassen. In der Zwischenzeit wählte einer aus der Gruppe den Notruf, um so Einlass in das Gebäude der Polizei Mindelheim zu erreichen.

Verhalten bleibt nicht ohne Konsequenzen
Erst nachdem Unterstützung durch mehrere Streifen der umliegenden Dienststellen eintraf, konnten von den Anwesenden die Personalien festgestellt werden. Die Ermittlungen wegen Beleidigung, Hausfriedensbruch und Missbrauch von Notrufen dauern an.

Die Blutentnahmen beim Rollerfahrer konnten anschließend problemlos durchgeführt werden. Seine Trunkenheitsfahrt wird natürlich ebenfalls verfolgt und angezeigt.

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