Landkreis Dillingen a. d. Donau.Regionalnachrichten

Betrüger im Internet, am Telefon und auf der Straße

Mehrere Fälle von Betrug im Internet und Trickbetrüger, die anrufen, oder einen auf der Straße ansprechen meldet die Polizeiinspektion Dillingen.

Warten auf Rückerstattung
Am 20.11.2020 kaufte ein Mann aus Bächingen über ein Kleinanzeigenportal im Internet eine Spielekonsole für 83 Euro. Nach dem Erhalt der Konsole musste er allerdings feststellen, dass diese defekt war. Nach einer Einigung mit dem Verkäufer schickte der Bächinger die Spielekonsole wieder zurück, wartete aber anschließend vergeblich auf die Rückzahlung seines Geldes.

Vorab bezahlte Spielekonsole nicht erhalten
Am 23.11.2020 bestellte ein Bissinger ebenfalls eine Spielekonsole für 500 Euro über ein Kleinanzeigenportal und überwies gutgläubig den geforderten Betrag, nachdem der Verkäufer ein Bild seines angeblichen Personalausweises zuschickte. Der Käufer wurde erst skeptisch, als der Verkäufer erklärte er habe das Paket bereits losgeschickt, obwohl noch gar keine Zustelladresse bekannt war. Danach war der Verkäufer nicht mehr zu erreichen, das überwiese Geld konnte nicht zurückgeholt werden.

Trickbetrüger am Telefon
Gegen 12.45 Uhr, am 26.11.2020, erhielt eine Seniorin aus Steinheim einen Anruf eines ihr unbekannten Mannes. Dieser erkundigte sich nach ihrem Gesundheitszustand und erklärte, einen Unfall gehabt zu haben. Nachdem die Seniorin das Telefon an ihren Mann übergeben wollte, legte der Anrufer auf, noch bevor es zu Geldforderungen kam. Eine Telefonnummer wurde nicht übertragen.

Zu einem weiteren Anruf kam es am 26.11.2020, gegen 13.55 Uhr, in Wittislingen. Dort rief ein unbekannter Mann eine Seniorin an und versuchte erst durch ein vertrauliches Nachfragen mit den Worten „Kennst du mich?“ Vertrauen aufzubauen. Anschließend erklärte der Mann, dass er in einen Unfall in Augsburg gehabt habe und nun der Pkw einen Totalschaden hat. Außerdem wolle man ihm seinen Führerschein abnehmen, wenn er nicht die Strafe sofort zahle. Da er über kein Bargeld verfüge erkundigte er sich nun bei der Dame nach Vermögenswerten und sogar Gold. Nachdem beides von der Seniorin verneint wurde, ließ der Täter von seinem Vorhaben ab und erklärte, sich später noch einmal zu melden.

Am 26.11.2020, gegen 16.45 Uhr, wurde ein Bissinger auf der Staatsstraße 2212 bei Lutzingen von einem unbekannten Mann angesprochen, der mit seinem Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen in einer Parkbucht stand und Warnblinklicht eingeschalten hatte. Dieser erklärte im gebrochenen Deutsch, dass er Geld für seine Familie in Frankfurt brauchte und nur ausländisches Geld besitze. Auch seine Kreditkarte funktioniere in Deutschland nicht. Letztendlich fragte der Mann nach Bargeld. Der Bissinger fiel nicht auf die falschen Angaben herein und händigte auch kein Bargeld aus.

Die Polizei warnt
Gerade in der Vorweihnachtszeit versuchen Betrüger vermehrt, die Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen für sich auszunutzen. Hierbei wird von den üblichen Betrugsmaschen wie Falscher Polizeibeamter, angeblicher Verwandter der in Not geraten ist, Enkeltrickbetrug bis hin zu angeblichen Gewinnen aus einer Lotterie, alles versucht um an die Vermögenswerte von Mitbürgern zu gelangen. Dabei setzen sie oft die Angerufenen unter Druck oder schüchtern diese ein. Die Polizei rät daher, sich niemals auf derartige Gespräche einzulassen. Gehen sie niemals auf Fragen nach Geld- und Vermögenswerten ein und beenden sie derartige Gespräche sofort.

Auch bei Einkäufen über das Internet sollte immer mit gebotene Vorsicht vorgegangen werden. Allzu billige Angebote lassen oft auf sogenannte Fake-Shops schließen, auch Zahlungen mit Vorkasse oder Direktüberweisungen sollten niemals vorgenommen werden, wenn der Verkäufer nicht persönlich bekannt ist. Die Polizei rät, bei online-Zahlungen immer einen Treuhandservice zu benutzen und lieber hierfür eine kleine Gebühr zu bezahlen als später weder die Ware noch sein Geld zurück zu bekommen.

Weitere Tipps zum Schutz vor Betrug unter www.polizei-beratung.de

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