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Günzburg: Stadt bietet breitflächig Corona-Unterstützungen an

Reduzierte Gebühren, neue Zuschüsse, mehr Flächen und Beratungen

Günzburg. Die Corona-Pandemie beeinflusst seit über einem Jahr nicht nur das Privat- und Berufsleben, sondern auch das gesellschaftliche Zusammensein. Die Stadt Günzburg richtete sich mit ihren Verwaltungseinheiten darauf ein und hilft unkompliziert. „Egal ob es um die Aussetzung von Kita-Gebühren geht, um CO2-Messgeräte für unsere Schulen, um Stundungsmöglichkeiten bei der Gewerbesteuer oder um Homeoffice für unsere Mitarbeiter: wir tun, was möglich und was nötig ist“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Für den Sommer kündigt er einen „Kultursommer light“ an.

Finanzielle Entlastung der Familien durch Gebührenverzicht in Kindergärten und Schulen

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig war und ist es wichtig, gegenüber Familien, die durch Kurzarbeit teils weniger Einkommen hatten oder haben, ein kommunales Entlastungssignal zu setzen. Aus diesem Grund erhob die Stadt Günzburg für April 2020 keine Kita-Gebühren und berechnet von Mai bis August 2020 und seit Januar 2021 nur Gebühren für die tatsächlich in Anspruch genommene Betreuungszeit.

Gute Nachricht für alle Kita-Eltern und Musikschüler: Günzburg verzichtet auf die turnusgemäß anstehende Erhöhung der Kita- sowie Musikschul-Gebühren zum 1. September 2021.

Investition in Sicherheit durch Lüftungsgeräte

Nach Prüfung der Lüftungsmöglichkeiten in den städtischen Schulen und Kindergärten beschaffte die Stadt Günzburg elf Lüftungsgeräte für die Grundschule „Auf der Bleiche“ sowie eines für den Kindergarten „Kunterbunt“ in Wasserburg. Die Kosten liegen bei ca. 50.000 Euro. Gleichzeitig erhielten alle städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen auf Initiative von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig CO2-Sensoren im Wert von 15.000 Euro. Die Geräte zeigen an, wann der Raum gelüftet werden muss. „Schulen und Kitas dürfen bei einer Öffnung nicht zu Hotspots der Corona-Übertragung werden. Da das Virus über kleine Tröpfchen und Staubpartikel übertragen wird, gilt besonders für Schulen eine Pflicht zum regelmäßigen Lüften. Das kann während des Unterrichts leicht vergessen werden. Die CO2-Sensoren erinnern daran“, erklärt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

Stadtbücherei zeigt Flexibilität

Die Stadtbücherei reagiert mit Präsenz oder einem Abholservice jeweils kurzfristig auf die geltenden Rechtsvorschriften und zeigt Kulanz bei der Rückgabe von Büchern und Mahngebühren.

Vereine

Die Vereinspauschale für die Sportvereine wurde für die Jahre 2020 und 2021 verdoppelt. Der Stadtrat beschloss zudem den Corona-Euro für jeden Günzburger Einwohner, welcher den Vereinen zu Gute kommt. „Dieser Betrag kann sicherlich nur einen kleinen Teil der finanziellen Ausfälle kompensieren, aber wir wollen damit unsere Wertschätzung hinsichtlich des vielfältigen Engagements und Wirkens ausdrücken“, so Oberbürgermeister Jauernig. Um eine Übersicht über die finanziellen Probleme zu erhalten, hat die Stadtverwaltung einen „Antrag auf Unterstützung der Vereine der Stadt Günzburg aufgrund Corona-Auswirkungen“ entworfen. Dieser ist auf der Webseite unter „Rathaus & Bürgerservice“, „Bürgerservice A bis Z“, Corona-Hilfen für Vereine herunterzuladen. Die Vereinsvorsitzenden erhielten diesen zusätzlich per Post. Die Angaben werden für eine einfache, gerechte und zielführende Verteilung der Mittel benötigt. Die Stadtverwaltung bittet um Rücksendung der Formulare bis zum 30. Juni – auch wenn einem Verein keine Einbußen entstanden sind. Trotz enger Haushaltslage wurden die Vereinszuschüsse im städtischen Haushalt nicht gekürzt.

