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Holetschek: Verteilung von 2,5 Millionen FFP2-Masken für Bedürftige läuft

Bayerns Gesundheitsminister: Eine Million weitere Masken für pflegende Angehörige werden ab 25. Januar ausgegeben

Das bayerische Gesundheitsministerium hat mit der Verteilung von 2,5 Millionen FFP2- Masken an die Landkreise und kreisfreien Städte begonnen. Das Technische Hilfswerk brachte die Schutzmasken am Dienstagmorgen aus dem Pandemiezentrallager der Staatsregierung in alle Teile des Freistaats.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte: „Die Masken sollen so rasch wie möglich an die Bedürftigen ausgegeben werden. Dafür haben die Kreisverwaltungsbehörden freie Hand. Sie können die Masken zum Beispiel über die Gemeinden verteilen lassen oder auch direkt an die Bedürftigen schicken. Das Wichtigste ist, dass alle Menschen schnell die Schutzausrüstung bekommen, die sie brauchen. Wir gehen davon aus, dass spätestens Anfang kommender Woche die Bedürftigen ihre Masken haben dürften.“

Der Minister erläuterte: „Seit Montag gilt in Bayern die Pflicht, im ÖPNV und im Einzelhandel FFP2-Masken oder Masken mit einem vergleichbaren Standard (z.B. KN 95, N 95) zu tragen. Wir wissen, dass diese Masken teurer sind als gewöhnliche Mund-Nasen-Bedeckungen. Aber es ist völlig klar: Wir lassen niemanden im Regen stehen! Deswegen stellen wir in einem ersten Schwung 2,5 Millionen FFP2-Masken aus unserem Bestand für die Empfänger von Grundsicherung sowie Obdachlose und Nutzer von Tafeln zur Verfügung. Jeder Bedürftige bekommt fünf Masken gestellt. Wir prüfen, ob wir zu einem späteren Zeitpunkt weitere Masken ausgeben.“

Holetschek rief die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an die neue Regelung zu halten. Der Minister bekräftigte: „Wir müssen alles dafür tun, die Infektionszahlen dauerhaft zu senken. Gerade mit Blick auf die offenbar deutlich ansteckenderen Virus-Mutationen können FFP2-Masken hier einen zentralen Beitrag leisten. Damit sich die Bürgerinnen und Bürger auf die neuen Regeln einstellen können, haben wir eine sogenannte Kulanzwoche beschlossen: In dieser ersten Woche sollen bei Verstößen noch keine Bußgelder verhängt werden. Aber ich appelliere an alle: Nutzen Sie das nicht aus, sondern tragen Sie schon jetzt FFP2-Masken im Bus, in der Bahn und beim Einkaufen.“

Für diese Maßnahme musste der Freistaat keine zusätzlichen FFP2-Masken beschaffen. Der Bedarf konnte aus den Beständen des Pandemiezentrallagers gedeckt werden. Daneben gab es bereits weitere Ausstattungsaktionen unter anderem für Lehrer und Besucher von Alten- und Pflegeheimen.

Holetschek verwies auch auf die laufende Verteilung von einer Million FFP2-Masken an pflegende Angehörige. Der Minister sagte: „Auch diese Masken wurden heute an die Kreisverwaltungsbehörden ausgeliefert. Ab dem 25. Januar 2021 können die pflegenden Angehörigen die Masken in der jeweiligen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung der pflegebedürftigen Person kostenfrei abholen. Jeder Hauptpflegeperson sollen auf diesem Weg drei Schutzmasken zur Verfügung gestellt werden. Als Nachweis reicht es aus, ein Schreiben der Pflegekasse vorzuzeigen, aus dem der Pflegegrad der zu betreuenden pflegebedürftigen Person hervorgeht.“

Der Minister begrüßte auch eine Entscheidung des Bundes, 34 Millionen Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe Gutscheine für FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen. Holetschek sagte: „Das ist ein positives Signal des Bundes. Es war gut und richtig, in der ersten Phase der Pandemie grundsätzlich das Masketragen einzuführen. Jetzt ist die Zeit gekommen, qualitativ nachzuschärfen und auf Masken mit höherem Schutz zu setzen.“

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