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Augsburg Stadt und Land: Anrufe von falschen Polizeibeamten – mit abgewandelter Masche

Die Anrufwellen von falschen Polizeibeamten reißen nicht ab. Wie in den Ballungszentren Stuttgart, Ulm, Neu-Ulm, München und Nürnberg traten auch wieder vermehrt Anrufer im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Schwaben Nord auf.
Betroffen waren diesmal insbesondere die Städte Augsburg, Bobingen, Schwabmünchen und Zusmarshausen. Insgesamt gab es im Zeitraum 29.03. – 03.04. über 30 angezeigte Fälle. Von den Tätern gerne verwendet wurden dabei die Namen „Oberkommissar Bach, Kriminalhauptkommissarin Müller und Oberkommissar Schneider“. In den Telefonaten wurde vorgetäuscht, dass in der Nähe der Angerufenen Einbrecher festgenommen worden seien. Dabei sei u.a. eine Liste aufgefunden worden, auf der auch der Name der Angerufenen stehen würde. Anschließend erkundigten sich die Täter nach Wertsachen, Schmuck und Banknoten im Haushalt der Angerufenen. Wenn ein Opfer auf die falschen Polizeibeamten eingeht, wird das Telefongespräch fortgesetzt und ein Termin zur Übergabe des Bargeldes bzw. der Wertsachen vereinbart. Die Anrufe erfolgten zumeist in den Abendstunden.

Neu bei diesem Phänomen ist folgendes: Den Angerufenen wurde bei aufkommender Skepsis die Möglichkeit gegeben, sich mit dem Polizei-Notruf unter 110 in der Verbindung zu setzen. Nach einem Pfeifton sollten die Angerufenen den Notruf wählen. Im Anschluss wurde den Opfern dann über ein im Ausland gelegenes Callcenter ein echter Notruf vorgegaukelt und die Identität der falschen Polizeibeamten dann logischerweise bestätigt. Allerdings wurde das bestehende Gespräch nicht unterbrochen, die Verbindung blieb bestehen.

Wichtig daher: Der Angerufene muss aktiv das Gespräch beenden und das Telefon auflegen, bevor er die Notrufnummer 110 wählt. Ansonsten wird die Verbindung durch die Telefonbetrüger aufrechterhalten und der Geschädigte erreicht nicht die Polizeieinsatzzentrale, sondern spricht mit einem Mittäter eines Callcenters in der Türkei.

Im Polizeipräsidium Schwaben Nord reagierten die Angerufenen jedoch bislang richtig. Dennoch sollte eine zusätzliche Sensibilisierung über Familienangehörige, Freunde und Nachbarn erfolgen: Die Polizei erkundigt sich nicht nach Bargeld und Wertsachen von Mitbürgern am Telefon!

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