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Frau Telefon Telefonieren
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Kempten: Falsche Polizeibeamte weiter aktiv – Senioren im Fokus

Am Dienstagabend, 05.03.2019, registrierte die Polizei rund 20 Anrufe sogenannter „falscher Polizeibeamte“; darauf möchte die Polizei dringend hinweisen und sensibilisieren.
Die Vorgehensweise ist meist gleich: Ein falscher Polizeibeamter meldet sich am Telefon und gibt vor, eine Einbrecherbande festgenommen zu haben. Dieser habe Aufzeichnungen mitgeführt, die auf einen bevorstehenden Einbruch beim Angerufenen hindeuten. Aus diesem Grund sei das Vermögen der Angerufenen in Gefahr; die Polizei würde dies an sich nehmen bis die Gefahr beseitigt sei. Eine neue Masche ist zudem, dass die Anrufer das Geld nicht abholen wollten, sondern auf einen Postversand hin drängten.

Nicht nur, dass die Betrüger das Vertrauen der Angerufenen in die Polizei missbrauchen. Sie schaffen es, durch eine technische Manipulation im Display der Angerufenen die Nummer 110 oder der örtlichen Polizei anzeigen zu lassen. So untermauern sie ihre falsche Eigenschaft des Polizeibeamten und erhöhen die Glaubwürdigkeit immens. Oftmals ergaunern die Betrüger von ihren Betrugsopfern viele tausend Euro oder Schmuck und Goldbarren, die teilweise von der Bank erst noch abgeholt werden müssen. Sie gelangen an die komplette Altersvorsorge von gutgläubigen Senioren.

Gestern reagierten alle bekannt gewordenen Anrufer richtig – sie beendeten das Gespräch und legten einfach auf. Unter Umständen wurden Personen finanziell geschädigt oder stehen aktuell noch in Kontakt mit den vermeintlichen Polizeibeamten. Um an weitere Ermittlungsansätze zu gelangen, werden etwaige Geschädigte gebeten, sich mit der Polizei in Kempten, unter der Rufnummer 0831/9909-0, in Verbindung zu setzen. Auch verdächtige Wahrnehmungen sind für die Polizei wichtig!

Ratschläge der Polizei:

  • Geben Sie am Telefon niemandem Auskunft über private und vermögende Verhältnisse.
  • Legen Sie einfach auf und trennen dadurch die Verbindung.
  • Melden Sie den Anruf sofort der Polizei. Ganz wichtig: Wählen Sie hierzu die Nummer Ihrer örtlichen Dienststelle. Die Verbindung muss zuvor getrennt sein; idealerweise nutzen Sie einen anderen Apparat, vielleicht den von Ihrem Nachbarn oder ein Mobiltelefon.
  • Informieren Sie Angehörige oder Nachbarn von dem Anruf und der Betrugsmasche.
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