Das Kulturamt der Stadt Günzburg berät bei Fragen bezüglich behördlicher Auflagen und unterstützt bei der Erstellung von Hygienekonzepten für Proben und Veranstaltungen.

Bürgerservice

Um die jederzeitige Erreichbarkeit der Stadtverwaltung zu gewährleisten, teilten sich Mitarbeiter in den Schichtdienst, bzw. das Homeoffice auf. Das BürgerServiceCenter (BSC) ist mit einer Terminvereinbarung zu den üblichen Zeiten geöffnet. Das gilt ebenfalls für alle weiteren städtischen Dienstleistungen im Rathaus. Das Standesamt sowie das BSC verfügen über CO2-Messgeräte. Gemeinsam mit dem Hilfsdienst der Johanniter wurde ein zentrumsnahes Schnelltestzentrum im Forum am Hofgarten eingerichtet. Weitere Testmöglichkeiten im Stadtgebiet sind hier gelistet: www.guenzburg.de/rathaus-buergerservice/informationen-zum-corona-virus/. In der Tourist-Information sowie im Forum am Hofgarten wurde die Luca-App zur Kontaktrückverfolgung eingeführt.

Sicherstellung der kommunalen Daseinsvorsorge

Die Wasserversorgung, wie auch die Abwasserbeseitigung und -reinigung sind insbesondere Bereiche, die zur kritischen Infrastruktur gehören. Die Aufrechterhaltung dieser Strukturen durch das Kommunalunternehmen der Stadtwerke Günzburg (SWG) gilt als vorrangig.

Um diese Strukturen aufrecht erhalten zu können, sind insbesondere Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter im operativen Bereich erforderlich. Diese arbeiten in aufgeteilten Teams.

Vorgesehene Baumaßnahmen können insgesamt problemlos abgewickelt werden. Die Zählerstandsablesungen wurden auf Selbstauskünfte umgestellt. Dadurch ist ein möglichst kontaktloser Informationsaustausch gewährleistet.

Wirtschaftsförderung

Früh fasste die Stadtverwaltung auf Anforderung des Oberbürgermeisters den Entschluss, Stundungsmöglichkeiten bei Gewerbe- und Grundsteuer sowie sonstigen Steuern und Abgaben zu erleichtern. Außerdem setzen Vollstreckungsmaßnahmen für unmittelbar und erheblich betroffene Unternehmen nach Antrag aus.

Um den notleidenden Handel in der Günzburger Innenstadt zu unterstützen, organisierte die Stadt Günzburg gemeinsam mit der Cityinitiative organisierte die Stadt Günzburg im Frühling 2020 einen kostenlosen Lieferservice für Bestellungen über www.wir-in-guenzburg.de. Im Rahmen der Fairtrade-Stadt fand im Herbst ein Quiz mit attraktiven Preisen statt, bevor im November die nachhaltigen Shopping-Tage anstanden. Leider musste die geplante Altstadtweihnacht aufgrund von gestiegenen Inzidenzwerten kurzfristig abgesagt werden. Die gemeinsame Kampagne #kauflokal erfährt in Kürze einen neuen Aufschwung und soll Bürger dazu einladen, die Händler und Gastronomen vor Ort zu unterstützen.
Auf die im April eingereichte Bewerbung zur Modellstadt „Öffnungskonzepte“ fehlt nach Auskunft des Oberbürgermeisters weiterhin Rückmeldung von der Bayerischen Staatsregierung.

„Selbstverständlich steht unsere Wirtschaftsförderstelle auch beratend zur Seite, hilft bei der Suche nach Fördermöglichkeiten und begleitet im Hinblick auf neue Geschäftsmodelle“, sagt Oberbürgermeister Jauernig.
In den kommenden Wochen wird es darauf ankommen, insbesondere im Gastronomie-, aber auch im Einzelhandelsbereich Geschäftsfelder zu nutzen, die im Freien angeboten werden können. Um dies nachhaltig zu fördern, ist Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die wiederholte Ausschöpfung der maximalen Außenbewirtschaftungsfläche sowie zusätzlichen Verkaufsflächen im Außenbereich für Händler der Altstadt wichtig. Die Sondernutzungsgebühren wurden 2020 halbiert und rückerstattet.

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