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Holetschek: Corona-Impfungen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern weit fortgeschritten

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister: Infektionszahlen in Einrichtungen um fast zwei Drittel im Vergleich zum Vormonat gesunken

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek treibt die Corona-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen voran. Holetschek betonte am Sonntag: „In einem großen gemeinschaftlichen Kraftakt haben die Mobilen Impfteams seit Ende Dezember fast alle Alten- und Pflegeheime besucht. Insgesamt haben sie schon in 98 Prozent der Einrichtungen Erstimpfungen verabreicht (Stand 11.2.). Rund 98.000 Heimbewohner haben eine Erstimpfung erhalten, das sind mehr als drei Viertel der Bewohner. Eine Zweitimpfung – und damit den vollen Immunschutz – haben schon rund 65.000 Bewohnerinnen und Bewohner, also mehr als die Hälfte.“

Der Minister ergänzte: „Ich bin optimistisch, dass wir in den Einrichtungen schon bald alle Impfwilligen erreicht haben werden. Das ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen das Virus. Ich sehe es als eine unserer obersten Pflichten, alles für den Schutz der verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft zu tun.“

Auch beim Infektionsgeschehen in den Einrichtungen ist ein positiver Trend erkennbar. Holetschek erläuterte: „Aktuell sind rund 1,9 Prozent (2.411) der Bewohnerinnen und Bewohner an Corona erkrankt (Stand 9.2.). Verglichen mit den Zahlen vor gut einem Monat sehen wir einen Rückgang um fast zwei Drittel (minus 65 Prozent; Stand 5.1.: 6.949 Erkrankungen). Das zeigt, dass wir mit unserem Kurs des konsequenten und entschlossenen Handelns auf dem richtigen Weg sind.“

Seit Anfang März 2020, als das Coronavirus erstmals in einem bayerischen Pflegeheim nachgewiesen worden war, zeigt sich immer wieder, dass sich SARS-CoV-2 in Pflegeeinrichtungen besonders schnell ausbreitet. Die Folge sind häufig schwere Krankheitsverläufe und an und mit Corona verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner.

Der Minister fügte hinzu: „Die neuen Corona-Varianten dominieren das Geschehen zwar noch nicht, gleichwohl sehe ich diese mit wachsender Sorge. Verantwortungsbewusstes Handeln jedes Einzelnen außerhalb von Einrichtungen ist deshalb unbedingt notwendig und entspricht der gelebten Solidarität. Denn die Infektionen werden unbeabsichtigt von außen in Einrichtungen hineingetragen und mit der Inzidenz im Umfeld der Einrichtung wächst die Gefahr für deren Bewohnerinnen und Bewohner.“

Nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums hängt der Rückgang der Infektionen in den Einrichtungen sowohl mit dem allgemeinen Rückgang der Infektionszahlen als auch mit den konsequenten Schutzmaßnahmen für die Einrichtungen zusammen. Unter anderem wurden in Bayern verpflichtende drei Corona-Tests pro Woche für das Personal sowie eine FFP2-Masken-Pflicht für Belegschaft wie Besucher eingeführt.

Hinzu kommt der Einsatz der Schnellen Einsatzgruppe Pflege, die seit dem 21. Dezember 2020 am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eingerichtet ist. Holetschek sagte: „Ziel der Schnellen Einsatzgruppe ist, Infektionsketten bei Ausbrüchen in Heimen so schnell wie möglich zu unterbrechen und beratend für eine effiziente Prävention in den Einrichtungen zu sorgen. Seit ihrer Gründung hat die Schnelle Einsatzgruppe bereits 358 Beratungen vorgenommen, davon 238 Vor-Ort-Begehungen (Stand 12.2.).“

Der Minister sagte: „Die verletzlichsten Menschen in unseren Pflegeeinrichtungen haben in den vergangenen Monaten viele Beeinträchtigungen über sich ergehen lassen müssen. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Aber: In der Allgemeinbevölkerung sehen wir sinkende Inzidenzen. Die Lockdown-Maßnahmen wirken. Letztlich kommt das auch in den Pflegeeinrichtungen mit ein wenig zeitlicher Verzögerung an. Dies lässt hoffen, dass die sich langsam abzeichnende Entspannung Anlass dazu geben wird, zu gegebener Zeit vorsichtige schrittweise Erleichterungen der bestehenden wirklich einschneidenden Beschränkungen vorzunehmen.“

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