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Bayern: Bereits rund 5.000 Deutschkurse

Integrationsminister Herrmann: „Sprache schafft Chancen“ – Langjähriges Erfolgsprojekt wird fortgesetzt.

Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann: „Sprache schafft Chancen“ – Langjähriges Erfolgsprojekt wird fortgesetzt: Bereits rund 5.000 Deutschkurse – Sprache ist einer der wichtigsten Aspekte zur Teilhabe in allen Lebensbereichen

„Sprache schafft Chancen“ – unter diesem Namen werden ab sofort alle ehrenamtlichen Sprachkurse, Sprachpatenschaften sowie Sprachpaten- und Kompetenzprojekte der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen Bayern e.V. (lagfa) gebündelt und fortgeführt. „Die Angebote rund um das Thema Sprachförderung durch Ehrenamtliche erhielten in den vergangenen Jahren in Bayern einen enormen Zuspruch: So fanden bereits rund 5.000 Deutschkurse und Sprachpatenschaften, rund 100 Sprachpaten- und Kompetenzprojekte sowie über 100 Austauschtreffen der Ehrenamtlichen statt“, sagte Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann. „Gerade Menschen mit Flucht-hintergrund benötigen eine gezielte Sprachförderung. Die Sprache ist einer der wichtigsten Aspekte, der ihre Teilhabe in allen Lebensbereichen fördert. Sie ist ein grundlegendes Mittel der Verständigung. Für das Zurechtfinden in unserem Land und die Integration in unsere Gesellschaft ist sie unerlässlich.“

Bereits seit Oktober 2013 hat der Freistaat Bayern eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der lagfa aufgebaut, um ehrenamtlich durchgeführte Deutschkurse und Sprachpatenprojekte für Asylsuchende zu unterstützen (Projekt „Sprache schafft Chancen“). Darüber hinaus förderte das Innenministerium seit 2019 das Sprachprojekt „Frauen im Fokus – Sprache schafft Chancen in Arbeit und Beruf, kurz: PFiF“. Dabei haben Ehrenamtliche in Sprachtandems dauerhaft bleibeberechtigten Menschen mit Migrationshintergrund sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive individuellen berufsbezogenen Sprachunterricht erteilt. Außerdem führten sie die Migranten in Kompetenzprojekte an den Arbeitsmarkt heran. Dabei lag der besondere Fokus jeweils auf Frauen.

Die Inhalte der bisherigen Projekte werden nunmehr unter einem Namen gebündelt und ab April 2021 unter dem bekannten Projektnamen „Sprache schafft Chancen“ zusammengeführt. Zentraler Inhalt des Projektes ist das Angebot von Sprachunterricht in Form von Kursen und Sprachpatenschaften. Hier wird die Zielgruppe auf alle Menschen mit Migrationshintergrund erweitert. Darüber hinaus werden weiterhin Begegnungs- und Austauschprojekte (vorher: Sprachpatenprojekte) sowie Projekte zur Heranführung an den Arbeitsmarkt (vorher: Kompetenzprojekte) angeboten. Bei den Arbeitsmarktprojekten sollen weiterhin speziell auf Frauen zugeschnittene Konzepte angeboten werden, da deren Erwerbsbeteiligung noch immer deutlich niedriger ist als bei den Männern. Herrmann: „Sprachförderung durch Ehrenamtliche hat sich bewährt. Hierdurch ist eine gezielte und passgenaue Unterstützung möglich, abgestimmt auf den individuellen Bedarf. Und nebenbei wird der interkulturelle Austausch gefördert und ein Blick aller Beteiligten für andere Kulturen geöffnet.“

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