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Studie: Unter 30-Jährige fordern Solidarität von Älteren


Foto: Jugendlicher mit Schutzmaske in einer S-Bahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Jugendliche und junge Erwachsene sehen in der Pandemie ein Solidaritäts-Defizit bei den Älteren. Das ist das Ergebnis der Studie „Generation Z & Health“ der Pronova BKK, zu der Betriebskrankenkassen von Konzernen wie BASF, Bayer und Continental gehören, und über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) vorab berichten.

Laut Studie beklagen die 16- bis 29-Jährigen, dass man von ihnen Solidarität mit den stärker gefährdeten Senioren erwartet habe, umgekehrt jedoch werde ihnen diese Solidarität aber nicht zuteil. 74 Prozent der Befragten unter 30-Jährigen gaben an, diese Solidarität mit den Älteren aufgebracht zu haben, 63 Prozent der jungen Generation vermissen umgekehrt die Solidarität der Älteren. Insgesamt sagten 94 Prozent der Befragten, dass sie unter der Corona-Pandemie leiden, dass Kontaktverbot und Homeschooling sie belasteten und ihnen einiges abverlangt worden sei. Besonders junge Eltern fühlten sich laut Studie alleingelassen. Für 68 Prozent der Befragten sei klar, dass Kinder und Jugendliche die Hauptlast während der Pandemie getragen haben. Rund zwei Drittel der Befragten fühlen sich laut Studie von der Politik nicht ernst genommen, ein Gefühl, das junge Frauen stärker als junge Männer haben. Es fehle an Wertschätzung, gleichzeitig empfinden viele Jugendliche und junge Erwachsene Aussagen aus der Politik als „Angstmacherei“. Aus Sicht der unter 30-Jährigen übernimmt niemand Verantwortung für ihre Zukunft, und sie fordern von Fachleuten und Politik „mehr Durchblick in dem Pandemiechaos“ und „klare Aussagen“. Demzufolge erhält die Bundesregierung von den jungen Leuten von allen abgefragten Institutionen auch die schlechteste Note (Durchschnittsnote 3,7). Nur 20 Prozent bewerteten die Leistungen der Bundesregierung mit der Schulnote „1“ oder „2“. Rund ein Drittel der Befragten erteilte den Politikern die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Die Leistungen von medizinischem Personal bewerteten sie am besten. Ein Hauptpunkt für die Unzufriedenheit der unter 30-Jährigen in der Pandemie sei laut Studie die „verschlafene Digitalisierung“. Die Studie „Generation Z & Health“ hat untersucht, wie die heute 16- bis 29-Jährigen für ihre Gesundheit vorsorgen, zudem wurden die Auswirkungen der Corona-Pandemie abgefragt. Für die bundesweite Erhebung wurden 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Oktober 2021 befragt.

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